(openPR) Das AUDIVA® Hörwahrnehmungstraining, HWT, bietet Kindern und Erwachsenen eine besondere
Therapiemöglichkeit, die das Gehör gezielt aktiviert und die akustische Wahrnehmung trainiert.
Das AUDIVA® Trainingsprogramm wird in Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten,
Wissenschaftlern, Erzieher sowie Betroffenen entwickelt und bewährt sich seit über 20 Jahren. Die
Wirksamkeit des HWT ist in unterschiedlichen Studien veröffentlicht. In erster Linie wird das HWT
zur Behandlung von Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS), Legasthenie, Auditiven
Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS), Aufmerksamkeits-Defizit-(und Hyperaktivitäts)
Syndrom (AD(H)S), Hörbeeinträchtigung und Geräuschempfindlichkeit angewendet.
Beim HWT handelt es sich um ein strukturiertes Zwei-Phasen-Training das über mehrere Wochen,
nach einem Trainingsplan, 20-30 min, mittels eines HörWahrnehmungsTrainers (das HWT-Gerät)
und gute Kopfhörer durchgeführt wird. Zuerst wird das Gehör mit Musik angeregt (Phase A). Die
verwendete Musik besteht aus einer Auswahl von Werken von Mozart, Bach und Vivaldi, die von
Streich-, Zupf- oder Holzinstrumenten gespielt wird. Liegt Förderbedarf im Bereich Sprechen,
Lesen und Schreiben vor, dann erfolgt im Anschluss an der ersten Phase, die nächste Phase B, in
der mit der gesprochenen Sprache arbeitet wird. In dieser zweiten Phase B wird das Musikhören
reduziert, jedoch beibehalten. Zur Förderung der Eigenwahrnehmung in der Spracharbeit,
besonders zur Lautdifferenzierung, wird ein Mikrofon eingesetzt. Durch die akustische
Rückkopplung erfolgt eine intensive neurologische Wirkung, in der sich der Patient selbst hört und
neu wahrnimmt.
Das Herz des AUDIVA® -HWT ist das HWT-Gerät, das Musik und/oder Sprache speziell
elektronisch verändert und über Kopfhörer übermittelt. Dabei werden über das HWT-Gerät die
hohen Klänge hervorgehoben und lateralisiert, d. h. bestimmte hohe Frequenzbereiche
(Klangfarben) wandern hin und her von Ohr zu Ohr.
Die HWT-Klangwirkung ist in den Abbildungen 1. und 2. dargestellt. Die Veränderung der Musik
erfolgt über einen elektronischen Filter, der tiefe Frequenzen der Musik ausblendet und hohe
verstärkt. Diese werden lateralisiert gefiltert, d.h. die Frequenzen > 1000 Hz werden auf dem
linken Ohr stark verdichtet, während sie gleichzeitig auf dem rechten Ohr heruntergefahren werden. Die Lateralisierung hat die Aufgabe, die Zusammenarbeit der Hemisphären sowie die
Tätigkeit zahlreicher Schaltstellen der Hörbahnen zwischen links und rechts zu fördern. Die Ergebnisse von Forschungsarbeiten und -berichte in Zusammenhang mit den Audiva-Verfahren
werden unter der folgende Adresse veröffentlicht: http://www.audiva.de/aktuelles-audiva-forschung-
2017.html
AUDIVA® verbindet in ihrem Verfahren altes und neues Wissen. AUDIVA® wurde von den Arbeiten
des sprachheilpädagogen Friedrich Pelz und des Forschers A. A. Tomatis inspiriert und die von
Ihnen entwickelte Methodik der Hochtonfilterung und Lateralbewegung, die in den HWT-Geräten,
mit denen das HWT durchgeführt wird, integriert ist. Das HWT gründet auf die Fähigkeit des
Gehirns zu neuronalen, plastischen Veränderungen (Neuroplastizität). Durch die Erfahrung einer
regelmäßigen sensorischen Stimulation durch Musik kann eine verbesserte Integration und
Vernetzung der Sinne erreicht werden. Bei Schädigungen bestimmten neuronalen Strukturen und
die damit verbundenen Defiziten in der neuronalen Verarbeitung können durch diese
kontinuierliche Stimulation alternative Verschaltungsbahnen vermehrt angeregt werden und neue
Neuronenverknüpfungen formiert werden. Dadurch können die Defizite kompensiert werden. Die
Anregung des Gehirns mit Musik bewirkt eine vielschichtige Aktivierung des Nervensystems im
vegetativen, emotionalen und kognitiven Bereich sowie die Ausschüttung von Botenstoffen
(Hormone und Neurotransmitter). Wird die Musik als angenehm empfunden, wird beim Hören
unser „Belohnungssystem“ angesprochen und der Neurotransmitter Dopamin verstärkt
ausgeschüttet. Die interne Belohnung durch Dopamin ist ein fundamentaler
Motivationsmechanismus beim Lernen und Problemlösen und sichert die Speicherung von
Erfahrungen im Langzeitgedächtnis.
Durch regelmäßiges Hörtraining wird eine breite Palette positiver Wirkungen erzielt. Hier eine
Auswahl: das Gehör kann besser filtern, die Aufmerksamkeit und die Konzentration verbessert
sich, die Sprachverarbeitung und Sprechfähigkeit werden gesteigert, Geräuschempfindlichkeit wird
abgebaut, die Hörwahrnehmung trainiert. Das HWT wirkt ausgleichend und anregend. Stress wird
abgebaut.
Kinder mit diagnostizierter ADS erlangen nach einer durchgeführten HWT mehr Wachheit sowie
Konzentration, werden aktiver und können daher gut am Unterricht teilnehmen. ADHS-Kinder
werden ruhiger, lernen andere nicht zu stören und besser beim Thema zu bleiben.
Kinder mit einer LRS- und/oder Legasthenie verbessern erheblich ihre Eigen- und
Fremdwahrnehmung und phonologische Bewusstheit, erreichen dadurch ein besseres
Sprachverständnis und können sprachliche Inhalte besser erfassen und abrufen.
Kinder, bei denen eine AVWS festgestellt wurde, können besser zuhören, Aufgaben und
Anweisungen zu verstehen und besser lernen.
Kinder mit einem Asperger Syndrom oder Autismus bauen ihre Übersensibilität
(Lärmempfindlichkeit, Hyperakusis), lernen zu kommunizieren und erreichen gute Fortschritte in
ihrer Entwicklung.
Bei Erwachsenen erzielt das HWT gute Erfolge bei einer beginnenden Schwerhörigkeit, bei der
Rehabilitation nach Hörsturz, Tinnitus, Aphasie, Burn-Out und Depressionen, Demenz und
Alzheimer, sowie Parkinson.
https://www.audiva.de/onlineshop/Verleihartikel/HWT-Spectrum-6-Wochen-mit-Knochen-Kopfhoerer-leihen.html











