openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert

31.07.201715:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
Ergebnis der Topologieoptimierung (Fraunhofer IPA/Robomotion GmbH)
Ergebnis der Topologieoptimierung (Fraunhofer IPA/Robomotion GmbH)

(openPR) Weniger ist mehr:

---
Vakuumgreifer sind in der Verpackungsindustrie besonders beliebt. Sie lassen sich schnell an einen Roboterarm anschließen und können Produkte mit glatter Oberfläche sicher transportieren. Mini-Salamis, Bonbons oder Schokoriegel legen sie mühelos aufs Band oder in Kartons. Damit der Roboter möglichst viel Gewicht aufnehmen kann, sollte der Greifer so leicht wie möglich sein. Dem Fraunhofer IPA ist es gelungen, einen Greifer der Robomotion GmbH mit Topologieoptimierung zu überarbeiten und 60 Prozent Gewicht einzusparen.



Die meisten Roboter verfügen nur über eine geringe Traglast. Bringt der Greifer schon ein hohes Eigengewicht mit, kann der Roboter weniger beziehungsweise keine schweren Produkte aufnehmen. Ein leichteres Bauteil lässt sich außerdem besser beschleunigen, was sich positiv auf den Energieverbrauch auswirkt. Neben der Gewichtsreduzierung wollten die IPA-Wissenschaftler im Projekt mit Robomotion auch den Konfigurationsaufwand verbessern. »Beim ursprünglichen Greifer musste man viele Schrauben aufdrehen, um ihn zu wechseln. Wir wollten deshalb einen neuen Adapter integrieren, den man mit nur einem Griff ab- und anmontieren kann«, informiert Projektleiter Jochen Burkhardt vom Fraunhofer IPA.

Positiver Nebeneffekt: Weniger Materialkosten
Für die Topologieoptimierung haben die IPA-Experten mit der Finiten-Elemente-Methode (FEM) die Belastungen am Bauteil analysiert. Dabei haben sie schnell erkannt, welche Bereiche nur gering belastet werden und verschmälert werden können. Zwingend benötigte Elemente wie die Luft- und Vakuumkanäle und die Anschlussplatte für die Roboteranflanschung haben sie als Non-Design-Areas markiert und vom Optimierungsprozess ausgeschlossen. Auf diese Weise haben sie herausgefunden, dass bei der Anschlussstelle des Greifers – dem Flansch – und den Strömungskanälen Aussparungen vorgenommen werden können. Nachdem ein optimierter Designvorschlag auskonstruiert war, führten die Wissenschaftler eine zweite FEM-Analyse durch. »Dabei hat sich gezeigt, dass die Spannungen und Verformungen trotz Materialeinsparungen konstant bleiben«, freut sich Burkhardt. Das neue Greifer-Modell wurde mit 3D-Druck realisiert. Als Baustoff diente, wie auch schon beim Original, das leichte und trotzdem stabile Polyamid (P12). »Mit der neuen Konstruktion sparen wir sogar noch Materialkosten«, weiß Burkhardt.

Neuer Flansch für schnellere Konfiguration
Der neue Greifer wiegt nun mit zirka 150 Gramm 60 Prozent weniger als das Vorgängermodell. Mit der Ersparnis war es den Wissenschaftlern möglich, einen etwas schwereren Schnellwechseladapter zu integrieren. »Jetzt muss man nur noch eine Klemmung öffnen, um den Greifer am Roboterarm zu konfigurieren«, informiert Burkhardt. Die Erkenntnisse der Topologieoptimierung kann Robomotion auch für weitere Greifer verwenden. »Im Projekt wurde ein achtfacher Greifer optimiert, die Maßnahmen lassen sich aber auch bei einem vierfachen Greifer des Unternehmens realisieren«, so Burkhardt. Seiner Meinung nach zeige das Projekt mit Robomotion, dass sich mit Topologieoptimierung selbst bei sehr leichten Bauteilen noch etwas herausholen lässt. »Wir haben einen sehr guten Greifer noch besser gemacht«, meint der Experte.

Pressekommunikation
Ramona Hönl | Telefon +49 711 970-1638 | E-Mail

Fachlicher Ansprechpartner
Jochen Burkhardt | Telefon +49 711 970-1550 | E-Mail

Weitere Informationen:
- http://www.ipa.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/Topologieoptimierung_Greifer_Robomotion_.html

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 961386
 112

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Bild: Vollautomatisierter Virusnachweis in der BlutspendeBild: Vollautomatisierter Virusnachweis in der Blutspende
Vollautomatisierter Virusnachweis in der Blutspende
Blutspenden sind ein wichtiger Bestandteil der modernen Hochleistungsmedizin und Medikamentenproduktion. Dies führt zu besonderen Anforderungen an die Qualität der Blutkonserve als lebensrettenden Rohstoff. Forscher am Fraunhofer IPA haben zusammen mit einem Hersteller von Produkten zur Blutanalytik einen Hochdurchsatz-Vollautomaten für die sensitive Virusanalytik entwickelt. --- Blut spenden kann Leben retten – allerdings nur, wenn das Blut keine gefährlichen Krankheitserreger enthält. In den Blutspendezentren werden daher alle Spenden auf …
Bild: Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche LackeBild: Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke
Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke
Mit einem am Fraunhofer IPA entwickelten neuartigen Mess- und Auswerteverfahren kann erstmals für alle Lacke das Verlaufsverhalten aus den Lackeigenschaften vorhergesagt werden. Bei der Entwicklung eines Lackes können mit dem Verfahren durchschnittlich 15 Prozent Ent-wicklungszeit und 150 000 EUR Entwicklungskosten eingespart werden. --- Der Lackfilmverlauf zählt zu den wichtigen Kriterien bei der optischen Bewertung der Beschichtungsqualität. Bei unvollständigem Verlauf weist die Lackschichtoberfläche nach der Trocknung eine mehr oder wenig…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Alles Geniale ist einfach: Lösungen für GreifsystemeBild: Alles Geniale ist einfach: Lösungen für Greifsysteme
Alles Geniale ist einfach: Lösungen für Greifsysteme
Bergisch Gladbach - Greifer für Industrie-Roboter lassen Franz Schwope einfach nicht los. Daher greift der Pionier für Baukastensysteme jetzt auch wieder an. Mit seinem neuen Unternehmen, der AGS Automation Greifsysteme Schwope GmbH, beliefert Schwope seit April 2009 wieder die Industrie mit individuellen Lösungen für Greifer und folgt dabei seiner Philosophie „alles Geniale ist einfach“. Schon 800 Bauteile im System Zwei Geschäftsbereiche stehen im Mittelpunkt der Tätigkeit von AGS – das Baukastensystem und die Konstruktion kompletter Greif…
Bild: RÖHM präsentiert innovative Neuheiten zur AMBBild: RÖHM präsentiert innovative Neuheiten zur AMB
RÖHM präsentiert innovative Neuheiten zur AMB
… liefert innerhalb kurzer Zeit den individuellen Greifer. Darüber hinaus ist der RRMP vollkommen wartungsfrei! In der Praxis überzeugt der RRMP durch sein extrem geringes Gewicht und die geprüfte Dauerfestigkeit. Für unbegrenztes, mehrfaches Drehen ist der RRMP auch in Kombination mit einem 3-fach-Luftverteiler einsetzbar. Das Signal der Endlagenschalter …
Bild: Neuer Kunststoff-Greifer macht Sonder zum StandardBild: Neuer Kunststoff-Greifer macht Sonder zum Standard
Neuer Kunststoff-Greifer macht Sonder zum Standard
… RRMP wird kundenindividuell innerhalb kurzer Zeit produziert – neuartige Fertigungsverfahren machen dies möglich. In der Praxis überzeugt der RRMP durch sein extrem geringes Gewicht und die geprüfte Dauerfestigkeit. So ist der Kunststoff-Greifer bei Röhm im täglichen Einsatz erprobt. Beispielsweise auf der Bohrfuttermontagelinie Extra-RV. Hier kommt …
Bild: Mensch-Roboter-Kollaboration greifbar machenBild: Mensch-Roboter-Kollaboration greifbar machen
Mensch-Roboter-Kollaboration greifbar machen
Derzeit bringt der Bereich Industrieroboter einige Neuerungen aus Forschung und Ent-wicklung hervor. Oft handelt es sich dabei dann um sogenannte Cobots. Das sind Robotermodelle, die für die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) geeignet sind. Diese kollaborierenden Roboter halten immer mehr Einzug in die Industrie. Die kollaborierenden Roboter beziehungsweise Cobots gelten allerorts als die Zukunft der Automatisierung. Neben einer Funktion als Datensammler, die bei Bedarf in Echtzeit alle relevanten Informationen an IT-Systeme zur Verarbeitung …
Bild: Wenn's um die Wurst geht, kommt's auf den richtigen Griff anBild: Wenn's um die Wurst geht, kommt's auf den richtigen Griff an
Wenn's um die Wurst geht, kommt's auf den richtigen Griff an
Die Stuttgarter robomotion GmbH baut erfolgreiche Hochgeschwindigkeitsroboter für die Lebensmittel- und Verpackungsindustrie Die Stuttgarter robomotion GmbH gilt als eine erste Adresse, wenn es um hoch anspruchvolle Verpackungsprozesse geht. Von robomotion entwickelte Hochgeschwindigkeits-Roboter sorgen für höchste Taktraten an den Verpackungsstationen. Im Auftrag des Markengiganten Unilever konstruierte Greifer nehmen Bifi-Salamiwürstchen mit hoher Geschwindigkeit vom Zuführband auf und platzieren pro Minute 150 Würstchen auf der Verpackun…
ERIKS Deutschland mit zwei Innovationspreisen ausgezeichnet
ERIKS Deutschland mit zwei Innovationspreisen ausgezeichnet
… einem formgepressten, kohlenstofffaserverstärkten Polymer-Verbundmaterial. Dieses eignet sich aufgrund seiner besonderen mechanischen Eigenschaften optimal dafür, denn es überzeugt durch Gewichts- und Festigkeitsvorteile. Das System befindet sich gegenwärtig noch in der Entwicklung und Validierung. Das in zwei Leichtbaustufen konzipierte Produktionsbaukastensystem …
Bild: Clever gedreht: de Man liefert flexible Palettieranlage an Molkerei GropperBild: Clever gedreht: de Man liefert flexible Palettieranlage an Molkerei Gropper
Clever gedreht: de Man liefert flexible Palettieranlage an Molkerei Gropper
… Familienunternehmen nahezu alle nationalen sowie auch international tätige Handelsunternehmen. In der Vorzone des firmeneigenen Hochregallagers sollten zwei verschiedene Arten von Trays mit einem Gewicht von jeweils drei Kilogramm sortenrein palettiert werden. Die Trays vom Typ 1 beinhalten dabei jeweils zehn Trinkbehälter eines Kaffeegetränks und sind mit …
Bild: Ein Greifer für alles: de Man liefert Palettieranlage an die HAERING GmbHBild: Ein Greifer für alles: de Man liefert Palettieranlage an die HAERING GmbH
Ein Greifer für alles: de Man liefert Palettieranlage an die HAERING GmbH
Mit nur einem Greifer sowohl Eimer und Kanister unterschiedlicher Größen und Gewichte, als auch Paletten und Zwischenlagen greifen – dieser Herausforderung stellte sich die de Man Automation + Service GmbH & Co. KG bei ihrer Palettieranlage für die HAERING GmbH. Der Automatisierungsspezialist aus Borgholzhausen entwickelte eine Palettieranlage unter …
Bild: Stanley Hämmer mit VibrationsdämpfungBild: Stanley Hämmer mit Vibrationsdämpfung
Stanley Hämmer mit Vibrationsdämpfung
Fünfmal höhere Schockabsorbierung / Ergonomische Griffe und optimale Gewichtsverteilung für hohe Schlagkraft / Rutschfeste Griffe für sicheres Arbeiten bei Nässe und Schmutz Das dürfte Musik in den Ohren all derer sein, die Schreiner-, Schlosser-, Elektriker-, Maurer- und Zimmermannsarbeiten ausführen: Stanley Hämmer mit AntiVibe Vibrationsdämpfung …
Bild: Automat vereinzelt bis zu 2.500 Behälter pro StundeBild: Automat vereinzelt bis zu 2.500 Behälter pro Stunde
Automat vereinzelt bis zu 2.500 Behälter pro Stunde
ührer bei AMI. Die Entstapler werden in Deutschland gefertigt und an die individuellen Anforderungen des Anwenders angepasst. Die qualitativ hochwertigen Handlingsysteme, die das CE-Zertifikat tragen, sind sehr wartungsfreundlich und arbeiten zuverlässig. Die Systemverfügbarkeit liegt bei rund 99,5 Prozent.
Sie lesen gerade: Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert