(openPR) Viel zu lachen gab es bei der Premiere des Stücks „Die pfiffige Urschl“ in Bad Endorf. Autor Franz Schaurer schuf mit dieser Figur einen schrillen Protest gegen gesellschaftliche Regeln und langweiliges Erwachsensein, der stark an Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf erinnert.
Urschl, hervorragend gespielt von Katharina Plank, trägt rote Ringelsocken, völlig unpassende schwere Wanderstiefel und Kleidung, die nur ein Kind in dieser Zusammenstellung auswählen würde. Sie hat auch den Charakter eines Kindes. Schönheitswasser träufelt sie nicht vorsichtig auf die Haut. Sie verbraucht lieber gleich die ganze Flasche, damit es auch wirklich hilft. Die Warnungen des Kellners Karl (Florian Schauer), dass man von Wein betrunken wird, schlägt Urschl in den Wind. Weil sie es zum Gackern komisch findet betrunken zu sein. Zerschlagenes Geschirr? Ist für Urschl kein Unglück, sondern eine Mordsgaudi! Kurz gesagt: Urschl macht sich die Welt, wie es ihr gefällt.
Die schnöde Welt des Erwachsenseins verkörpert Andrea Krug als Wirtin zum Roten Ochsen. Sie führt ein strenges Regiment, alles und jeder hat sich ihren Regeln unterzuordnen. Der Zuschauer wartet förmlich auf den Moment wenn die Wirtin zum ersten Mal auf die pfiffige Urschl trifft.
In weiteren Rollen glänzen Peter Bichler aus Hausl und Gerhard Feichtner als hinterlistiger Dorfbader. Vom Publikum gelobt wurden auch Magdalena Plank als Marile, Sophia Schröder als Laura und Michael Schauer als der Bergmoser.
Die pfiffige Urschl ist ein kurzweiliges Stück mit zahlreichen überraschenden Wendungen, die hauptsächlich auf das Konto der Titelgeberin gehen.
Das Stück wird bis 18. August, immer Freitags um 20 Uhr aufgeführt. Karten erhalten Sie über die Webseite des Theatervereins, www.theater-endorf.de oder an der Theaterkasse, Tel.: 08053-3743.












