(openPR) OSMO
/ eine installative Performance für Streichquartett, Raum und Bewegung
22. September 2017 – 18 Uhr PREMIERE
23. September 2017 – 12 Uhr / 18 Uhr
Dauer ca. 4 Stunden – durchgehender Einlass
Nichts fürchtet der Mensch mehr als die Berührung durch Unbekanntes. (Elias Canetti)
Ein Streichquartett Beethovens trifft auf eine Installation trifft auf Publikum. Die Performance OSMO bewegt sich dabei genau auf der Schnittstelle von Choreographie, Installation und Musik, die klassische Trennung zwischen den Disziplinen, zwischen Zuschauern und Performern verschwimmt.
Die Komposition Beethovens wird dem klassischen Kulturgenuss enthoben und an ein interdisziplinäres Format angeschlossen. Auf diese Weise wird ein neues Potential, ein Spannungsfeld von Be- und Entgrenzung, entfaltet, das den späten Arbeiten Beethovens bereits immanent ist. Eine eigens für den Raum geschaffene Installation lässt für die Zuschauer nicht nur das Hörerlebnis immer wieder neu definieren, sondern verstrickt sie auch als performativ Handelnde.
Die Bewegungen des Publikums durch den Raum werden seismographiert und in Sounds umgewandelt. Immer wieder fordern diese Sounds das intime Zusammenspiel des Streichquartetts innerhalb der Installation heraus, und möglicherweise beeinflussen sie auch die Bewegungen der Besucher. Die Zuschauer iniitieren somit einen osmotischen Prozess und sind zugleich Teil des Ganzen.
Lassen sich eigenes und fremdes Handeln angesichts digitaler, also äußerer Einflussnahme, noch unterscheiden? Und sind durch die Wechselwirkung von Beeinflussen und Beeinflusst-Werden Rückschlüsse auf gesellschaftliche Prozesse möglich?
Konzept / Regie Sebastian Blasius Mit Sonar-Quartett Raum Ralf Ziervogel Sound Björn SC Deigner Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Europa und Kultur
Zum Team
Sebastian Blasius studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Arbeit als Regisseur, Choreograph und Theaterwissenschaftler. Leitmotivisch befasst er sich mit Themen wie Identität, kulturellem Erbe, dem Verhältnis zwischen Zuschauern und Ausführenden und dem Handlungscharakter von Kunst. Seine genreübergreifenden Projekte realisiert er in der freien Performanceszene und im Galerie- und Museumskontext, u.a. am Mousonturm Frankfurt/Main, monty Antwerpen (BE), Kunstmuseum Bonn, Muffathalle München, Schwankhalle Bremen, Theater im Ballsaal Bonn oder Ballhaus Ost Berlin. www.sebastianblasius.com
Sonar Quartett sind Susanne Zapf und Wojciech Garbowski (Violine), Nikolaus Schlierf (Viola) und Cosima Gerhardt (Violoncello). Sie haben einen festen Platz in der Szene der Neuen Musik und sind bekannt für ihre Experimentierfreude und ihre Grenzgänge zwischen Musik und Performance. Das Quartett agiert national (Festivals Ultraschall, MaerzMusik, Forum Neuer Musik des Deutschlandfunk, dem Siemens Arts Program u.a.) wie international (z.B. Gaudeamus Utrecht, Présences Paris, Pan Music Festival Seoul). www.sonarquartett.de
Ralf Ziervogel studierte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg sowie der Universität der Künste Berlin in der Klasse von Prof. Lothar Baumgarten. Er wurde bekannt für seine Zeichnungen, entworfen aus abstrakt expandierenden Formen und Menschenkörpern und sein auf dem Berliner Tempelhofer Flugfeld geplantes Außenprojekt ECCE. 2014 erhält er das Stipendium der Deutschen Akademie Rom, Villa Massimo/Casa Baldi und den Horst-Janssen-Graphikpreis in Oldenburg. ralfziervogel.com
Björn SC Deigner studierte am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Er ist Musiker der Band LUXX und komponiert Hörspiele für den swr, hr und den Deutschlandfunk sowie für das Theater; zuletzt am schauspielfrankfurt, am Deutschen Theater, Berlin, dem Schauspiel Stuttgart und dem Schauspiel Köln. bjoernscdeigner.de
Karten 13,- / erm. 8,- Euro
Abendkasse
www.uferstudios.com
Uferstudios Studio 14
Uferstudio 8 | 13357 Berlin
uferstudios.com











