(openPR) Winsen (Luhe), den 06.07.2017: Ein bisher eher durchwachsener Sommer, zumindest im Norden Deutschlands, weckt vielleicht bei dem ein oder anderen doch noch spontan die Lust auf Sonne und Strand im Süden. Bevor man ins Auto steigt, kann ein genereller "Urlaubscheck" nicht schaden. Worauf sollte man achten?
Beginnen kann man mit den Reifen. Ist die Profiltiefe ausreichend? Je weniger Profil, desto schlechter die Brems- und Haftungseigenschaften. Eine weite Autofahrt unter Umständen auch bei hohen Temperaturen setzt den Reifen weiter zu, mit Gummiverschleiß ist zu rechnen. So sollte das Profil noch mindestens 3 Millimeter betragen (gesetzlich vorgeschrieben 1,6 mm). Hat man kein vernünftiges Messwerkzeug zur Hand, kann man den 1-Euro-Münzen-Test machen: Die Münze hat einen Messingrand; wenn dieser in den Rillen verschwindet, ist die Profiltiefe in jedem Fall ausreichend. Dann sollte man den Reifendruck erhöhen; wer verreist, führt normalerweise viel und mitunter schweres Gepäck mit sich. Der vom Hersteller empfohlene Reifendruck bei Beladung kann meist einem Aufkleber entweder an der Fahrertür oder der Innenseite der Tankklappe entnommen werden. Findet man dort nichts, schaut man bitte in die Betriebsanleitung.
Kühl, Brems- und Scheibenwischanlagenflüssigkeit wollen kontrolliert werden. Kühlwasser sollte bis zum Höchststand vorhanden sein. Aufgrund vieler kleiner Insekten und entsprechender Verunreinigung der Windschutzscheibe sollte die Wischanlagenflüssigkeit mit entsprechendem Zusatz versehen sein, damit man allzeit freien Durchblick behält. Auch den Ölstand sollte man vor Reiseantritt kontrollieren und dieses ggf. nachfüllen.
Die Bremsen, d.h. Bremsklötze, Bremsscheibe sowie auch die Funktionalität der Handbremse, sollten überprüft werden. Auf der Bremsscheibe z.B. dürfen keine umlaufenden Rillen und Riefen erkennbar sein. Wenn tiefe Rillen erkennbar sind, sind die Bremsscheiben abgefahren!
Sind ausreichend, d.h. für jede mitfahrende Person, Warnwesten an Bord? Wie steht es mit dem Haltbarkeitsdatum des Verbandskastens? Warndreieck dabei? Auch diese vermeintlichen Kleinigkeiten wollen beachtet sein. Außerdem sollte man sich informieren, ob es für das Urlaubsziel -sofern im Ausland und auf dem Weg dorthin liegende Länder- Bestimmungen über mitzuführende Gegenstände gibt. So sollte man z.B. bei einer Reise nach Polen einen Feuerlöscher im Wagen mitführen.
Beim Blick in die Zulassungsbescheinigung erfährt man, mit wie viel Kilos das Auto beladen werden darf. Achtung: Das Gewicht der mitfahrenden Personen gehört genau so dazu wie evtl. auf entsprechenden Vorrichtungen mitgeführte Fahrräder oder zusätzliches Gepäck in der Dachbox. Vernünftiges Verstauen des Gepäcks gehört natürlich genauso dazu. Schwere Gepäckstücke sollte man möglichst tief und nah an der Rücksitzlehne unterbringen. Das hilft, den Fahrzeugschwerpunkt nach unten zu verlagern. Ist der Kofferraum nicht mit einer Abdeckklappe gesichert, sollte man mindestens ein stabiles Netz anbringen. Umherfliegende Gepäckstücke können im hoffentlich nicht eintretenden Fall eines Unfalls zur Todesfalle werden. Auch Spanngurte können hier Abhilfe schaffen.
Vollgetankt? Reiseunterlagen eingepackt? Gute Laune an Bord? Spiele, Musik oder genug Bücher für die Kinder dabei? Dann kann es losgehen. Gute Fahrt!








