(openPR) Privacy Shield, Überwachung, heimliche Datensammler: Immer häufiger wird auf personenbezogene Daten zugegriffen. Daraus entstehen komplexe Problemstellungen, die kompetente, sachliche und nachvollziehbare Erklärungen brauchen. In Kooperation mit der Deutsche Fachpresse verleiht die Stiftung Datenschutz einen mit 5.000 Euro dotierten Preis für Datenschutz-Journalismus. Der Preisträger dieses ersten Preises für ausgewogene Berichterstattung im Datenschutz wird auf der Frankfurter Buchmesse verkündet. Einsendungen werden ab sofort durch die Stiftung Datenschutz entgegengenommen.
„Wir erleben an vielen Stellen, dass die Menschen nicht genügend über den Schutz und die Verwendung ihrer personenbezogenen Daten wissen. Die guten Ansätze von Journalisten, diesen Umstand zu verbessern, wollen wir mit unserem Preis fördern“, sagt Frederick Richter, Vorstand der Stiftung Datenschutz.
Gesucht werden Beiträge mit ausgewogener Berichterstattung zum Datenschutz, die online oder offline, in Zeitungen, Zeitschriften oder auf anderen Kanälen erschienen sind. Alle Beitragsformen kommen in Frage (Bericht, Essay, Reportage, Kolumne u.ä.). Die einzureichenden Texte können multimedial illustriert sein, sie dürfen aber keine rein audiovisuellen Werke oder bloße Transkripte sein. Die Beiträge müssen zwischen dem 01. Januar 2016 und dem 31. Mai 2017 erstmals erschienen sein.
“Wir engagieren uns für diesen Preis, weil der Umgang mit Daten sowohl im Privat- als auch im Geschäftsumfeld ein äußerst sensibles Thema ist. Die Diskussion hierzu ist bisweilen stark ideologisch aufgeladen. Unser Ziel ist es, eine Objektivierung der Debatte durch exzellenten Journalismus zu unterstützen“, sagt Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse.
Die journalistischen Beiträge zu Datenumgang und Datenschutz können sowohl seitens der Autoren als auch von Dritten eingereicht werden. Am Preiswettbewerb teilnehmen können Journalistinnen und Journalisten aller Mediengattungen (Print/Online/TV/Hörfunk), die in Deutschland publizieren und für deutsche Medien arbeiten. Auch journalistisch tätigen Bloggern steht die Teilnahme offen.
Die Jury besteht aus Journalisten, Datenschutzexperten und Wirtschaftsvertretern, unter anderen die freie Journalistin Mirjam Stegherr, Dr. Uwe Vorkötter (Horizont) und Christian Meier von WELT N24, der Heise Medien-Geschäftsführer Dr. Alfons Schräder, Martin Schallbruch vom Digital Society Institute der ESMT (European School of Management and Technology, Berlin) und Prof. Dr. Rolf Schwartmann, GDD – Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit. Die wissenschaftliche Perspektive vertreten dazu die Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Kühling (Universität Regensburg) und Prof. Dr. Peter Bräutigam (Universität Passau).
Der preiswürdige Beitrag wird dabei im Rahmen einer Veranstaltung auf der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben.







