(openPR) CLEVELAND, USA – Eaton, das Unternehmen für Energiemanagement, meldet als erster System-Lieferant in der Automobilbranche ein serienreifes System zur variablen Ventilbetätigung (VVA = Variable Valve Actuation), das über eine elektromechanische Verstellung verfügt! Gegenüber hydraulischen Systemen zur Ventilverstellung bietet es eine Reihe von Vorteilen, wie eine größere Treibstoffersparnis und einen besseren Wirkungsgrad. Damit eignet sich das neue System hervorragend zur Erfüllung der Abgasstandards nach Euro 6d. Das Eaton-VVA-System wird derzeit von mehreren Herstellern für zukünftige Motorengenerationen getestet.
Das elektromechanische Verstellsystem kann bei allen VVA-Systemen (VVA = Variable Valve Actuation) mit schaltbaren Rollenschlepphebeln (SRFF) eingesetzt werden. Es ermöglicht Funktionen wie die Zylinderabschaltung, den Miller Cycle, die interne Abgasrückführung (iEGR) sowie die frühe Öffnung des Auslassventils. Das Eaton VVA-System hat bereits umfassende Prüfstands- und Motortests an einem Dieselmotor mit iEGR-Funktion durchlaufen. Der direkte Vorteil, der durch die Nutzung dieses neuen, elektromechanischen Betätigungssystems anstelle eines herkömmlichen hydraulischen Systems entsteht, ist die gleichbleibend schnelle Reaktionszeit unabhängig von Motortemperatur oder -drehzahl.
Immer mehr Hersteller greifen zur variablen Ventilverstellung, um die Ziele hinsichtlich geringerer Verbräuche und Emissionen zu erreichen, ohne dabei die Leistungsfähigkeit des Motors zu beeinträchtigen. Aktuelle VVA-Systeme die über umschaltbare Rollenschlepphebel (SRFFs) mit elektrohydraulischer Verstellung arbeiten, weisen hierbei einige Bauart-bedingte Einschränkungen auf.
Die Verwendung von Hydraulik-Öl, das bei Temperatur- und Druckschwankungen anfällig reagiert, wirkt sich auf Geschwindigkeit, Genauigkeit und Reproduzierbarkeit der VVA-Verstellung während des Fahrzyklus aus. Außerdem erfordern Hydrauliksysteme einen höheren Öldurchfluss und erhöhen dadurch die parasitären Energieverluste.
Unterschiedliche, vordefinierte Gruppen von Kipphebeln können über das Eaton-VVA-System elektrisch gesteuert werden, um jeweils die Einlass- oder Auslassventile zu betätigen. Dies erlaubt vielfältige Kombinationen von Profilen zur Ventilhub-Variation, die es den Motorentwicklern ermöglichen, die Emissionen zu reduzieren ohne das Ansprechverhalten zu beeinträchtigen. Das Umschalten auf ein anderes VVA-Profil über die Kontrolleinheit (ECU) kann bei unter -7 °C in weniger als 35 Millisekunden ausgeführt werden.
Neben der schnelleren Betätigung bietet das neue elektromechanische System von Eaton einen weitaus höheren Grad an Präzision und Reproduzierbarkeit. Es ist zudem bei ausgeschaltetem Motor noch vor dem Motorstart verfügbar.
Dank höherer Zuverlässigkeit im Hinblick auf Geschwindigkeit, Reproduzierbarkeit und Präzision des Systems, können Ingenieure den strategischen Einsatz des Verbrennungsmotors nunmehr präziser planen! Ein äußerst wichtiger Aspekt für Fahrzeughersteller, die den Wirkungsgrad über den gesamten Fahrzyklus steigern müssen, um die strengen Abgasnormen einzuhalten. Das Eaton-VVA-System bietet den einmaligen Vorteil, Emissionen auch bei kalten Temperaturen zu reduzieren, bei denen eine Abgasnachbehandlung noch nicht arbeitet.
Angesichts der serienreifen Auslegung des elektromechanischen Betätigungssystems hat Eaton bereits an der Entwicklung des elektro-mechanischen Verstellsystems der nächsten Generation begonnen. Damit wird der Kunde die vollständige Kontrolle über jeden einzelnen Schaltvorgang der Schlepphebel (SRFF) erhalten und zugleich vom deutlich geringeren Platzbedarf gegenüber den Hydrauliksystemen profitieren.
„Eaton ist seit vielen Jahren führend bei der Entwicklung von Komponenten zur Ventilsteuerung. Und dies ist der nächste große Schritt nach vorne“, so Carlo Ghirardo, Präsident der Eaton Vehicle Group (EMEA). „Das System unterstützt unsere Kunden aus der Automobilbranche bei der Erfüllung zukünftiger Kunden- und Gesetzesanforderungen für eine höhere Effizienz und niedrigere Emissionen. Wir freuen uns darauf, die Technologie für eine neue Generation Fahrzeuge zu liefern.“











