(openPR) Was ist eigentlich XAMPP?
Das Aufsetzen eines Apache-Servers ist nicht gerade leicht und schwieriger wird es, wenn weitere Pakete wie MySQL, PHP oder Perl benötigt werden.
Dieses Problem löst XAMPP! Mit XAMPP haben Sie die Möglichkeit, auf ganz einfache Weise Techniken wie Apache, MySQL, PHP und Perl auf Ihren Rechner nach Hause oder ins Büro zu holen, und das ohne ein spezielles Vorwissen und ohne großen Aufwand. Darin besteht der ganze Sinn und Zweck von XAMPP.
In dem "Das XAMPP Handbuch - Der offizielle Leitfaden zu Einsatz und Programmierung " stellen Ihnen die XAMPP-Entwickler und -Gründer Kai ‚Oswald’ Seidler und Kay Vogelgesang das Werkzeug XAMPP in all seinen Facetten vor und zeigen Ihnen, was Sie alles mit XAMPP machen und wie Sie es effektiv einsetzen können.
Dieses Buch richtet sich an alle, die XAMPP professionell nutzen wollen. Darüber hinaus spricht es auch die Anwender an, die XAMPP erweitern und an ihre eigenen Anforderungen anpassen möchten.
Das Autorenduo beschreibt alle Aspekte der fortgeschrittenen XAMPP-Nutzung - von der Zusammenarbeit mit verschiedenen Datenbanken über die Verwendung der XAMPP-eigenen FTP- und E-Mail-Dienste bis hin zu Performance-Tuning und Sicherheitsfragen.
Erfahrene XAMPP-Anwender erfahren zudem, wie sie die einzelnen Komponenten erweitern und wie sie die bekanntesten PHP-Applikationen unter XAMPP nutzen. Die beiden Autoren orientieren sich eng an den Fragen und Problemen der Anwender in den XAMPP-Foren.
Nach der Lektüre dieses Buches sind Sie in der Lage ein eigenes XAMPP-Paket zu schnüren und eigene Zusatzpakete für XAMPP zusammenstellen zu können.
CD: XAMPP 1.5.3 für Windows und Linux (sowie für Mac OS X und Solaris), Weaverslave, Dreamweaver 8-Trial, die Datenbanken Firebird und PostgreSQL, der Nameserver BIND, Nullsoft-Installer, Typo3, phpBB, Joomla!, Gallery und eine Auswahl von GnuWin32-Tools.
Das XAMPP-Handbuch
Der offizielle Leitfaden zu Einsatz und Programmierung
Kai Seidler / Kay Vogelgesang
ISBN-10: 3-8273-2281-2, 528 Seiten, 1 CD, € 39,95 [D] http://www.awl.de/3827322812.html
Gespräch mit XAMPP-Gründer und -Entwickler Kai "Oswald" Seidler:
Addison-Wesley: Herr Seidler, wie, wann, warum und mit wem haben Sie das Projekt XAMPP ins Leben gerufen?
Kai Seidler: Das war im Frühjahr 2002. Zusammen mit Kay Vogelgesang sind wir auf die Idee zu XAMPP gekommen. Die Installation von Apache, MySQL, PHP und Perl ist letztendlich so kompliziert, das man damit Stunden oder Tage verbringen kann. Ohne dabei eine Erfolgsgarantie zu haben. Aus technischer Sicht gibt es keinen Grund für diese Kompliziertheit und wir wollten ausprobieren, ob es nicht auch einfacher geht.
*** Das war die Geburtsstunde von XAMPP! ****
Es hat dann nur ein paar Wochen gedauert und dann hatten wir die erste XAMPP-Version für Linux und Windows fertig. Am 22. Mai 2002 gingen wir mit www.apachefriends.org online.
Addison-Wesley: Welche Philosophie steht hinter XAMPP?
Kai Seidler: XAMPP ist grundsätzlich für Entwickler bestimmt. Das heißt die Komponenten von XAMPP sind so konfiguriert, wie es für den Entwickler von Software am idealsten ist: alles ist offen, alle Features sind aktiviert und Einschränkungen gibt es nicht. Für den Entwickler ist dies ideal, er braucht sich um nichts zu kümmern und kann sich ganz auf seinen Job konzentrieren. Doch diese Offenheit hat auch einen Nachteil: XAMPP ist dadurch nicht als eine sichere Software einzustufen. Zwar gibt es in XAMPP die Möglichkeit eine XAMPP-Installation abzusichern, aber trotzdem empfehlen wir XAMPP nur für den Einsatz in der Entwicklung auf einem nicht mit dem Internet verbundenen Rechner.
Natürlich kann man XAMPP auch im Produktionsbetrieb von Websites im Internet einsetzen. Apache ist Apache, ob er nun von XAMPP oder von der Linux-Distribution kommt. Nur wenn man dies macht, dann sollte man vorher seinen XAMPP absichern.
Addison-Wesley: Herr Seidler - wie sehen Ihre Ziele, Wünsche und Utopien aus?
Kai Seidler: Das wichtigste ist erst Mal dafür zu sorgen, dass XAMPP weiter besteht. Wir alle, die an XAMPP arbeiten, machen es auf freiwilliger und unentgeltlicher Basis neben unseren eigentlichen Jobs mit denen wir unseren Lebensunterhalt verdienen. Je mehr Stress man im Job hat, desto schwieriger wird es, sich um XAMPP zu kümmern. Ich hoffe sehr, dass dies nicht irgendwann zum Ende von XAMPP führt. Die wichtigsten ‚Todos’ auf meiner privaten XAMPP-Todo-Liste sind die Mac OS X und die Solaris-Version von XAMPP. Im Moment sind dieses beiden XAMPP-Versionen noch nicht vollständig und benötigen noch ein paar Wochen Aufmerksamkeit. Leider hat uns Apple mit seiner Umstellung vom PowerPC- zum Intel-Prozessor zusätzlich noch ein Bein gestellt: Bisher haben wir für die Entwicklung von XAMPP nur einen PowerPC-Mac und das PowerPC-XAMPP funktioniert nicht 100% auf einem Intel-Mac.
Utopien: Das XAMPP ein Beispiel für andere Open Source-Projekte oder Linux-Distributionen wird. Wenn ich mir Open Source-Software anschaue, dann ist sie oft so schwer zu installieren, dass man bereut auf der Welt zu sein.
In der Regel verbringe ich 10 bis 20 Stunden in der Woche mit XAMPP - wobei der größte Part davon tatsächlich auf das Beantworten von Mails fallen dürfte. Steht eine neue XAMPP-Version vor der Tür dann ist es vielleicht auch noch ein bisschen mehr.
Addison-Wesley: Wie international ist XAMPP?
Kai Seidler: XAMPP wird immer internationaler. Noch 2004 kamen 60% der Zugriffe auf unsere Website aus Deutschland. Bereits 2005 waren es nur noch 48% und im letzten Monate (Juni 2006) kamen nur noch 32% der Zugriffe aus Deutschland.
Addison-Wesley: Herr Seidler, wann war Ihr ‚Erstkontakt’ mit der Welt der Computer?
Kai Seidler: Meinen ersten Computer bekam ich mit 14 von meinen Eltern geschenkt – einen Commodore 64. Dadurch entstand eine große Begeisterung für Computer, gepaart mit einem extrem kleinen Interesse an anderen Menschen. Das Interesse an anderen Menschen ist dann aber – zum Glück - irgendwann auch wieder erwacht. Dass ich die Informatik dann zu meinem Beruf gemacht habe, hat einen ganz einfachen Grund: Ich kann sonst nichts anderes :-)
Addison-Wesley: Und wie kamen Sie zu dem „Pseudonym“ Oswald?
Kai Seidler: Das ist eigentlich eine recht unspektakuläre Geschichte. Als ich meinen ersten personalisierten Account an der Uni erhielt - vorher gab's immer nur anonyme, durchnummerierte Benutzerkennungen wie "alg185" -, versuchte ich es zunächst als "kai". Leider gab es aber schon einen "kai" und ich musste mir eine Alternative aussuchen. Ich hab keine Ahnung welcher Assoziationsteufel mich da geritten hat und wieso ich genau auf "oswald" gekommen bin, aber ich wollte einen Namen nehmen der nicht zu albern ist und mit dem ich auch in Zukunft möglichst wenig Konflikte bekomme: Oswalds gibt es nicht so viele wie Kais. Unter "Oswald" hab ich mich dann auch viele Jahre als IRCAdmin im IRCnet rumgetrieben und so wurde dieser Phantasiename zu einem richtigen Spitznamen.
Addison-Wesley: Herr Seidler, herzlichen Dank für das Interview.
Pia Kleine Wieskamp
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