(openPR) Zwei »Herzensfeinde« in der Liederhalle
Unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann widmen sich die Gaechinger Cantorey und die Deutsche Radio Philharmonie am Samstag, 4.2. und Sonntag, 5.2.2017 um 19.00 Uhr in der Stuttgarter Liederhalle zwei »Herzensfeinden« der romantischen Musik: Johannes Brahms und Anton Bruckner. Zu hören sind Brahms’ Akademische Festouvertüre c-Moll op. 80, die Alt-Rhapsodie op. 53 sowie die Schiller-Vertonung »Nänie« op. 82. Von Bruckner erklingt mit dem »Te Deum« WAB 45 eines der bedeutendsten Chorwerke der Romantik. Als Solisten singen an beiden Abenden Jo-hanna Winkel (Sopran), Anke Vondung (Alt), Corby Welch (Tenor) und Wilhelm Schwinghammer (Bass).
Brahms und Bruckner gelten nicht nur als wichtige Vertreter der romantischen Epoche, sie teilen auch eine ausgeprägte gegenseitige Geringschätzung, über die zahlreiche Anekdoten kursieren. Brahms beschrieb Bruckner als »armer, verrückter Mensch, den die Pfaffen von St. Florian auf dem Gewissen haben«, während der katholische Bruckner konstatierte: »Brahms ist für kalte Naturen und Protestanten.« Sein »Te Deum«, das 1886 als vollkommen neuartiges Chorwerk erkannt und gefeiert wurde, hat Bruckner selbst als »Stolz meines Lebens« bezeichnet. Und Brahms’ »Nänie«, im selben Jahr wie das »Te Deum« entstanden, verströmt eine Emotionalität und eine Klangpracht, die niemanden kalt lässt.
Bereits am Donnerstag, 2.2.2017 unterhält sich Chefdramaturg Dr. Henning Bey im traditionellen »Musikalischen Salon« um 19.00 Uhr mit dem Zürcher Musikwissenschaftler Prof. Dr. Hans-Joachim Hinrichsen in dem Räumen der Internationalen Bachakademie über die Hintergründe der Rivalität der beiden romantischen »Antipoden« Brahms und Bruckner. Eintritt 8 € inklusive Getränke.
Weitere Informationen unter www.bachakademie.de.









