(openPR) Beim 51. ISU Kongress in Budapest entscheiden die Delegierten über die Dezimierung der Läuferanzahl beim Synchroneiskunstlaufen. Somit werden in der aktuellen Saison statt 20 nun 16 Sportler die Eisfläche als Team betreten.
Die Entscheidung verbirgt Vor- und Nachteile. Für den deutschen Synchronsport könnte das Aufschwung an neuen Formationen und dadurch größere Wettkämpfe und Konkurrenz bedeuten. Es wird etwas leichter sein 16 gute Läufer zu finden, als ein Team mit 20 Mitgliedern aufzustellen. Dies ist sicherlich ein Hauptargument der ISU. International mussten in der Vergangenheit einige Nationen wegen Nachwuchsmangel die Teilnahme an Weltmeisterschaften absagen. Mit der 16-läufer-Regel soll sich das grundlegend ändern.
Zu kurzsichtig gedacht, meinen Kritiker dieser Regel. Die Läufer der einzelnen Mannschaften werden dadurch finanziell stärker belastet. Die Kosten für Trainer, Wettkampfreisen u.v.m. bleiben weiterhin bestehen, nur müssen diese Aufwendungen nun durch weniger Team-Mitglieder getragen werden. Das könne zu wirtschaftlichen Problemen führen.
Offen ist allerdings die Männerfrage. Zu klären ist, ob und wie viel männliche Läufer in den Teams vertreten sein dürfen. Spekuliert wurde eine Begrenzung auf zwei männliche Läufer pro Synchron-Team. Neuesten Gerüchten zufolge, wird es keine Begrenzung in den Mannschaften geben. Hier werden wir mit Sicherheit noch interessante Meldungen vom ISU Kongress hören.
Die neuen Regeln und Veränderungen sollen gleichzeitig Vorbereitungen zur Aufnahme in die olympische Familie sein. Nach nationalen Meisterschaften, internationalen Wettkämpfen und offiziellen Weltmeisterschaften, wäre dies nun der nächste logische und lang ersehnte Schritt.
Team Berlin 1
Robert Schünemann
Pressesprecher
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