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Zu wenig Vitamin D erhöht das Risiko für Blasenkrebs

Zu wenig Vitamin D erhöht das Risiko für Blasenkrebs (Foto: sdecoret)
Zu wenig Vitamin D erhöht das Risiko für Blasenkrebs (Foto: sdecoret)

(openPR) Die Auswertung mehrerer Studien zur Beziehung von Vitamin D und Blasenkrebs zeigt, dass bei einer unzureichenden Versorgung das Risiko für diese Krebskrankheit ansteigt.

Vitamin D wird zum größten Teil vom Körper durch die Einwirkung von Sonnenlicht gebildet. In Ländern mit niedrigeren Sonnenschein-Werten, kann es vor allem in den sonnenärmeren Jahreszeiten schwierig sein, genügend Vitamin D aufzunehmen. Die Zufuhr aus der Nahrung, vor allem aus fettreichen Fischen, Milchprodukten und Eigelb, ist relativ gering (ca. 10 bis 20%). In vielen nördlicheren Ländern werden daher immer wieder Defizite bei Vitamin D festgestellt. In Großbritannien geht man davon aus, dass einer von fünf Erwachsenen mangelhaft mit Vitamin D versorgt ist, und drei von fünf Erwachsenen niedrige D-Werte haben.



So sind z.B. Menschen in höherem Alter und mit einer dunkleren Hautfarbe häufig schlechter mit Vitamin D versorgt. Es hilft dem Körper u.a., die Kalzium und Phosphat-Werte zu kontrollieren und ist vor allem für die Knochen und Muskeln, aber auch für das Immunsystem sehr wichtig. Defizite an Vitamin D sind mit einer Reihe von gesundheitlichen Problemen verbunden, dazu gehören u.a. Knochen- und Herz-Kreislauf-Krankheiten, kognitive Störungen und Krebskrankheiten.

Seit einiger Zeit gibt es Hinweise, dass Vitamin D mit dem Risiko für Blasenkrebs verbunden ist. In einer Studie untersuchten daher Forscher der englischen University of Warwick diese Beziehungen. Sie präsentierten ihre Ergebnisse im November auf der Jahreskonferenz der Society for Endocrinology in Brighton. In den relevanten Datenbanken hatten sie nach Studien über die Verbindung von Vitamin D und Blasenkrebs gesucht. Sieben Arbeiten konnten schließlich in ihre Auswertung einbezogen werden. Pro Studie hatten daran von 112 bis zu 1.125 Personen teilgenommen. In fünf der Studien zeigte sich, dass zu geringe Vitamin D-Werte mit einem erhöhten Risiko für Blasenkrebs verbunden sind.

In einer weiteren experimentellen Untersuchung beobachteten die Forscher Zellen des so genannten Urothels, d.h. in den Zellen, die die Harnblase auskleiden. Sie konnten nachweisen, dass sie in der Lage sind, Vitamin D zu aktivieren bzw. darauf zu reagieren. Vitamin D kann in den Urothel-Zellen eine Immunreaktion anregen. Wie Dr. Rosemary Bland, die Leiterin der Studie, hervorhebt, ist dies wichtig, weil das Immunsystem eine Rolle bei der Krebsprävention spielen kann.

Es kann abnormale Zellen erkennen, bevor sie sich zu Krebs entwickeln. Die Forscher wollen nun weiter über die Beziehungen von Vitamin D zu Blasenkrebs forschen. Ihre Analyse bestärkt die Annahme, dass zu geringe Vitamin D-Werte im Blut die Blasenzellen hemmen, auf abnormale Zellen angemessen zu reagieren. Da die Ergänzung von Vitamin D preiswert und sicher ist, halten die Forscher seinen möglichen Nutzen bei der Krebsprävention für sehr vielversprechend.

Quelle
University of Warwick, Low vitamin D levels linked to increased risk of bladder cancer, Pressemitteilung vom 8.11.2016.

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