(openPR) Der Augsburger MEV-Verlag versorgt Firmen und Werbeprofis mit lizenzfreien Fotos auf CD und nun auch aus dem Internet
Es war genau der richtige Zeitpunkt, 1993. Es war nicht „Getty Images“, es war der MEV Verlag, der als erster Anbieter lizenzfreier Bilder in Deutschland auftrat. Genau genommen waren es Roman Gruber, der von einem kleinen Büro in Augsburg aus das Abo-System startete und seine Frau Waltraud Baeuerle, die als Fotografin auswählte und selbst Bildmaterial beisteuerte. Die Päckchen brachte Gruber anfangs selbst zur Post. Inhalt: CDs mit lizenzfrei zu verwendenden Profi-Fotos. Für wenig Geld, nicht einzeln, sondern im Abo zu haben.
Heute beschäftigt der MEV-Verlag 25 Mitarbeiter am Standort Augsburg. 174 Fotografen, 90 Prozent davon aus Deutschland, setzen stetig Aufträge um. Einzelne Fotos gibt es inzwischen auch zu haben, natürlich auch, möchte man sagen, direkt über Internet zu beziehen. Dabei ist und bleibt die CD das Schlüsselmedium. 13.000 druckfertig aufbereitete Bilder versammeln die inzwischen sechs Abo-Kollektionen. Alleine das Leitprodukt, das „Aktuelle Foto-Archiv“, steht heute bei „Volume 71“, auf jeder CD werden genau 52 Bilder in höchster Auflösung geliefert. Und alle zwei Monate gibt es eine neue CD.
Zur Kundschaft des Verlages, der wenig Aufhebens um sich macht, zählt das Who-is-who der deutschen Wirtschaft ebenso wie die Werbeagenturen der großen und mittleren Unternehmen bis hin zu den „Einzelkämpfern“, den freien Graphikern und Marketingexperten.
Der Schlüssel zum Erfolg ist die Allgemeinverständlichkeit der Motive. Glückliche Leute am weißen Sandstrand, die Palme im richtigen Neigungswinkel über dem türkisfarbenen Meer – ein solches Bild kann frei mit Emotionen aufgeladen werden, ist für das „Gewinnspiel mit Superpreis“ bis zum „Startschuss in die Reisesaison“ kreativ einsetzbar.
Dabei geht die bewusst spezifisch deutsche/europäische Bildsprache der MEV-Bilder längst über klassische Sujets wie Familie, Sehenswürdigkeiten und Business hinaus, der Fundus gibt für jeden Illustrationszweck etwas her. Die MEV-CDs sind aktuell für über 10.000 Abonnenten stetig sprudelnde Quelle für den Bilderberg in Zeitschriften, Prospekten und auf Plakaten.
Der Umsatz des MEV-Verlags liegt seit einiger Zeit stabil bei um die fünf Millionen Euro jährlich. Stetig steigt der Internet-Anteil. Dies war auch Motivation für Unternehmer Gruber, die Internetseite zum professionellen Verkaufsinstrument zu machen. Kunden arbeiten online direkt in Verbindung mit der Verlagssoftware im Haus, können suchen, zusammenstellen und einfach per Download kaufen. Darüber hinaus findet unter www.mev.de ein reger Austausch zu den Themen der neuen MEV-Produkte statt. Praxishandbücher über das Vorbereiten von Bildern zum Druck finden starken Anklang, eine Praxisbox für MS Office soll ab sofort auch den großen Markt der Textverarbeiter erschließen.
Der nachhaltige Erfolg einer modernen Medien-Gründung erscheint 12 Jahre später wie das Ergebnis aus Weitblick, Glück und Beharrlichkeit. Es war eher die überteuerte, unflexible Welt der Bildbanken, die den studierten Graphiker Gruber auf die Idee brachte, „einfach eine CD mit gut bearbeiteten Bildern, mit gängigen Motiven zu machen“. Das gab es hierzulande noch nicht, war natürlich auch den Banken als Geldgebern „nicht vermittelbar“. So wurde kurzerhand ein just erworbenes altes Pfarrhaus auf dem Land beliehen – das Startkapital in eine dynamische Geschäftsentwicklung reichte gerade mal so aus.
„Die Banken verstehen unser Geschäft auch heute nicht“, Gruber (54) lächelt, doch nun trägt sich der Erfolg selbst. „Auch wenn wir zunächst Rechtsanwälte gefragt hätten, sie hätten uns von diesem Geschäftsfeld sicher abgeraten“, fügt der Inhaber schmunzelnd hinzu. Schließlich lauern überall rechtliche Unwägbarkeiten. Beispielsweise darf laut richterlichem Beschluss das markante Gebäude der Hypovereinsbank in München nicht zu Werbezwecken abgebildet werden – es ist als Marke geschützt. Das gleiche gilt für den ICE der Bahn. Doch das Bild vom Zug bekommt man bei MEV nach wie vor. Man konnte nachweisen, dass eine ICE-Aufnahme bereits vor der Markeneintragung beim Patentamt veröffentlicht wurde. Roman Gruber leitete einen Verlag für Modelleisenbahn-Freunde, bevor er ins Bildergeschäft einstieg, das half bei der Auseinandersetzung mit dem Staatsbetrieb.
Doch Anwälte wurden bei der Gründung nicht konsultiert, dafür müssen sie heute hier und da eingreifen. Denn auch wenn die Fotos von MEV lizenzfrei erworben sind, „verliehen“ werden dürfen die CD-Bilder dennoch nicht. Genau das ist jedoch häufig der Fall, wie regelmäßige Stichproben ergeben.
Und wie fühlt man sich, wenn MEV-Bilder praktisch in allen Kanälen erscheinen, vom Großplakat über Zeitschriften bis zum Internet? Roman Gruber nimmt es bescheiden: „Wir haben eine Bedarfslücke entdeckt und waren genau zur richtigen Zeit am Markt“. Auch in Zeiten des allgemeinen Digital-Kamera-Booms und des Internet schaut Gruber gelassen in die Zukunft. „Handwerklich gute Fotos mit prägnanter Aussage, die schnell zur Hand und einfach zu verwenden sind, bleiben im Medienbetrieb unverzichtbar.“
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