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Kunstauktion am 26. November 2016

18.11.201614:58 UhrKunst & Kultur
Bild: Kunstauktion am 26. November 2016
Alfred Partikel
Alfred Partikel

(openPR) Ein Hauptwerk des ostpreußischen Malers Alfred Partikel ziert die November-Auktion des Auktionshauses Stahl. Das großformatige vierteilige Gemälde mit dem ‘Goldenen Zeitalter‘ wird mit 22.000 € aufgerufen. Der jahrzehntelang in einer deutschen Sammlung verborgene und ebenfalls sehr große ‘Heidebauer‘ von Fritz Mackensen geht mit 26.000 € an den Start. Die Hamburger Ausnahmekünstlerin Anita Rée ist gleich mit drei Werken vertreten, darunter der ‘Steineklopfer‘ für 7.000 € und die ‘Frau aus Kalabrien‘ für 4.000 €. Bertha Schrader lässt den Blick des Betrachters über einen Stadtrand schweifen, für das Gemälde im gesuchten pointilistischen Stil werden Gebote ab 4.800 € entgegengenommen. Für die an Renoir erinnernden Tulpen von Fritz Friedrichs werden 4.000 € verlangt, das ungewöhnliche Motiv einer Schmiede von Thomas Herbst ist mit 4.500 € taxiert.



Die umfangreiche Altmeister-Offerte wird angeführt von einem Blumenstilleben von Jean-Baptiste Monnoyer (10.000 €) und einem Johannes Hannot zugeschriebenen Tafelstilleben (12.000 €). Ein Maler aus dem Umreis des Melchior de Hondecoeter setzt Geflügel in Szene(4.800 €), ein Mitarbeiter der Werkstatt des François Boucher zeigt das Misslingen eines Experiments eines Nachwuchs-Alchimisten (4.000 €).

Der berühmteste unter den Namen des 19. Jhs. ist Adolph von Menzel, dessen Preise enorm im Aufwind sind. Die durchgearbeitete ‘Aufgestützte Hand‘ wird mit 9.000 € aufgerufen. Das sehr fein gemalte große Blumenstück von Hanne Hellesen beginnt mit 4.000 €, die typische Winterszenerie von Bohdan von Kleczynski soll 5.000 € kosten. Die Sammler haben die Wahl zwischen drei Gemälden von Carl Ludwig Jessen, darunter die ‘Rast bei der Ernte‘ (6.000 €).

Der österreichische Maler Ernst Huber schuf nach einer ausgedehnten Südamerika-Reise 1938/39 einen Zyklus von Ansichten, der jetzt bei Stahl versteigert wird. Besonders eindrucksvoll ist die Ansicht der peruanischen Stadt Arequipa mit dem Vulkan Misti im Hintergrund (4.000 €).
Aus einer kleinen Sammlung kanadischer Kunst ragen die sehr große Fotografie ‘Eating Italian‘ des Rockstars und Fotografen Bryan Adams (4.800 €) und die Schlittenfahrt von Frederick Simpson Coburn hervor (4.500 €). Auch für die Marinesammler gibt es wieder ein gutes Angebot, darunter das besonders schöne Schiff ‘Obotrita‘ von Johannes Holst (4.800 €).

Bei den norddeutschen Malern wird eine großformatige Landschaft mit ‘Kartoffelfeuer‘ von Paul Müller-Kaempff (5.800 €) die Aufmerksamkeit ebenso auf sich ziehen wie der Blick auf den Kieler Hafen von Carl Saltzmann (4.000 €). Eine umfangreiche Hamburger Sammlung Marinemaler besticht durch große Künstlernamen und außergewöhnliche Motive: Éugen Vavasseur lässt den Betrachter über das Deck eines französischen Torpedobootes schweifen (3.800 €), und Johannes Holsts ‘Obotrita‘ wiegt sich in schwerer See (4.800 €).

Seltene Fayencen aus einstmals prominenten Sammlungen kommen im Keramik-Bereich zum Aufruf: Ehemals in der bedeutenden Fayence-Sammlung Igo Levi, die 1962 in München versteigert wurde, befand sich ein seltenes Ansbacher Schwenkkännchen von 1735, das jetzt zum Ruf von 2.500 € wieder auf den Markt kommt. Aus norddeutschem Privatbesitz stammt ein früher Majolika-Tondino (88254), Deruta von 1525, der sich einst in der Sammlung Adolf von Beckeraths befand, der zu den bedeutendsten Kunstsammlern im Deutschen Kaiserreich zählte (Aufruf 1.500 €). Zu erwähnen sind schließlich auch ein paar seltener großer Ansbacher Flötenvasen mit Chinoiseriedekor, um 1730 (Aufruf 2.200 €). Sie stammen aus süddeutschem Privatbesitz und wurden in den 1980er Jahren noch mit einem Vielfachen ihres heutigen Limitpreises bewertet.

Unter den Porzellanen des 18. Jahrhunderts dominiert eine bedeutende Augustus-Rex-Balustervase, Meissen, um 1740, mit Höroldt-Chinoiserien, für die mindestens 25.000 € investiert werden müssen. Sehr selten ist auch eine kleine Meissener Sake-Flasche mit ‚Gelbem Tiger‘, die gemäß ihrer Marke aus der ehemaligen Königlichen Hof-Konditorei Meissen stammt und um 1730/35 entstanden sein dürfte. Für sie muss der Meissen-Sammler mindestens 3.000 € bieten. Eine frühe Deckelterrine mit Kakiemon-Dekor und Fischgriffen liegt bei 5.500 € im Aufruf, ein 11-teiliges Kaffeeservice mit charmanten bukolischen Szenen, Meissen um 1765, kostet mindestens 1.800 €.

Das moderne Kunstgewerbe ist vertreten durch ein umfangreiches Speise- und Kaffeeservice mit blauem Schraffur-Dekor, das Gerhard Richter 1992 für die Kölner Edition ‚Obelisco‘ entwarf (Limitpreis 2.500 €). Den Sammler von Rosenthal-Objekten aus der Studio-Linie wird eine Sammlung von Masken und Objekten begeistern, die nach Entwürfen von Otmar Alt, Gilbert Portanier, Salomé, Andreas von Weizsäcker oder Paul Wunderlich entstanden. Die Aufrufpreise liegen zwischen 600 und 1.000 €.

Die französische Bildhauerin und Malerin Niki de Saint Phalle, deren Werk im Sprengel-Museum Hannover derzeit eine große Retrospektive gewidmet ist, ist bei STAHL mit einer wunderbaren Polyester-Version der ‚La baigneuse ou Nana de Berlin‘ vertreten, die 1973 in einer Kooperation des Zeit-Magazins und der Propyläen Refaktur Berlin entstand (Aufruf 7.500 €).
Die Sparte Asiatische Kunst hält für den Sammler eine schöne und qualitätsvolle Auswahl von Cloisonné-Vasen bereit, die überwiegend aus der japanischen Meiji-Periode stammen (Katalogpreise 500 – 1.800 €). Ein kulturhistorisch interessantes Sammlerstück ist ferner ein chinesischer Nautilus-Pokal aus Silber, der vermutlich ein Geschenk der Marine-Offiziere der SMS Irene war, die als Kreuzerkorvette der Kaiserlichen Marine Ende des 19. Jh. als Flaggschiff in Ostasien eingesetzt wurde (Aufruf 6.800 €). Von herausragender Qualität ist außerdem ein japanischer Pinselbehälter der Meiji-Periode, der durch seinen exzellenten Lackdekor besticht (Aufruf 6.500 €). Laut altem Sammlungs-Etikett befand er sich einst im Winterpalast in Peking und fand dann den Weg in eine norwegische Privatsammlung.
Die erstklassigen Silberschiede-Arbeiten aus der Zeit des Jugendstil und Art Déco werden den Sammler begeistern. Der bekannteste unter den Designer der frühen Moderne ist Georg Jensen: sein Kaffee- und Teeservice ‚Magnolia‘, Nr. 2, gelangt mit 14.000 € zum Aufruf, das passende Tablett im ‚Magnolia‘-Dekor Nr. 2AB kann mit 4.800 € beboten werden. Weiterhin sticht das Kandelaber-Paar ‚Pomegranate‘, Nr. 324 (Aufruf 20.000 €) aus dieser Silberschmiede hervor. Ebenso aus einer großen Sammlung stammen die Tee- und Kaffeeservice von Georg Jensen (Dekor Nr. 80A), deren moderaten Ansatzpreise von 2.100 € und 1.900 € bestechen.

Großartige Juwelierkunst des 19. und 20. Jhs. als auch namhafte Uhren-Manufakturen bietet das umfangreiche Schmuck-Programm. Selten anzubieten ist ein natürlicher und zertifizierte Purple-Saphir-Ring, der einen interessanten Farbwechsel von Blau und Purple zeigt und bei einem Gewicht von 6,17 ct. mit 16.000 € moderat taxiert ist. Ein natürlicher, loser Saphir von über 3 ct. mit Zertifikat wird ebenso angeboten (14.500 €). Weitere Schmuckstücke aus den 1960ern bis 1980ern mit natürlichen Farbedelsteinen (z.B. hochkarätige Rubin-Diamant-Ohrringe zu 12.000 €) stammen aus einer angesehenen Juweliersammlung. Antiker Schmuck hat einen besonderen Sammlerwert, hier ist zu erwähnen der russische Diamant-Reif der Fin-de-Siècle-Ära (Aufruf 2.100 €) als auch das französische Paar Napoleon III Ohrringe mit großen Rosendiamanten (Aufruf 1.600 €). Ebenso Potenzial bieten die einzigartigen Jugendstil- und Art Déco Schmuckstücke, wie die große Art Déco Diamant-Brosche mit Onyx (Aufruf 2.400 €) oder die feine Art Déco Jade-Brosche aus der Zeit um 1920 (Aufruf 2.500 €). Große und namhafte Manufakturnamen finden sich bei den Armbanduhren: zwei Herren-Armbanduhren von IWC aus den 1950ern werden mit 1.800 bzw. 2.200 € angeboten. Cartier ist vertreten mit einer Tank Americaine und einer Santos Dumont (3.200 € und 3.000 €). Die eindrucksvolle Corum ‚Romulus‘ aus Roségold ist ungetragen und kann für 8.000 € den Besitzer wechseln. Aus den 1930ern stammen zwei Longines-Herrenuhren (je 1.200 €) als auch die diamantbesetzte LeCoultre (1.600 €).
Online-Katalog: https://www.auktionshaus-stahl.de/

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