(openPR) Umweltbundesamt sieht VDB-Baubiologen als wichtigste Partner
Dessau- So mikroskopisch klein der Schimmelpilz auch scheint, so groß ist die Gefahr für den Menschen, die von ihm ausgeht. Mit dem wachsenden Problem von Schimmelbefall in Innenräumen und wie dieser qualifiziert nachgewiesen und saniert werden kann, befasste sich die 10. Jubiläumstagung des Berufsverband Deutscher Baubiologen VDB e.V. in Dessau. Als Erfolg wertet der Verband die enge Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt (UBA), das die Baubiologen als „seine wichtigsten Partner“ sieht.
Immer mehr Menschen verbringen immer mehr Zeit in geschlossenen Räumen. Bis zu 90 Prozent des Tages, so berichtete Dr. Christiane Markard, Leiterin des Fachbereiches „Gesundheitsbezogener Umweltschutz, Schutz der Ökosysteme“ im Umweltbundesamt, halten sich die Menschen im Gegensatz zu früher innerhalb von Gebäuden auf. So gewinnt die Innenraumhygiene eine immer größere Bedeutung vor allem auch für die Baubiologen, die sich mit Qualitäts-orientierten Nachweismethoden, Bewertungen und Sanierungsmassnahmen beschäftigen.
Nicht nur beim Umweltbundesamt, sondern auch beim VDB nehmen die Anfragen wegen Schimmelbefall deutlich zu. Einen Grund für diese Zunahme sieht Dr. Christiane Markard in den „dichten Gebäuden“, die durch die Energiesparverordnung mit verursacht wird: „Je dichter die Fenster, desto höher der Energiespareffekt, desto größer aber auch die potentiellen gesundheitlichen Nachteile.“ Wenn sachgerecht gebaut und saniert würde, käme es weniger zu Problemen. Die Praxis zeige jedoch, dass oft Fehler gemacht würden, so Dr. Markard.
Die Leidtragenden sind die Nutzer der Räume, oft auch Kinder, die durch Sporen der Schimmelpilze gesundheitliche Schäden bekommen können. Dazu gehören unterschiedliche allergische Reaktionen, wie Hautreizungen, grippeähnliche Beschwerden, schwere Erschöpfungszustände, Schwindel, Gedächtnis- und Sprachstörungen, Reizhusten und sogar allergisches Asthma.
Um den Befall von Schimmelpilz in Innenräumen nachzuweisen und zu analysieren, bedarf es einheitlicher Verfahren und Qualitätssicherungsmaßnahmen, die anhand von Richtlinien festgelegt werden. Damit es zum Beispiel bei Messungen nicht zu Fehleinschätzungen durch die unterschiedliche Verteilung der Sporen in der Luft kommt, sollen die Zahl der Messpunkte erhöht werden.
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Einschätzung der Sachverständigen Baubiologen vor Ort u. a. durch die visuelle Inspektion. Zusammen mit den analytischen Messergebnissen ist so eine Einschätzung einer Gefährdung möglich. Vorgehensweise und Qualitätssicherung sind in den vom VDB veröffentlichten Richtlinien detailliert dargelegt.
Die VDB-Richtlinien und die Zertifizierung kompetenter Baubiologen standen im Mittelpunkt der Tagung, die in Zusammenarbeit mit dem UBA und dem Landesgesundheitsamt Baden- Württemberg stattfand.
„Aufklärung ist wichtig!“ betonte Dr. Bernd Seifert (UBA), Mitglied der Innenraumlufthygiene-Kommission (IRK). So müsse zum Beispiel die Bevölkerung erfahren, wie richtiges und regelmäßiges Lüften der Räume gegen Schimmelpilzbefall helfen kann. “Qualitätssicherung durch Ringversuche und regelmäßige Fortbildung ist essentiell“, so Seifert weiter. Seinen Abschlussworten „Es gibt noch viel zu tun, aber eigentlich ist Deutschland ganz gut aufgestellt“ stimmt der VDB auf ganzer Linie zu.
Als großen Erfolg wertet der VDB die zweitägige Tagung in Dessau, die den gegenseitigen Informationsaustausch und die Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt und dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg vor allem im Kampf gegen den Schimmelpilzbefall positiv beeinflusst hat.
Kostenfreie Informationen zum Thema Schimmelpilze sind über die Hotline des VDB unter 0800 – 2001 007 erhältlich.
Pressekontakt
Michael Sievers
An der Bahn 9
29303 Bergen
Tel. 05051 / 4700011
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Internet: www.sievers-innenraumdiagnostik.de
Beteiligte Unternehmen
Energieberater und Dipl.-Ing. Uwe Mill bietet Dienstleistungen in den Bereichen Energieberatung, Energieeffiziens (Erstellen von Energiepässen), Bautenschutz und Sanierungskonzepte, Luftdichtheizsprüfungen (Blower-Door) sowie Planung von Solar- und Photovoltaikanlagen.
Dipl.-Bioingenieur & Baubiologe Michael Sievers bietet Dienstleistungen rund um die Themen Wohngifte, Schimmelpilze und Elektrosmog an. Er berät über gesundes Wohnen, geeignete Auswahl von Baustoffen oder Einrichtungsgegenständen, ermittelt Belastungen in Innenräumen und gibt, wenn nötig, Sanierungsempfehlungen.
Kontakt
Arbeitskreis Schadenfreies Wohnen
Internet: www.schadenfreies-wohnen.de
Energieberatung und Bautenschutz Uwe Mill
Hofkoppel 28
29303 Bergen
Tel. 05051 / 470215
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Internet: www.energieberatung-celle.de











