(openPR) Seit man online einkaufen kann, ist der Kauf auf Rechnung die beliebteste Zahlungsmöglichkeit in Deutschland. Kein Wunder – denn für die Kunden bietet diese Art der Bezahlung zahlreiche Vorteile. So müssen etwa keine sensiblen Daten wie Kontoverbindung oder Kreditkartennummern bei der Bestellung angegeben werden. Besonders beliebt ist der Rechnungskauf, wenn es um den Kauf von Mode geht. Denn so kann man zuerst einmal ganz in Ruhe alles anprobieren. Was nicht passt, wird zurück geschickt, was passt wird behalten und der passende Betrag bezahlt.
Für die Betreiber von Online-Shops birgt diese Zahlungsart natürlich ein gewisses Ausfallsrisiko. Um dieses zu minimieren, werden vor Versand der Bestellungen Bonitätsprüfungen durchgeführt und die Ware nur dann gegen offene Rechnung versendet, wenn diese positiv ausfällt. Für den Fall, dass die Rechnung dennoch nicht bezahlt wird, müssen Mahnwesen und Inkassoverfahren richtig gemanaged werden. Für kleine Online-Shops war dieser Aufwand lange Zeit viel zu hoch. Nur Versandhäusern und großen Online-Händlern war es daher wirtschaftlich überhaupt möglich, ihren Kunden den Kauf auf Rechnung als Zahlungsmöglichkeit anzubieten.
Im Lauf der letzten Jahre hat sich dies aber deutlich geändert. Der Grund: mittlerweile gibt es spezialisierte Dienstleister, welche die Zahlungsabwicklung von der Bonitätsprüfung bis zum Inkassoverfahren und auch das damit verbundene Ausfallsrisiko gegen eine geringe Gebühr vollständig vom Online-Shop übernehmen. So können auch kleine Shops ihren Kunden diese beliebte Zahlungsart anbieten, ohne das volle Risiko tragen zu müssen.
Marktführer in diesem Bereich ist das schwedische Unternehmen Klarna, das bereits seit 2010 den Rechnungskauf für Online-Shops und deren Kunden in Deutschland anbietet. Der zweite große Player in diesem Bereich ist BillSafe. Das Osnabrücker Unternehmen wurde 2008 gegründet und drei Jahre später von PayPal übernommen. Bei PayPal wollte man sich jedoch offensichtlich nicht damit begnügen, Kauf auf Rechnung über ein Tochterunternehmen anzubieten. Im Jahr 2015 startete der Service PayPal Plus, über den Kunden eines Online-Shops auch ohne PayPal-Account zunächst per Lastschrift oder Kreditkarte bezahlen konnten. Ein Jahr später kam schließlich auch der Kauf auf Rechnung dazu. Bisher gibt es noch nicht allzu viele Online-Shops, die diesen Service von PayPal nutzen. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass diese Zahl kontinuierlich zunimmt.
Insgesamt stieg die Anzahl der Shops, die Ihren Kunden Rechnungskauf als Zahlungsoption anbieten, in den letzten Jahren stark an. Das Shopping-Portal Rechnungskauf.com (https://www.rechnungskauf.com) listet derzeit rund 650 Online-Shops, die das Bestellen auf Rechnung ermöglichen – und fast täglich werden neue hinzugefügt. Bis Ende 2017 sollen es dann bereits an die 900 Shops sein. Ohne Zweifel eine gute Nachricht für alle, die gerne ohne Risiko online einkaufen.






