(openPR) Für die 3E Datentechnik GmbH ist die Schweiz seit jeher ein wichtiger Absatzmarkt. Bereits seit 1997 ist der Softwareanbieter im Nachbarland aktiv – anfangs noch vom Standort Oberkochen aus, seit 2001 mit der eigens gegründeten 3E Schweiz AG. Über 140 Schweizer Kunden vertrauen heute auf die Softwarelösung 3E-LOOK. Das Serviceangebot der 3E Schweiz AG beinhaltet für die Kunden, die für rund die Hälfte der in der Schweiz gefertigten Fenster stehen, neben Schulungen und Support auch die gesamte Dienstleistungsbandbreite rund um das Thema Stammdaten.
In der Schweiz leben heute gut 8,3 Millionen Menschen. Im Gegensatz zu Deutschland sind die Schweizer jedoch eher ein „Mietervolk“. Die Eigenheimquote liegt hier nur bei knapp 37 Prozent – in Deutschland sind es immerhin 53 Prozent. Damit ist die Schweiz sogar Schlusslicht in Europa.
Der Schweizer Hochbau boomt und zeigte im 3. Quartal 2016 ein Wachstum von 10,6 Prozent. Laut Schätzungen erreicht der Fenstermarkt ein jährliches Marktvolumen von rund 2 Milliarden Franken. Etwa die Hälfte der Fenster und Fenstertüren sind aus Kunststoff gefertigt. Sie werden vor allem im Mietwohnungsbau verbaut.
In dem Land gibt es etwa 360 Fensterbaubetriebe. Drei Viertel davon sind Klein- und Mischbetriebe mit bis zu 20 Beschäftigten. Viele dieser Unternehmen verfügen über eine angegliederte Schreinerei. Diese Firmen repräsentieren etwa ein Viertel des Marktvolumens. Die sechs größten Fensterhersteller des Landes mit jeweils über 100 Beschäftigten machen ebenfalls ein Viertel des Marktvolumens aus. Darüber hinaus gibt es noch rund 75 mittelgroße Fensterhersteller mit bis zu 100 Beschäftigten. Diese Betriebe fertigen etwa die Hälfte der Schweizer Fenster. Fast alle Fensterbauer liefern und montieren die Elemente noch selbst.
Natürlich hat sich die Schweiz auch für ausländische Anbieter zu einem attraktiven Markt entwickelt. Vor allem bei Fenstern aus Kunststoff sind die Importzahlen zuletzt stark gestiegen. Als eine Reaktion darauf haben viele Betriebe in den letzten Jahren enorm in die Automatisierung investiert, wodurch allerdings Überkapazitäten entstanden sind. Dies und auch die Franken-Aufwertung haben die Situation für die Schweizer Fensterbauer insgesamt nachhaltig beeinflusst – allein im letzten Jahr ist der Marktpreis für Fenster um rund 15 Prozent gesunken. Um dies zu kompensieren, optimieren viele Unternehmen ihren Einkauf. Zudem werden Prozesse und weitere Automatisierungen vorangetrieben, die letztlich zu einer Stabilisierung der Preise führen sollen.
Eine intelligente Softwarelösung wie 3E-LOOK kann hier viele Vorteile bieten. Positiv kommt hinzu, dass die meisten Schweizer Fensterhersteller in Sachen Technologieentwicklung traditionell die vorderen Plätze belegen, wie Ernst Schiess, Geschäftsführer der 3E Schweiz AG, weiß. Wir wollten von dem Experten wissen, wie 3E-LOOK aktuell von den Schweizer Fensterherstellern eingesetzt wird.
Herr Schiess, sind es eher die größeren Fensterhersteller, bei denen 3E-LOOK zum Einsatz kommt oder ist das Anwenderspektrum gemischt?
Ernst Schiess: Das Spektrum unserer Kunden ist sehr gemischt, denn ein ganz entscheidender Vorteil von 3E-LOOK ist, dass unsere Software wirklich für alle Betriebsgrößen geeignet ist. Durch den modularen Aufbau können die Betriebe selbst entscheiden, mit welchen Prozessen in welchem Umfang gearbeitet wird.
Setzt man in der Schweiz dabei mehr auf ganzheitliche Lösungen oder wünschen die Kunden Modulbausteine?
Ernst Schiess: Viele unserer Kunden wollen Prozesse nach ihren individuellen Wünschen abbilden. Gerade deshalb ist eine hoch skalierbare und modulare Software wie 3E-LOOK hier von großem Vorteil. Und es kommt hinzu, dass jeder Betrieb seine eigene Kultur und Geschichte hat. Die Software soll sich diesen Prozessen anpassen und nicht umgekehrt. Durch den momentanen Kostendruck sind viele unserer Kunden bestrebt, die internen Abläufe weiter zu optimieren. Aus diesem Grund werden bei uns aktuell vor allem Planungsinstrumente wie beispielsweise die Montageplanung oder Maschinenansteuerungen nachgefragt. Unsere Kunden schätzen dabei vor allem, dass sie mit 3E einen Partner auf Augenhöhe haben, der viel Erfahrung und Know-how im Fensterbau einbringen kann. Und da die Produkte von 3E laufend den aktuellen Marktgegebenheiten angepasst werden, macht sich eine Investition in die Software natürlich schnell bezahlt.
Abschließend gefragt: Wie wird sich Ihrer Meinung nach der Schweizer Fenstermarkt in den kommenden Jahren entwickeln?
Ernst Schiess: Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Ich gehe aber davon aus, dass der bereits begonnene Verdrängungsprozess weiter voranschreitet. Nicht immer sind hier mangelnde oder falsche Investitionen der Grund; viele Unternehmen haben ein Nachfolgeproblem, das sie nicht oder nur sehr schwer lösen können. Die besten Chancen sehe ich persönlich für gut geführte Familienbetriebe, die bereit sind, stetig und mit Bedacht zu investieren.










