(openPR) Kieler Softwareunternehmen stellt Flüchtlingseinrichtungen neues Datenbanksystem zur Verfügung
Kiel, September 2016. Hunderttausende befinden sich derzeit auf der verzweifelten Suche nach einer neuen Heimat, nach Frieden und einer Lebensperspektive. Deutschland setzt alles daran, diesen Menschen zu helfen. Doch wie lässt sich das in dieser Dimension organisieren? Eine Frage, mit der sich auch die ergovia GmbH intensiv auseinandersetzt. Der Entwickler für hochflexible Softwaresysteme und Spezialist in der Bildungsdokumentation mit Stammsitz in Kiel hat speziell für Erstaufnahmeeinrichtungen sein bundesweit erfolgreiches Datenbanksystem stepnova in einer neuen Version angepasst. Die „Refugee Edition“ ermittelt und vermittelt passgenaue Bildungsangebote und Integrationskurse. Ein Pro-bono-Projekt aus Schleswig-Holstein mit der Vision, eine einheitliche Lösung auf Bundesebene zu schaffen.
Die ergonomische Software stepnova ist eines der beiden Systeme aus dem Hause ergovia, das im Rahmen der eM@w-Bildungsmaßnahmen* der Bundesagentur für Arbeit seit Jahren im gesamten Bundesgebiet als führende Datenbanklösung Anwendung findet – vorwiegend in diakonischen Einrichtungen. Über 1.000 Bildungsorganisationen arbeiten bereits erfolgreich mit stepnova, dabei werden momentan Bildungsleistungen zu 130.000 Personen parallel dokumentiert. Das schließt sowohl Nutzer als auch Anbieter von Kursen oder beispielsweise Jobcentermaßnahmen mit ein.
Mit der Refugee Edition stellt ergovia nun die insgesamt fünfte Variante dieser Software bereit. Um geeignete Integrationsangebote zu ermitteln, werden neben den persönlichen Daten auch Kriterien wie Sprachniveau und Lerntempo bis hin zu individuellen Wünschen wie Frauenkurse oder Kinderbetreuungsbedarf in die Maske mit eingegeben. Über dieses individuelle Profil lässt sich eine zugeschnittene Auswahl an Integrationskursen auswählen, die das künftige Weiterkommen des Asylsuchenden aktiv unterstützt. So sind in der Datenbank u. a. ehrenamtlich tätige Deutschlehrer gelistet.
Zu den Hauptkriterien von stepnova im Allgemeinen und der Refugee Edition im Speziellen zählen neben der intuitiven Bedienbarkeit zum einen ihr international anerkanntes Datenschutzgütesiegel, zum anderen ihr im Vergleich zu den meisten anderen Datenbanken enormes Fassungsvermögen und darüber hinaus ihre offenen Schnittstellen. Beispielsweise verfügt diese Massendatenbank über eine interaktive Verknüpfung zur BAMF-Datenbank (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge).
Erste Anfragen für die Refugee Edition liegen vor, beispielsweise seitens der Arbeiterwohlfahrt, Unterbezirk Dortmund. Die bevölkerungsreichste Stadt des Ruhrgebiets ist seit jeher ein Hotspot in Deutschland bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Fast 500 ehrenamtliche Helfer sind bei der AWO Dortmund für die Registrierung, Verteilung und Integration im Einsatz. „Zur Verwaltung und Dokumentation von Kursangeboten und Teilnehmern werden wir dabei auf die stepnova Refugee Edition zugreifen“, erklärt Volker Stumpf-Exner von der Dortmunder Bildungs-, Entwicklungs- und Qualifizierungsgesellschaft (dobeq), „so ist an allen unseren Standorten gewährleistet, über den gleichen Datenbestand zu verfügen. Das vereinfacht unsere Arbeit deutlich.“
Um diese kostenfreie Möglichkeit der Kurs- und Maßnahmen-Vermittlung auf die Beine zu stellen, hat sich das engagierte Team von ergovia ein halbes Jahr lang in freiwilligen Überstunden der Anpassung ihrer Software gewidmet. „Wir haben den Bedarf gesehen und haben gehandelt!“, fasst Geschäftsführer Jens Buchloh die Intention seiner Firma für dieses gemeinnützige Projekt zusammen. „Wir schaffen das, hat Frau Merkel gesagt. Und wir können helfen, dabei den Überblick zu behalten.“ Als Vorbild nennt er in diesem Zusammenhang das Nachbarland Dänemark, denn dort sei alles bestens miteinander vernetzt. In Deutschland aber spiele sich eben vieles auf Länderebene ab. „Unser großes Ziel ist es“, so Buchloh weiter, „Einheitlichkeit auf Bundesebene zu schaffen und auf diese Weise noch effektiver, noch weitreichender Hilfe leisten zu können.“ Eine Hilfe für die Flüchtlingshelfer – damit ist diese Initiative auf den Punkt gebracht. Viel Engagement und viele Handgriffe, damit es am Ende nur ein paar Klicks sind, die für Hilfesuchende neue Perspektiven schaffen.












