(openPR) Lighthouse Square
„Und, was sagen Sie zu den Flüchtlingen in Deutschland?“ - „Das kommt ganz darauf an: Guten Tag, hi, hello - manchmal nickt man sich auch einfach nur zu“.
Der für einen Tag ins Leben gerufene Lighthouse Square fordert zum großen Come Together am zentralsten Punkt Bochums, dem Vorplatz des Rathauses, auf.
Rund um eine kleine Feuerstelle, welche zum ungezwungenen Beisammensein einlädt, stehen würfelförmige Häuschen. In jedem einzelnen präsentiert ein Künstler eine kurze autobiografisch grundierte Performance. Eingelassen wird immer jeweils nur ein Gast, die Performances können sich zu Gesprächen wandeln. Dem beklemmenden Gefuhl von „Wie muss ich mich uberhaupt verhalten und darf ich jetzt wirklich die Fragen stellen, die mich persönlich interessieren?“ wird durch das sehr intime Setting entgegengewirkt: Entspannt euch! Erwachsene Menschen kommunizieren miteinander, lernen sich kennen, haben vielleicht ähnliche, vielleicht unterschiedliche Ansichten. Fur einen Moment kann die Freiheit genossen werden, zu zweit zu sein – fernab jeglicher Repräsentationsrhetorik und den skeptischen Blicken derer, die mit Leidenschaft verkomplizieren und lieber Dialoge abwurgen, als produktiv zur großen gesellschaftlichen Aufgabe unserer Zeit beizutragen.
„Wir mussen uns fur ihre Geschichten interessieren“. Genau an diesem Punkt, den Journalist Christian Nitsche vehement in seinem Tagesschau-Kommentar zur Fluchtlingslage am 15. April 2016 betonte, setzt der Lighthouse Square an. Unbedingt benötigen wir einen persönlichen Zugang zu ganz verschiedenen Menschen, um uns endlich von einem abstrakt verallgemeinernden „die Fluchtlinge“ verabschieden zu können.
Samstag, 27. August 2016, Willy-Brandt-Platz (Rathausvorplatz), Bochum
Feierliche Eröffnung: 16:30 Uhr
Performances: 17:00 - 22:00 Uhr (jeweils ca. 20 Minuten, Anmeldung direkt vor Ort)
Mit: Tarik Thabit, Feras Alkahteeb, Fadi Klesli, Ahmad Abbas, Asli Karali, Muhammad Fakher
Konzept und Kunstlerische Leitung: Julian Gerhard
Bühnenraum: Wiebke Strombeck
Cast und Assistenz: Claudia Kortmann
Unterstützt durch: Regionalverband Ruhr, Pro Bochum e.V.











