(openPR) Archäologische Funde im Nordwesten von Jordanien zeigen, wie menschliche Vorfahren ihre Beute vor 250.000 Jahren zubereiteten
München, 10. August 2016 – Wie schlau waren menschenähnliche Spezies in der Steinzeit? Diese Frage kann von einem Archäologieteam der Universität von Victoria nach einem neuen Fund im Nordwesten Jordaniens eindeutiger beantwortet werden. Im Rahmen einer dreijährigen Ausgrabung im Gebiet Azraq entdeckten die Forscher zahlreiche steinzeitliche Werkzeuge, wovon einige die ältesten jemals gefundenen Spuren von Tierprotein an Steinwerkzeugen aufwiesen. Der Fund belegt, dass unsere Vorfahren schon vor einer viertel Million Jahren Pferde, Nashörner, Rinder und Enten mit speziellen Werkzeugen schlachteten.
In der jordanischen Wüste im Gebiet Azraq, wo sich einst ein üppiges Feuchtgebiet befand, haben Archäologen rund 10.000 steinzeitliche Werkzeuge ausgegraben, darunter Schaber, Feuersteinklingen, Handäxte und Projektilspitzen. 17 dieser Werkzeuge wurden positiv auf Tierproteinrückstände, darunter Blut, Haut und Fleisch, getestet. „Bereits seit Jahrzehnten wissen Forscher vom fleischfressenden Verhalten, das Werkzeuge herstellende Hominiden schon seit 2,5 Millionen Jahren praktizieren. Jetzt haben wir zum ersten Mal direkte Beweise dafür, dass unsere steinzeitlichen Vorfahren zum Lebensunterhalt bestimmte Tiere verwerteten“, erklärt Paläoanthropologin April Nowell, die die Ausgrabungen leitete. Die Beute unserer Vorfahren war vielfältig und sie nutzten sehr unterschiedliche Techniken, um Tiere zu schlachten. Details zu den Ausgrabungen wurden in der renommierten Fachpublikation Journal of Archaeological Science veröffentlicht.











