(openPR) Der Band Großstadt gestalten. Stadtbaumeister an Rhein und Ruhr widmet sich den Großstädten des frühen 20. Jahrhunderts wie Köln, Düsseldorf, Essen, Bochum und Dortmund mit der Frage, welche Anregungen heute aus dem Wirken ihrer Stadtbaumeister gezogen werden können. Denn gerade diese Zeit ist in diesen Städten mit den Namen bekannter Stadtbaumeister verbunden. Ob Hermann Josef Stübben in Köln, Robert Schmidt in Essen, Karl Elkart in Bochum oder Hans Strobel in Dortmund: Sie alle haben das Stadtbild entscheidend mitgeprägt und sind zu herausragenden Personen der jeweiligen Stadtgeschichte geworden. Die Voraussetzungen dazu waren keineswegs einfach, denn diese Städte befanden sich in einer Phase einschneidender Veränderungen.
Das rasante Bevölkerungswachstum katapultierte sie in die Liga der Großstädte und Metropolen. Städte, die sich von dieser Entwicklung nicht einfach überrollen lassen wollten, sahen sich in der Verantwortung, diesen Prozess aktiv zu steuern – indem sie eine konkrete städtebauliche Vision als Leitbild entwarfen. Neben der infrastrukturellen Daseins-fürsorge wurden Städtebau und Stadtentwicklung um 1900 wieder verstärkt als ästhetische und baukulturelle Herausforderung diskutiert. Die Verantwortlichen stellten sich die Aufgabe, die rapide wachsenden Großstädte zu Orten des guten Lebens und der schönen Räume umzugestalten.
Dieses Buch bildet den zweiten Band der Trilogie Großstadt gestalten und gibt die Vorträge im Rahmen der 6. Dort-munder Vorträge zur Stadtbaukunst im Juni 2015 wieder. Es bietet erstmals einen Überblick über Aufgaben und Vorstellungen der Stadtbaumeister dieser Zeit und befragt ihre Leistungen auf Anregungen für die heutige kommu-nale Stadtplanung. Die historischen Beiträge untersuchen die Rolle der kommunalen Baumeister, deren Alltagspraxis um 1900 kaum noch etwas mit der früherer Ratsbaumeister gemein hatte. Der vorherige Band untersuchte Berlin, Hamburg, München, Leipzig, Dresden und Frankfurt am Main, der folgende Band wird die europäischen Stadtbau-meister und die Großstädte London, Paris, Wien, Amsterdam, Brüssel und Zürich vorstellen.
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Das Deutsche Institut für Stadtbaukunst, angesiedelt an der Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen der TU Dortmund, widmet sich der Erforschung und Lehre der Kunst des Städtebaus. Durch seine Grundlagentitel zur Stadtbaukunst (schwarze Reihe) sowie durch die Konferenzbände zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt (rote Reihe) hat es sich seit einigen Jahren in der Fachöffentlichkeit der Stadt Gehör verschafft. Leiter des Instituts sind Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Christoph Mäckler und Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sonne.












