(openPR) In einer breit angelegten Pressekampagne unterstellen die Macher des Hamburger Straßenmagazins „Hinz & Kunzt“ unserer Zeitung HANSETIPP, den Artikel „Was macht Hinz&Kunzt mit 1,7 Mio € ?“ vorsätzlich und nur aus Rache veröffentlicht zu haben.
Hintergrund dieser Kampagne und Falschbehauptungen scheint die Tatsache zu sein, dass der Straßenzeitungsverlag aufgrund der Berichterstattung selbst in die Kritik geraten ist und die – für eine gemeinnützige Gesellschaft – sehr hohen Rücklagen nur schwer erklären kann.
Gegenüber der MOPO erklärte Dr. Jens Ade, Geschäftsführer von Hinz & Kunzt, dass die 1,7 Millionen Euro benötigt würden, um Schwankungen auszugleichen.
Rechnet man aber nach, stellt man schnell fest, dass selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass Hinz & Kunzt pro Monat 10.000 Exemplare (11.000 Euro) weniger verkauft, die 1,7 Millionen Euro ausreichen würden, um dieses Defizit 144 Monate oder 13 Jahre lang problemlos auszugleichen. In diesem Fall von „Schwankungen“ zu sprechen, klingt dann doch sehr nach Ausrede.
Zudem steht die wahrheitswidrige Behauptung im Raum, HANSETIPP habe nur aus Rache über das lukrative Geschäftsmodell von Hinz & Kunzt berichtet, weil der Straßenverlag die Zeitung HANSETIPP nicht mitverteilen will.
Dass diese Vorwürfe konstruiert sind, belegt schon die Tatsache, dass der erste HANSETIPP-Artikel bereits im Mai 2016 erschienen ist – lange bevor Sven Wolter-Rousseaux, Chefredakteur von HANSETIPP, von Hinz & Kunzt ein Angebot über den Vertrieb von HANSETIPP über den Straßenverkauf von Hinz & Kunzt angefordert hat.
Parallel zur Pressekampagne gegen HANSETIPP kämpft Hinz & Kunzt auch gegen das neue Straßenmagazin „Straßen Journal“, das mehrheitlich von Bulgaren und Rumänen zumeist dort angeboten wird, wo auch Hinz & Kunzt-Verkäufer stehen. Einigen Straßen Journal-Verkäufern wird vorgeworfen, aggressiv und mit körperlicher Gewalt gegen die Hinz & Kunzt-Verkäufer vorzugehen, um sie von ihren Verkaufsplätzen zu vertreiben.
Unter der Überschrift „Hinz & Kunzt“-Verkäufer packt aus: „Ich wurde mit dem Messer bedroht“ zitiert die Mopo in ihrer Online-Ausgabe vom 18. Juli 2016 den Hinz & Kunzt-Verkäufer Tobias Tietze mit folgenden Worten: „Ich wurde von anderen Verkäufern mit einem Messer bedroht, um mich von meinem Festplatz zu vertreiben. Ein anderes Mal wurde ich mit einer Cola-Dose beworfen und angeschrien, bis die Polizei kam. Das wirft ein schlechtes Licht auf ,Hinz &Kunzt‘. Meine Verkaufszahlen sind massiv runtergegangen: Von 150 Zeitungen pro Monat auf 23. Das liegt sicher auch an der Verwechslungsgefahr mit dem ,Straßen Journal‘.“
Auf Rückfrage bei der Pressestelle der Polizei Hamburg erklärte deren Pressesprecher Holger Vehren allerdings, dass ihm aktuell keine solchen Vorfälle bekannt sind.
Ähnliches schreibt auch der bekannte Hinz & Kunzt-Verkäufer Erich Heeder auf Wochenblatt-Online vom 18. Juli 2016. Zitat: „Als lang jähriger Verkäufer kann ich nur sagen: „Ich habe keine Ahnung von einem Kampf“, weil es keine Kämpfe gibt.“
Siehe:
http://www.hamburger-wochenblatt.de/billstedt/menschen/der-kampf-der-keiner-ist-d33375.html
Fakt ist, das Geschäft mit den Straßenzeitungen ist äußerst lukrativ. Um Konkurrenz und negative Berichterstattung im Keim zu unterdrücken, schreckt Hinz & Kunzt auch vor breit angelegten Pressekampagnen gegen Wettbewerber nicht zurück.
Dabei hat HANSETIPP lediglich darauf aufmerksam machen wollen, dass die Verkäufer mit einem Verdienst von teilweise unter einem Euro pro Stunde im krassen Missverhältnis zu 1,7 Millionen Euro an Rücklagen stehen.
Schade, das aus dieser seriösen Hintergrundberichterstattung eine Schlammschlacht zu Lasten der Ärmsten wurde …






