(openPR) Wunstorf im Juni 2006. Fast jeder dritte Deutsche leidet an Krampfadern, jeder fünfte unterzieht sich im Laufe seines Lebens einer Behandlung. Im Vordergrund steht nicht nur das kosmetische Problem. Staut sich Blut in den erweiterten Adern, droht eine chronische Erkrankung mit Hautwunden, Schmerzen und dauerhaften Einschränkungen. Mit dem neuen Endolumina-len Laser lässt sich das Venenleiden schonend und ohne Narben behan-deln. „Dank dieser modernen Lasertherapie erhitzen wir die erkrankte Vene von innen und verschließen sie dadurch. Der Körper baut dann das Gefäß selbstständig von innen ab“, erklärt Dr. Erika Mendoza, Leiterin der Venen-praxis Wunstorf, die das Verfahren bereits erfolgreich anwendet.
Um eine schmerzfreie Behandlung zu gewährleisten, spritzt sie vorher ein verdünntes Betäubungsmittel in das Gewebe. Anschließend führt sie eine Nadel – wie Patienten sie von Infusionen kennen – in die Vene. Dann schiebt die Ärztin eine hauchdünne Glasfaser nach, die energiereiches Licht direkt an die Aderwand transportiert. Zur Sicherheit überwacht Dr. Mendoza zusätzlich den Eingriff mit Ultraschall. So lokalisiert sie die Position der Na-del und des Laserkopfes. Durch langsames Zurückziehen des Lasers ver-ödet die Krampfader. Hinter der Wirkung dieser chemiefreien Methode steckt ein mechanisches Prinzip: Stark gebündeltes Licht führt zu einer Wärmeentwicklung im Gefäß, welches sich dadurch zusammenzieht. Sofort wirkt körpereigenes Blut durch die Gerinnung als Verödungsmittel. Vorteil: Verschlossen wird nur die Stammvene. Die Seitenäste bilden sich im Laufe der nächsten Wochen von selbst zurück, da überschüssiges Blut aus der erkrankten Sammelvene sie nicht mehr füllt. So reicht die Behandlung des Oberschenkels oder des oberen Bereichs der Wade aus. „In den nächsten Monaten baut der Körper die verschlossene Krampfader ab. Ich empfehle meinen Patienten das Tragen von Kompressionsstrümpfen für die Dauer von zwei Wochen“, führt die Venenspezialistin aus.
Anders als bei der chemischen Verödung, aus der in vielen Fällen Venen-entzündungen resultieren, treten hier kaum Nebenwirkungen auf. Schmerz-hafte Blutergüsse, wie sie beim Krampfaderentfernen entstehen, bleiben ebenfalls aus. Kleinere blaue Flecke verschwinden rasch wieder. Weiteres Plus: Nadelstiche heilen rasch ab. Viele kleine Narben, wie sie bei der klas-sischen Venenentfernung entstehen, treten hier nicht auf. Nach der Laser-behandlung können Patienten ohne Vollnarkose, Krankenhausaufenthalt und Bettruhe sofort aufstehen. Noch zahlen gesetzliche Krankenkassen die-se schonende Art Krampfadern zu behandeln nicht. Patienten müssen un-gefähr 900,- Euro selbst tragen. Private Kassen übernehmen die Kosten.
Einmaleins der Venenheilkunde
Adern: alle Gefäße im Körper, die Blut transportieren
Kapillaren: kleinste Adern, die jede Stelle im Körper versorgen
Arterien: Adern, die Blut vom Herzen zu den Körperkapillaren leiten
Venen: Adern, die Blut der Körperkapillaren zurück zum Herzen leiten
Krampfadern: krankhaft erweiterte, verlängerte Venen
Besenreiser: meist harmlose kleine, erweiterte Venen, die direkt unter der Haut liegen






