(openPR) LIEBENAU - Ein Stück Freiraum zum „Kind sein“ ermöglicht der neu gestaltete Garten den jungen Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie der St. Lukas-Klinik. Jetzt wurde er offiziell seiner Bestimmung übergeben und eingeweiht.
Möglichkeiten für aktives Spiel und Rückzug
Die Augen entspannt in den Himmel gerichtet, so lässt sich Cathrin in der Nestschaukel hin und her wiegen und genießt die leichte Bewegung. In einer anderen Ecke des neu gestalteten Gartens rast eine Gruppe Jungen mit einem robusten „Wägele“ über den Weg, der sich durch die Grünanlage schlängelt. Im hinteren Bereich, in dem ein Bachlauf an einem Sandkasten entlang läuft, sitzt Francesco und hat sich zurückgezogen, buddelt ganz versunken im Sand. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass es uns gelungen ist, in dem neuen Garten verschiedene Regionen zu schaffen, die Möglichkeiten für aktives Spiel und Rückzug vereinen“, so Sebastian Schlaich, Geschäftsführer der St. Lukas-Klinik in seiner Eröffnungsrede. „Diese Abenteuerlandschaften bieten viel Raum für das Spiel der Kinder und schaffen eine gute Atmosphäre.
Ort zum Spielen und Entdecken
Die alten und abgenutzten Spielgeräte wurden entfernt, Grünflächen neu angelegt, Mauern durch Terrassen mit Natursteinen ersetzt und eigens auf die Bedürfnisse der kleinen Patienten abgestimmte Spielgeräte wurden gebaut. Eine Nestschaukel, eine Doppelschaukel und ein Rutschenturm, alle zum Thema Maulwurf passend, welches vom Hersteller als Thema ausgewählt wurde. Die Geräte sind alle aufwändig aus natürlich belassenen Holzstämmen gebaut. „Jedes Kind ist individuell, der Spielplatz soll es auch sein“, erklärt Sebastian Schlaich die Entscheidung für die besonderen und hochwertigen Geräte. Die Kosten für den gesamten Umbau des Spielplatzes beliefen sich auf etwa 100.000 Euro. Da die Maßnahme nicht über die Pflegesätze abgedeckt wird, wurde ein nicht unerheblicher Anteil der Gelder aus Spendenmitteln finanziert, der Rest von der Stiftung Liebenau getragen.
Besondere Anforderungen
Aufgrund der besonderen Patienten lag bei der Gestaltung ein besonderer Schwerpunkt auf dem Thema „Sicherheit“. So wurde der große Spielturm mit mehreren Seilen und zusätzlichen Brettern gesichert. Bei den vorherrschenden Krankheitsbildern wie beispielsweise Epilepsie sind solche Maßnahmen äußerst wichtig. Viele Medikamente vertragen sich nicht mit der Sonne, über den Sandkastenbereichen können bei Bedarf Sonnensegel gespannt werden.
Wohlbefinden spielt große Rolle
In der St. Lukas-Klinik werden Kinder und Jugendliche mit einem breiten Spektrum an Therapiemöglichkeiten Kinder- und Jugendpsychiatrisch behandelt. In der Regel verbringen die jungen Patienten etwa acht Wochen in dem Fachkrankenhaus für Menschen mit Behinderung. Der Garten ist ein wichtiger Ort, für die Kinder, um ausgelassen zu spielen, sich selbst und andere kreativ zu erleben oder einfach nur „Kind sein“ zu können. „Und für das Fachpersonal ist es zu diagnostischen Zwecken oft sehr wichtig, die Kinder so in ihrem Spiel sehen zu können“, erzählt Dr. Jutta Vaas, Oberärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
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Weitere Infos zur St. Lukas-Klinik der Stiftung Liebenau finden Sie unter www.stiftung-liebenau.de.
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