(openPR) beieinander und unterhalten sich – über früher oder über die Enkel. Es wird viel gelacht. Möglichkeit dafür bietet der Begegnungstag der St. Anna-Hilfe (Stiftung Liebenau) für Menschen in der Region Hohentengen, Mengen und Scheer.
Die Anwesenden legen sich mächtig ins Zeug
„Wer Wind sät, wird … ernten.“ „Unkraut ... nicht.“ „Undank ist der … Lohn.“ Die Anwesenden sollen unvollständige Sprichwörter ergänzen. Sie legen sich mächtig ins Zeug. Eine Teilnehmerin ist häufig am schnellsten und sehr stolz, dass sie so viele Sprichwörter ergänzen kann. Oft sind die Sprichwörter mit eigenen Erfahrungen verknüpft, über die die Anwesenden sich nebenbei austauschen.
Anknüpfung Bräuche
Die Senioren sprechen auch über jahreszeitliche Bräuche, nach denen Gemeinwesenarbeiterin Angelika Dietmann fragt. Die 85-jährige Elisabeth Stroppel schildert, wie sie früher in Ostpreußen zu Pfingsten mit vielen Birkenzweigen den Hauseingang, aber auch die Scheune des Bauernhofs geschmückt haben. Hermann Wetzel, ehemals Bäckermeister, war an dem langen Wochenende immer mit dem Verein auf der Hütte. „Heute nehme ich nicht mehr alles für selbstverständlich“, sagt er. Der Schlaganfall, den der heute 60-Jährige vor zwei Jahren erlitt, lehrte ihn das. Angelika Dietmann ergreift die Chance und empfiehlt den Anwesenden den mobilen Notruf, mit dessen Knopf man direkt Hilfe rufen kann. Elisabeth Stroppel zeigt ihren eigenen, der ansonsten unauffällig am Hals unter dem Pullover hängt.
Regionaltypische Mahlzeiten
Beim nächsten Treffen will die Gruppe gemeinsam „Hafermus“ kochen. Eine einfache aber sättigende Mahlzeit, die früher typisch für die Schwaben war. Ein reger Austausch beginnt darüber, wie man das Mus zubereitet. Die Meinungen gehen auseinander, ob mit Milch oder mit Wasser, süß oder salzig. Jeder scheint den Kontakt und die Gespräche mit den anderen zu genießen. Später beim Halma-Spiel drängen sich rote, blaue, grüne, gelbe und braune Spielfiguren. Spaß und Aufregung sind groß: Offensichtlich bleiben die Lust am Spielen und am Gewinnen, wie in Kindertagen, auch im Alter erhalten.
Flexibel nutzbar
Den Begegnungstag können Senioren besuchen, die solche Kontakte und Abwechslung vom Alltag wünschen. Der Besuch ist halb- oder ganztags ebenso wie stundenweise möglich. Wer den ganzen Tag vor Ort in den „Lebensräumen für Jung und Alt“ in Mengen sein möchte, bekommt auch Mittagessen beim Offenen Mittagstisch.
Neben Kaffeetrinken, Spielen, Spaziergängen und gemeinsamem Musizieren werden auch Filme gezeigt und jahreszeitliche Themen und Feste gefeiert. Zum begleitenden Team des Begegnungstages gehören mehrere Fachkräfte der St. Anna-Hilfe, die sich abwechseln. Für pflegende Angehörige bedeutet der Begegnungstag stundenweise Entlastung, die oft Gold wert ist. Die Kosten des Begegnungstages wird in der Regel von den Pflegekassen erstattet.
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Nähere Infos und Anmeldung:
Sozialstation St. Anna
Telefon 07572 76293
E-Mail: sozialstation.mengen(at)st.anna-hilfe.de
www.st.anna-hilfe.de
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