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Stadt Neuss baut Kitas in ALHO Modulbauweise - zwei auf einen Streich

31.05.201609:07 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Stadt Neuss baut Kitas in ALHO Modulbauweise - zwei auf einen Streich
Kita Volmerswerther Straße
Kita Volmerswerther Straße

(openPR) Moderne Modulbauten gewinnen in der Architektur immer mehr an Bedeutung, denn Auftraggeber und Planer wissen inzwischen, welche Vorteile in der schnellen, flexiblen und hochwertigen Bauweise stecken. Auch das Kölner Büro synarchitekten setzt seit Jahren komplexe Bauaufgaben in hochwertige, lösungsorientierte Entwürfe um und realisiert diese immer öfter in Modulbauweise. Als sich die Stadt Neuss 2014 entschied, den immer noch hohen Bedarf an Kinder-Betreuungsplätzen schnell und effektiv mit Modulgebäuden zu decken, wurden synarchitekten für den Bau gleich dreier Einrichtungen beauftragt. Innerhalb nur eines Jahres entstanden von der ersten Entwurfsskizze bis zur Einweihung die Kitas in der Horremer Straße und in der Volmerswerther Straße – realisiert mit ALHO als kompetentem und zuverlässigen Modulbaupartner.



„Konzeptionell wie baulich anspruchsvolle Architektur, wie sie von unseren Bauherren bei jeder Bauaufgabe – egal ob im Wohnungsbau, für Verwaltung, Gesundheit oder Bildung und Erziehung – gefordert wird, ist nicht nur in konventioneller Bauweise umzusetzen“, sagt Rolf Walle, Architekt und Partner bei synarchitekten und für die Kitas in Neuss verantwortlich. „Im Gegenteil: Unser Interesse gilt der Modulbauweise, weil wir mit ihr sehr hochwertige Gebäude entwerfen und realisieren können – das jedoch weitaus schneller und damit wirtschaftlicher als auf herkömmliche Art.“

Bei den Kitas Horremer Straße „Zauberhügel“ (Träger: Arbeiter Wohlfahrt) und Volmerswerther Straße „Entdeckerland“ (Träger: Evangelische Jugendhilfe Neuss Süd GmbH – Diakoniewerk) stand die Entscheidung für die Modulbauweise schon von Anfang an fest. Beim Planen mit Raummodulen ist dies der Idealfall: Denn obwohl auch systemunabhängige Entwürfe in Modulbauweise umgesetzt werden können, profitieren bei früher Zusammenarbeit Architekt und Modulbauunternehmen in besonderem Maße von der Planung „Hand in Hand“. So kann beizeiten ein gemeinsames Raster gefunden werden, das ästhetischen, wirtschaftlichen und technischen Anforderungen optimal Rechnung trägt.


Architekt und Modulbau-Spezialist: Ein fruchtbares Miteinander
Während die Architekten bei der Kita „Entdeckerland“ in der Volmerswerther Straße ihre Planungen auf den Entwurf der Architektin Gabriele Cremer vom Gebäudemanagement der Stadt Neuss (Leistungen bis einschl. Bauantrag) aufbauten, handelt es sich beim „Zauberhügel“ in der Horremer Straße um einen Eigenentwurf von synarchitekten. Hier betraute die Stadt Neuss das Büro mit den Leistungsphasen 2 – 8 nach HOAI, einschließlich der Bauleitung. ALHO konnte sich in einem offiziellen Vergabeverfahren gegen mehrere Mitbewerber durchsetzen und bekam den Auftrag für die Ausführungsplanung und die präzise Vorfertigung und Montage der 48 Raummodule für beide Gebäude.
„Ab der Beauftragung ALHOs war die weitere Planung ein sehr fruchtbares Miteinander“, erläutert Rolf Walle die Zusammenarbeit. „Teils konnte auf bewährte Standarddetails der ALHO Modulbauweise zurückgegriffen werden, teils wurden die uns wichtigen und selbst erarbeiteten Regeldetails von ALHO angepasst. Insgesamt war die Zusammenarbeit mit ALHO zielgerichtet und schließlich sehr erfolgreich, denn uns stand nur ein sehr enges Zeitfenster für die parallele Planung und Realisierung beider Gebäude zur Verfügung, das wir punktgenau einhalten konnten.“ Von der ersten Entwurfsskizze bis zur Einweihung verging gerade einmal ein Jahr. Die reine Bauzeit nahm davon pro Gebäude lediglich 12 Wochen in Anspruch, die Montage der Module jeweils drei Tage. Zeitersparnis gegenüber Stein auf Stein: Neun Monate!

Individuell geplant, professionell umgesetzt
Beide Gebäude sind individuell auf die Nutzer und deren Konzepte zugeschnittene Entwürfe, die im städtischen Kontext angesiedelt sind und sich dort harmonisch in die gewachsene Umgebungsbebauung einbinden. Die weiß verputzten Wärmedämmverbundfassaden werden durch farbig gestaltete Teilflächen und/oder Holzpaneele akzentuiert. Beide Kitas sind als zweigeschossige Flachdachgebäude organisiert, unterscheiden sich jedoch in Größe und Grundrissform.
Beim Gebäude „Zauberhügel“ konnten die Architekten das 1.300 qm umfassende Raumprogramm für insgesamt sechs Kindergruppen (125 Kinder) sehr kompakt und funktional auf einem winkelförmigen Grundriss um eine große Freispielfläche herum unterbringen. Der Eingang ist als geschützter Bereich in die Kubatur eingeschnitten und mündet in einem großzügigen Foyer mit Treppenhaus und Aufzug. Dank Modulbauweise konnte der 130 qm große Empfangsraum ohne störende Zwischenwände erstellt werden, was den Architekten sehr wichtig war. Die rund 47 qm großen Hauptgruppenräume sind zusammen mit jeweils einem Nebenraum und einem Differenzialraum sowie eigenen Sanitärbereichen zu gut organisierten Clustern zusammengeschlossen – jeweils drei auf jedem Geschoss. Da alle Gruppenräume über einen direkten Zugang nach draußen verfügen, sind die Erschließungsflure genau wie die dazwischengeschalteten Garderobenzonen als Spielflure nutzbar. Sie erweitern das gruppeninterne Raumangebot um eine wertvolle gemeinsame Erlebnisfläche. Küche, Personal- und Verwaltungsräume, Therapiezimmer und Mehrzweckraum komplettieren das Raumangebot.

Gestaltung im Modulbau: Weit mehr als eine „Kiste“
Mit der freitragenden Stahlskelettstruktur und den nichttragenden Wänden sind Gebäudekomplexe in Modulbauweise sehr flexibel an sich wandelnde Anforderungen anpassbar. Wände können versetzt oder geöffnet werden, das Aufstocken und Anbauen ist jederzeit möglich. In beiden Gebäuden sorgen die übersichtliche Anordnung der Räume und ein freundliches Farbkonzept für eine angenehme, kindgerechte Atmosphäre mit guter Orientierung selbst für sehr kleine Kinder. Bodentiefe Fensterflächen stellen den Bezug nach draußen her und versorgen die Räume mit viel Licht.
Das Kita-Gebäude in der Volmerswerther Straße ist auf rechteckigem Grundriss für vier Kindergruppen (85 Kinder) aufgebaut und hat eine Bruttogeschossfläche von 880 qm. Ein besonderer „Hingucker“ ist den Gestaltern bei der Gebäude-Erschließung gelungen: Sie erfolgt über eine zweigeschossig aus der Kubatur geschnittene Ecke. Damit das Modulgebäude jedoch visuell als vollständiger Quader wahrnehmbar bleibt, setzt sich das Stahlskelett der Module als „leere“ Struktur nach außen in Verlängerung der Gebäudekantenfort und komplettiert somit die Ansicht als „Negativform“.
Am Büro der Leitung und an der Küche vorbei, gelangt der Besucher in ein großes zentrales Foyer mit Aufzug und Treppenanlage. Der offene Galeriebereich sorgt für die optische und akustische Verbindung innerhalb der Etagen. Pro Geschoss sind je zwei Gruppeneinheiten vom Foyer aus symmetrisch nebeneinander angeordnet – vom Raumangebot sind sie denen im „Zauberhügel“ ähnlich. Ein Mehrzweckraum im EG und der Personalbereich sowie ein weiterer Differenzialraum im OG vervollständigen das mit dem LVR, (Landschaftsverband Rheinland) und dem Jugendamt abgestimmte Raumkonzept.

Technischer Fortschritt wird mit Modulbau einfach umsetzbar
Auch technisch sind beide Kitas auf dem neuesten Stand. Die mit einer modernen Gas-Brennwerttherme erzeugte Wärme wird behaglich über Fußbodenheizungen in den Räumen verteilt, Solarkollektoren auf dem Dach produzieren Warmwasser. „Technische und vor allem energietechnische Anforderungen und Fortschritte sind mit der Modulbauweise sehr einfach zu realisieren“, bestätigt auch Rolf Walle. Denn die im Werk unter ständiger strenger Qualitätskontrolle hergestellten Module sind baukonstruktiv und bauphysikalisch ausgereift und energietechnisch optimiert. Dank des systembedingten zweischaligen Wand- und Deckensystems erreichen Modulbauten in Sachen Schallschutz sowohl im Geschossdeckenbereich als auch im Zwischenwandbereich bessere Werte als in der DIN 4109 gefordert. Ähnliches gilt für den Wärmeschutz in Bezug auf die aktuelle EnEV.

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