(openPR) Auf die Plätze, fertig, los! Mit diesem Ausruf beginnen viele Kinderspiele in Deutschland. Zum internationalen Weltspieltag am 28. Mai blicken wir nach Mittel- und Südamerika und stellen einige der beliebtesten Spiele vor. Sei es auf dem Schulhof in Peru, in chilenischen Gärten oder in den Wohnzimmern Panamas – gespielt wird auf der ganzen Welt!
Chile: Cabolas (Murmelbrücke)
Für dieses Spiel benötigt man lediglich Murmeln und einen Schuhkarton. In eine Seite des Kartons werden unterschiedlich große Tore geschnitten und nummeriert. Das größte Tor erhält die niedrigste Zahl, das kleinste Tor die höchste Zahl. Jeder Mitspieler erhält fünf Murmeln und setzt sich mit etwas Entfernung vor den Schuhkarton. Der Spielleiter bekommt die restlichen Murmeln.
Nun kann es losgehen: Nacheinander versuchen die Spieler ihre Murmeln durch die Tore des Kartons zu rollen. Rollt eine Kugel vorbei bekommt der Spielleiter die Kugel und der nächste Mitspieler darf sein Glück versuchen. Schafft man es aber die Kugel durch eines der Tore zu rollen, erhält die Person vom Spielleiter die Anzahl Murmeln die über dem jeweiligen Tor steht. Sobald ein Mitspieler keine Murmeln mehr hat, scheidet er aus.Wer die meisten Murmeln gesammelt hat, hat gewonnen.
Panama: Zieh dem Stuhl die Schuhe an
Zunächst werden zwei Stühle gegenüber gestellt und zwei freiwilligen Mitspielern die Augen verbunden. Die verbliebenen Kinder setzen sich in einen großen Kreis um die Stühle und werfen ihre Schuhe in die Mitte. Die beiden freiwilligen Mitspieler müssen nun vier Schuhe sammeln und diese ihren Stuhlbeinen „anziehen“. Die Person, die ihren Stuhl als erstes angezogen hat und sich darauf setzt, gewinnt.
Peru: Ayudame (Hilf mir!)
Um das Fangspiel Ayudame zu spielen, benötigt man keine Hilfsmittel, lediglich etwas Platz. Das Spiel beginnt damit einen Fänger zu ernennen. Dafür streckt ein Spieler seine Hand, mit der Innenfläche nach oben aus, während alle anderen Mitspieler ihren Zeigefinger auf die ausgestreckte Handfläche legen. Ohne Vorwarnung schließt der Spieler seine Hand. Die Person, die ihren Finger nicht schnell genug wegzieht, ist der Jäger. Der Jäger muss nun versuchen die verbliebenen Mitspieler mit der Hand zu fangen. Sobald ein Spieler in Gefahr ist, ruft er „Ayudame“ (Hilf mir!). Andere Mitspieler können ihn retten in dem sie seine Hand nehmen. Wird er nicht gerettet, wird er auch zum Jäger.
Diese und weitere Spiele aus aller Welt mit Spielanleitung hat Unicef in einer Broschüre zusammengestellt.









