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Ankunftsorte als Integrationsmotoren

11.05.201614:19 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Ankunftsorte als Integrationsmotoren
Schrauberlauben für Dietzenbach (Bildquelle: Vera Neisen/Johannes Gerstenberg)
Schrauberlauben für Dietzenbach (Bildquelle: Vera Neisen/Johannes Gerstenberg)

(openPR) Master-Thesis „Arrival City FrankfurtRheinMain“ setzt sich interdisziplinär mit Wohnraumkonzepten für Zugewanderte auseinander

Selbst in international geprägten und weltoffenen Gebieten wie dem Rhein-Main-Gebiet ist Zuwanderung durch Migrantinnen und Migranten oder Geflüchtete ein herausforderndes Thema. Gerade im Rhein-Main-Gebiet stellt die Raumnot hierbei ein zusätzliches Problem dar, da der Wohnraum sehr begrenzt ist. Die Master-Thesis „Arrival City FrankfurtRheinMain“ von Vera Neisen und Johannes Gerstenberg im Master-Studiengang „Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen“ beschäftigt sich damit, wie Ankunftsorte für Zugewanderte gestaltet werden können, um die Integration zu erleichtern. Der Master-Studiengang ist ein kooperativer Studiengang der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), der Hochschule RheinMain und der Hochschule Geisenheim University.



Neisen und Gerstenberg betrachten die Wohnraumsituation der Zugewanderten in ihrer Thesis sowohl unter gesellschaftswissenschaftlicher als auch unter städtebaulicher Perspektive. Ausgehend von der Annahme, dass eine erfolgreiche Integration spezielle Ankunftsorte erfordert, werden drei Orte der Zuwanderung im Rhein-Main-Gebiet näher betrachtet und Konzepte für eine gelungene Integration der dort untergebrachten Geflüchteten entwickelt. Diese drei Orte sollen als Modelle für zukünftige Projekte dienen. In der Thesis werden diese drei unterschiedlichen – für die Rhein-Main-Region typischen – städtebaulichen Strukturen auf ihr Integrationspotenzial untersucht und untereinander verglichen. Die Großwohnsiedlung Spessartviertel Dietzenbach, die Altstadt Friedberg und das Gewerbegebiet Neu-Isenburg Süd haben jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile für eine gelingende Integration, die gefördert beziehungsweise ausgeglichen werden können.

Die Thesis stellt für jeden dieser drei Orte ein eigenes Konzept vor, das die Weiterentwicklung in einen optimierten Ankunfts- und Integrationsort vorsieht. Mit der Um- und Neugestaltung schon existierender Strukturen sowie eigens für diese Gebiete konzipierten Gebäuden soll das Potenzial voll ausgenutzt werden. So entwarfen Neisen und Gerstenberg einen multifunktionalen Block, bestehend aus einem Hotel, Wohnungen und Gewerbemöglichkeiten, für das Spessartviertel in Dietzenbach, um die bisherige Ausrichtung als reines Wohnviertel aufzubrechen und neue Möglichkeiten der Bebauung aufzuzeigen. Für die Friedberger Altstadt legt die Thesis den Fokus weniger auf Neubau als vielmehr auf Umbau und Neunutzung von bestehender Bausubstanz; das ehemalige Hotel Trapp wird zu einem „Hotel Zwischenheimat“ mit Hotelbetrieb, Gastronomie und Veranstaltungsräumen umfunktioniert, während für das ehemalige Kaufhaus JOH das Konzept eines kooperativ betriebenen „Kaufhauses International“, bestehend aus Marktzeile, Boutiquen, Werkstätten und Küche für Kochkurse, vorgestellt wird. Das Gewerbegebiet Neu-Isenburg-Süd eignet sich durch die kurzen Wege zu den unterschiedlichen Gewerben sowie durch große ungenutzte Flächen sehr gut für eine fließende Integration der Geflüchteten in den Arbeitsmarkt und für eine Nutzung der brachliegenden Flächen z. B. zur Errichtung eines „Social Impact Lab“, einer Mischung aus Wohn-, Arbeits- und Begegnungsraum.

Neisen und Gerstenberg sind gerne bereit, den drei Städten ihre Konzepte zur Verfügung zu stellen: „Wir würden uns sehr freuen, wenn die Verantwortlichen in den drei Städten auf uns zukommen und sich mit unseren Konzepten auseinandersetzen würden“, betonen die beiden. „Eine Umsetzung unserer Ideen in die Praxis wäre für uns natürlich eine große Ehre und Anerkennung.“ Auch für andere Kommunen könnten die Ansätze laut Neisen und Gerstenberg interessant sein.

„Das Besondere an dem Projekt von Neisen und Gerstenberg ist, dass sie nicht nur die baulichen Möglichkeiten betrachten, sondern diese auch in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext einbinden und breit gefächerte, integrierte Lösungsansätze aufzeigen, die nicht viel kosten“, so Prof. Dr.-Ing. Maren Harnack, die die Arbeit zusammen mit Dr. Marcus Gwechenberger betreut hat. „Die Weiterentwicklung der untersuchten Orte als ‚Arrival City‘ bietet sowohl für die dort untergebrachten Zugewanderten als auch für Anwohner/-innen, Unternehmer/-innen und andere Beteiligte neue Möglichkeiten der Kooperation und beste Chancen für die Integration der Zugewanderten. Letztendlich sind Städte, die Zugewanderten ein gutes Umfeld bieten, für alle Menschen attraktive Orte.“

Kontakt: Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich 1: Architektur • Bauingenieurwesen • Geomatik, Prof. Dr.-Ing. Maren Harnack, E-Mail: E-Mail

Die Thesis „Arrival City FrankfurtRheinMain“ steht bis zum 10. Juni 2016 zum Download bereit: web.dv.fh-frankfurt.de/upload/1462870014.96/20160510-1046.zip; weitere Informationen zum Master-Studiengang „Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen“ unter: frankfurt-university.de/umsb.

Der Fachbereich Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik beschäftigte sich zudem bei einem Fachgespräch mit Flüchtlingsunterbringungen. Ein 2. Fachgespräch „Planen und Bauen für eine adäquate Flüchtlingsunterbringung“ soll im Oktober oder November 2016 stattfinden. Auch andere Fachbereiche der Frankfurt UAS reagieren mit zahlreichen Aktionen auf die aktuelle Flüchtlingssituation. Am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit beispielsweise wurden und werden mit (minderjährigen) Flüchtlingen Kunst- und Theaterprojekte durchgeführt, es werden Tagungen zur Thematik abgehalten und es wird zur Traumatherapie geforscht; zudem gibt es Projekte, in welchen Studierende den Flüchtlingen Frankfurt zeigen oder eine Willkommens-Broschüre konzipieren, die erklärt, wo die Flüchtlinge wichtige Institutionen in Frankfurt finden. Der Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften bietet im Sommersemester 2016 für asylsuchende und anerkannte Flüchtlinge einen besonderen Einstieg in maschinentechnische Ingenieurstudiengänge (Maschinenbau, Produktentwicklung und Technisches Design, Service Engineering Maschinenbau sowie Mechatronik); weitere Informationen unter www.frankfurt-university.de/willkommensjahr.

Die Frankfurt UAS ist Teil der bundesweiten Aktion „Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“. Die in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zusammengeschlossenen Hochschulen wenden sich damit gegen Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und reagieren so auf die Vorkommnisse rassistisch motivierter verbaler und physischer Gewalt in den vergangenen Wochen und Monaten. Weitere Infos: www.hrk.de/weltoffene-hochschulen

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