(openPR) Der Mitbegründer des Architekturbüros RKW und Vater des Sevens und CentrO in Oberhausen starb mit 83 Jahren.
Das Sevens an der Königsallee in Düsseldorf, das Centr0 in Oberhausen oder Karstadt in Dresden – Hans Günter Wawrowsky, der Mitbegründer des Düsseldorfer Architekturbüros RKW, hat viele Geschäftshäuser, Einkaufszentren und Warenhäuser in Deutschland geplant und darüber hinaus gemeinsam mit seinen Kollegen Architekturgeschichte geschrieben. Nach langer Krankheit ist er am 27. Februar 2016 im Alter von 83 Jahren gestorben. RKW Rhode Kellermann Wawrowsky Architektur + Städtebau zählt mit mehr als 300 Beschäftigten zu den größten Architekturbüros in Deutschland.
In Düsseldorf entwarfen die RKW-Architekten unter anderem das Haus der Ärzteschaft, das BOC und das TOC in Golzheim, das Bürohaus Panta Rhei im Business-Park Airport City, den ISS Dome und waren zuständig für die Sanierung des ehemaligen Mannesmann-Hochhaus am Rheinufer. In Danzig planten sie die Bernstein-Arena, das Green Office des IOC in Sotschi, die Deutsche Börse in Frankfurt, in Hanau die neue Innenstadt und in Stuttgart das Wohn- und Geschäftsviertel um den Mailänder Platz auf dem ehemaligen Gelände des Güterbahnhofs.
Hans Günter Wawrowsky war 1959 als junger Mann nach Düsseldorf gekommen. Zunächst arbeitete er im Büro von Prof. Hentrich und Hubert Petschnigg, danach bei Helmut Rhode. Aus dieser Keimzelle entstand 1971, gemeinsam mit Friedel Kellermann, RKW. Das CentrO in Oberhausen mit 220 Einzelhandelsgeschäften wurde für ihn der ganz große Wurf. Wawrowsky verhalf dem Ruhrgebiet zu einem Einkaufserlebnis, das im Revier bis dahin unbekannt war. In vielen vom Strukturwandel erfassten Städten wurde es zum Maßstab für die Aufwertung ihrer stagnierenden Zentren. Auch das auf der internationalen Immobilienmesse Mipim in Cannes ausgezeichnete Shopping-Center Sevens an der Düsseldorfer Königsallee trägt seine Handschrift.
Hans Günter Wawrowsky war in der Lage, sich bei seinen Entwürfen tief in die Situation am jeweiligen Ort hineinzudenken. So fand er abseits jeder Standardisierung individuell maßgeschneiderte und somit am Ende auch die richtigen Lösungen. Besonders wichtig war ihm nach der Wiedervereinigung die Arbeit in Berlin. Dort, in der sich neu aufstellenden Bundeshauptstadt, gründete und leitete er das Büro von RKW. Als Mitglied im Bund Deutscher Architekten, der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung und im Vorstand des Deutschen Vereins für Stadtentwicklung und Handel Urbanicom engagierte sich Hans Günter Wawrowsky weit über die Grenzen seines Unternehmens hinaus.











