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101 Köpfe in Mainfranken - Interview mit Michael Schäfenacker

01.03.201618:05 UhrWerbung, Consulting, Marktforschung
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Michael Schäfenacker
Michael Schäfenacker

(openPR) Michael Schäfenacker ist Geschäftsführer der NoceanZ GmbH aus Würzburg. Das Marktforschungsunternehmen bietet seit 2015 mit seiner App „wasdenkstDu?“ mobile Marktforschung an – sowohl für den B2B- als auch B2C-Bereich. Der 46-jährige äußert sich zu den Herausforderungen in seinem Job und schildert, warum er gerne Bill Clinton treffen würde.



Worin sehen Sie die Stärken Ihres Unternehmens?
Wir sind lecker! Lecker ist etwas Schmackhaftes, etwas Interessantes und wir sind attraktiv für die Kunden, weil wir um die Ecke denken, Dinge sehen, die dem Kunden vielleicht nicht auffallen und ihn unterstützen, dass er seine Projekte optimal durchführen kann. Kunden haben die Möglichkeit, uns im Vorfeld auf unsere Erfahrungswerte ansprechen, sich Ideen zu holen und zu fragen, wie sie dies oder das umsetzen können. Der Kunde kann sich bei uns genau das heraussuchen, was für ihn richtig ist.

Spüren Sie etwas vom Problem Nachwuchskräftemangel?
Nicht direkt. Wir haben einmal die Mitarbeiter, die die Feldarbeit machen, also die Datenerhebung mit den verschiedenen Methoden. Das sind oftmals klassische Teilzeitjobs für Studenten. Es wird immer schwieriger Studenten zu engagieren, da sie aufgrund der Bachelor- und Masterstudiengänge stark in ihr Studium eingebunden sind. Zum Team gehört auch Personal, das im Back-End arbeitet, Projekte betreut, vorbereitet und auswertet. Hier kann es sein, dass Studenten, die bei uns als Aushilfskräfte angefangen haben, später in Festanstellung bei uns arbeiten. Das ist eine gute Art, zu „rekrutieren“.

Was ist heute, im „digitalen“ Zeitalter, das beliebteste Umfragemittel?
Der Trend geht seit vielen Jahren ganz klar in Richtung Onlinebefragungen, es haben sich natürlich die Geräte geändert. Der Desktop-PC wird nicht mehr so oft dafür verwendet, es sind heute mehr mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones. Neben den telefonischen Befragungen werden im Internet die meisten Interviews durchgeführt.

Welche Perspektiven und Entwicklungen sehen Sie in der Zukunft, bezogen auf Ihr Unternehmen?
Wichtig ist für jedes Unternehmen die Frage: Wo geht die Entwicklung hin? Wir haben ganz klassisch angefangen mit telefonischen Befragungen in den 90er Jahren und schriftlichen Face-to-face-Befragungen, dann wurde das Thema „Online“ sehr präsent. Groß in der Diskussion ist das Thema „Mobile Marktforschung“. Hierdurch ergeben sich neue Chancen, weil man mit den mobilen Endgeräten einfacher befragen kann und unterschiedliche Zielgruppen besser erreicht.

Wie sehen Sie die Chancen in der Entwicklung mit der Mobilen Marktforschungs-App?
Wir merken, es ist ein großes Interesse da, aber die Kunden gehen noch sehr verhalten damit um. Das braucht vielleicht noch ein paar, drei, vier Jahre, bis die Nachfrage stärker wird. In Teilbereichen wird es schon benutzt, weil es ja auch schnell geht. Dies gilt vor allem für die junge Zielgruppe, die normal schwieriger zu erreichen ist. Aber bis sich die Mobile Marktforschung im Markt durchsetzt, wird es noch ein bisschen dauern.

"Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast." Wie stehen Sie dazu?
Ich habe Verständnis dafür, wenn Leute an den Zahlen vielleicht erst einmal zweifeln, sie auf der anderen Seite aber oft einfach zu ernst nehmen. Wichtig ist, dass man das Verständnis für das hat, was da steht: Wie sind die Zahlen zustande gekommen, wie groß ist die Stichprobe gewesen, wie valide ist das Ganze? Man muss wissen, was dahintersteckt.

Was war die schlimmste Reaktion, die Sie bei einer Meinungsumfrage je erlebt haben?
Das Heftigste war Post vom Familiengericht, da hat uns jemand verklagt, weil wir ihn in seinem häuslichen Frieden gestört haben, als wir ihn angerufen haben, um mit ihm ein telefonisches Interview zu führen. Letztendlich ist die Klage aber abgewiesen worden, weil wir uns mit allen Umfragen im Rahmen der Marktforschung rechtlich im einwandfreien Raum bewegen.

Wie reagieren die Leute tendenziell auf eine Befragung? Verwundert, erfreut, verwirrt...?
Sehr unterschiedlich. Tendenziell ist es schwieriger geworden, zumindest am Telefon Interviews zu führen, es geht um Daten und da ist eine hohe Sensibilität einfach vorhanden. Wir hatten aber auch schon Beschwerden darüber, dass Leute nach offiziellen Ankündigungen von Umfragen nicht angerufen wurden. Das sind aber eher die Ausnahmen.

Was bringt Sie auf die Palme?
Unzuverlässigkeit und Absprachen, die nicht eingehalten werden, gerade auch im beruflichen Bereich. Manchmal wissen die Leute nicht, was das für Auswirkungen hat, wenn sie etwas anders machen, als geplant, und dass daran ein relativ großer Apparat hängt, der dann durcheinander kommt.

Was war als Pilot und Teil der bayerischen Luftrettungsstaffel bisher Ihr interessantester Einsatz?
Das war kein Einsatz, sondern eine Großübung vom Flugplatz Giebelstadt aus. Der Luftbeobachter und ich hatten die Aufgabe, einen Brand zu lokalisieren und dann anschließend die Feuerwehr und zwei Hubschrauber von der Bundeswehr zunächst zur Wasseraufnahme und dann zum Brandherd zum Löschen zu lotsen. Das große Zusammenspiel mit den anderen Fliegern und mit den Einsatzkräften am Boden, das war schon sehr interessant.

Mit welcher bekannten Persönlichkeit würden Sie gerne einen Abend verbringen?
Das wechselt immer mal wieder. Spontan fällt mir Bill Clinton ein. Leute, die ihn kennen gelernt haben, sprechen von seiner intensiven Ausstrahlung, wenn er einen Raum betritt und mit Leuten umgeht. Auch sein Einblick in die Weltpolitik, aus seinem Amt heraus - es wäre sicher interessant, bei einem Glas Wein darüber zu diskutieren.

Zelt oder 5 Sterne - wie und wo verbringen Sie Ihren Urlaub?
Amerika ist ein gutes Stichwort, da war ich in den letzten Jahren öfter unterwegs, als meine Frau und ich noch keine Kinder hatten. Momentan zieht es uns eher ins Hotel, oder auch mal zum Urlaub auf dem Bauernhof, das sind so unsere Vorlieben, wenn wir mit den Kindern unterwegs sind.

Fliegen Sie selbst dort hin?
Unterschiedlich. Ab und an fliegt die Familie mal mit und dann machen wir einen Tagesausflug. Mit Fliegerkollegen bin ich auch mal im Ausland oder auf größeren Strecken unterwegs. Da sind wir allerdings nicht an einem Ort, sondern jeden Abend wo anders, denn dann geht es um´s Fliegen.

Womit machen Sie Ihren Freunden bei einer Essenseinladung eine Freude?
Mit einem guten Rotwein. Ich koche auch gerne. Was es zu essen gibt, hängt immer ein bisschen davon ab, wonach mir gerade ist, aber wirklich wichtig ist mir, dass ein guter Wein dabei ist.

Wofür stehen Sie morgens gerne auf?
Für das Lächeln meiner Kinder, wenn sie aufwachen. Idealerweise, wenn sie nach mir aufwachen, aber das kommt selten vor.

Was ist Ihr größter Wunsch für die Zukunft?
Den gibt es gar nicht in dem Sinne. Das mit Leidenschaft weiter zu betreiben, sowohl beruflich, als auch privat, was ich momentan mache, und dass mir das noch lange beschert bleibt.

Mehr Infos unter www.noceanz.com

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