(openPR) Am 18. Juni veranstaltet das - aus 18 Organisationen bestehende - „Mobil ohne Auto Region Nord“- Bündnis, die alljährliche Fahrradsternfahrt. Auf 17 Routen mit insgesamt 50 Startpunkten, in und um Hamburg, werden sich mehr als 20.000 Radfahrer/innen in Richtung Innenstadt bewegen. Zusätzlich findet eine Wanderung für Fussgänger/innen statt.
Der 3. Sonntag im Juni, in diesem Jahr der 18. Juni, wird seit 1981 als „Mobil ohne Auto“- Aktionstag begangen. Er ist inzwischen ein deutschlandweites Ereignis.
Seit 1984 hat sich der Fahrradverkehr in Hamburg fast verdreifacht. Dies ist das Ergebnis der neuesten Verkehrszählung. Sogar im letzten Winter fuhren viele Menschen in und nach Hamburg mit dem Rad. Zirka 40% der Hamburger Haushalte haben kein Auto, aber fast jeder Haushalt besitzt mindestens ein Fahrrad. Es gibt beinahe ebenso viele Drahtesel in Hamburg wie Einwohnerinnen und Einwohner. Und obwohl beinahe 20% des rollenden Individualverkehrs mit dem Rad gefahren werden, gibt die Stadt Hamburg nur 0,7 Promille des Verkehrshaushaltes für den Fahrradverkehr aus. Daran hat sich trotz vollmundiger Ankündigungen des Senats bisher nichts geändert.
Daher veranstalten Verkehrs-, Umwelt-, „Eine Welt"- und Friedensinitiativen aus Hamburg und dem niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Umland in diesem Jahr im Rahmen des bundesweiten "autofreien Sonntags" wieder eine Fahrraddemonstration.
Ziel dieses Protestes ist die Förderung des „Umweltverbundes" im Verkehr, d.h. des Zu-Fuß-Gehens, des Fahrradfahrens und des Benutzens öffentlicher Verkehrsmittel. Wir fordern unter anderem, dass für den Fahrradverkehr ein Drittel der Finanzen des Hamburger Verkehrshaushaltes zur Verfügung gestellt wird. Für bessere Radwege, Radspuren auf den Straßen, Velorouten und bessere Fahrradabstellanlagen. Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit, weg mit den Bettelampeln, macht keine Rennbahnen aus den Hamburger Straßen.
Rainer Kulla, Vorsitzender der Hamburger Naturfreunde und Mitorganisator der Fahrradsternfahrt bringt die Radverkehrssituation in Hamburg und Umgebung folgendermaßen auf den Punkt: „Die Hamburger Politik ist seit Jahrzehnten eine Politik von Autofahrern für Autofahrer. Die Infrastruktur für Fahrradfahrer und Fußgänger ist seit langem unterdurchschnittlich, im Vergleich zu anderen Metropolen.“
Aus Protest gegen diese Situation führt die Fahrradsternfahrt auf den Hauptverkehrsstraßen, z.B. auch über die Köhlbrandbrücke, zum WM-Dorf auf dem Heiligengeistfeld und am Ende auch zur „altonale“, dem Stadtteilfest mit Kultstatus.
Weitere Presse-Informationen und Fotos unter: www.fahrradsternfahrt-hamburg.de
Das Mobil-Ohne-Auto-Bündnis - Region Nord besteht aus folgenden Organisationen:
Veranstaltende Organisationen:
• ADFC Landesverband Hamburg e.V.
• ADFC Norderstedt
• attac Hamburg
• autofrei leben! Regionalgruppe Hamburg
• Initiative CYCLERIDE
• Greenpeace e.V.
• HPV Deutschland e.V.
• Naturfreunde Landesverband Hamburg e.V.
• Regionalverband Umweltberatung Nord e.V.
• UmweltHaus am Schüberg / ev. luth. Kirchenkreis Stormarn
• Verbraucherzentrale Hamburg
• Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e.V.













