(openPR) Wer im Zuge der Erstellung seines akademischen Textes bemerkt, dass er diesen niemals erfolgreich zu Ende bringt, wird vielleicht nach professioneller Unterstützung im Internet recherchieren. Die Eingabe von einschlägigen Begriffen in die gängigen Suchmaschinen fördert dabei schnell zu Tage, dass es eine Reihe von Webseiten gibt, die die gewünschte Dienstleistung anbieten.
Allerdings wird der Suchende auch feststellen, dass eine Beurteilung der jeweiligen Anbieter nur schwer möglich ist. Referenzen gibt es naturgemäß keine, oftmals noch nicht mal Telefonnummern oder ein aussagefähiges Impressum. Auch der deutschen Sprache scheinen nicht alle Anbieter mächtig zu sein, sieht man sich deren Webseiten an, was umso erstaunlicher ist, da sie vollmundig eine hochwertige akademische Texterstellung versprechen.
Die große Bandbreite der Honorare ist ebenfalls nur sehr bedingt ein Anhaltspunkt. Vielmehr gilt hier: je günstiger, desto größere Vorsicht ist angebracht. Selbstbewusste Aussagen, wie z.B. eine Erstellung von 50 Seiten zu 1500€ in 5 Tagen sollten Anlass zur Skepsis bieten.
Die Entscheidung, welcher Ghostwriter seriös, qualifiziert und zuverlässig ist, ist in einem intransparenten Markt sehr schwierig. Ob der Preis als Entscheidungskriterium ausschlaggebend sein sollte, liegt zwar im Ermessen (und Budget) des Interessenten, eine genaue und kritische Lektüre entsprechender Websiten scheint aber angebracht. Denn eine falsche Entscheidung kann nicht nur zur Folge haben, dass keine brauchbare Arbeit geliefert wird und das investierte Geld weg ist. Aufgrund bestehender Abgabetermine bleibt dann auch keine Zeit mehr, sich alternative Lösungen zu überlegen.
Deshalb sollte sich jeder Interessent folgende Vorgehensweise vor Auge halten, wenn es darum geht, eine derart sensible und wichtige Entscheidung zu treffen:
1) Zunächst sollten Sie sich fragen, ob Sie Ihren Fokus eher auf eine hochwertige Dienstleistung oder eher auf eine günstige Leistungserbringung legen. Beides zusammen ist im Ghostwriting praktisch nicht zu haben. Manchmal genügt aber auch ein (günstigerer) Text von minderer Qualität, je nach Zweck und Anforderung.
2) Überprüfen Sie das Impressum. Stimmen Domaininhaber und Namen im Impressum überein? Ist der Betreiber namentlich genannt und nicht nur ein Firmen-Fantasiename?
Existiert die im Impressum angegebene Adresse des Firmensitzes? Können Teile des Impressums per Mausklick kopiert werden oder ist das gesamte Impressum eine Bilddatei? Unseriöse Anbieter versuchen damit, Veränderungen der Inhaberschaft, die durch Drittarchive nachvollzogen werden können, zu verschleiern.
3) Ist eine deutsche Adresse und Festnetznummer angegeben? Handelt es sich um eine Adresse in der Schweiz, Großbritannien, Liechtenstein oder gar den USA? Dann ist zumindest Skepsis angebracht. (Mehr oder weniger) bekannt sind zudem Betrugsfälle von osteuropäischen Anbieter (nicht immer ad hoc als solche erkennbar). Lassen sich Kunden auf solche Anbieter ein, oftmals weist bereits das mangelhafte Deutsch auf den entsprechenden Webseiten auf deren Dubiosität hin, ist meist das Geld weg, ohne dass sie eine Leistung erhalten. Anrufe werden meist von Callcentern (im Ausland) entgegengenommen, wobei die Ansprechpartner ebenfalls mit Akzent Auskunft geben.
4) Lassen Sie sich nicht blenden von angeblichen Marktführerschaften diverser Anbieter mit 400 oder 500 Autoren. Hier ist von reinen „Marketingsprech“ auszugehen. Zudem sagen solche Zahlen nichts über die Qualität der Autoren, eher über die geringen qualifikatorischen Hürden für eine Mitarbeit beim entsprechenden Anbieter.
5) Erkundigen Sie sich telefonisch unter der angegeben Telefonnummer nach der Vorgehensweise, Art und Weise der Zusammenarbeit, Honorar, Qualifikation der Autoren und der Ansprechpartner, Erfahrung und Qualitätsanspruch der Agentur etc. Wird sich die Zeit genommen, auch auf komplexe und individuelle Frage- und Problemstellungen ausführlich einzugehen? Vertrauen Sie dabei ruhig Ihrem Bauchgefühl, denn Vertrauen ist ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Zusammenarbeit!
6) Sollten Sie weiterhin Zweifel haben, vereinbaren ein Gespräch und suchen Sie das Unternehmen vor Ort auf. Ein seriöser Anbieter wird Ihnen dies problemlos ermöglichen und Sie können sich einen persönlichen Eindruck verschaffen.







