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Psychonephrologie

14.12.201512:07 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Psychonephrologie
Friedrich Balck, Fritz A. Muthny (Hrsg.) Psychonephrologie
Friedrich Balck, Fritz A. Muthny (Hrsg.) Psychonephrologie

(openPR) Etwa ein Drittel der Dialysepatienten ignoriert häufig wichtige Behandlungserfordernisse; die Non-Adhärenz gehört zu den folgenschwersten Risikopotentialen der Nierenersatztherapie. Ist die Beziehung des Kranken zum Behandlungsteam vertrauensvoll und sind die geltenden Verhaltensregeln möglichst einfach, steigt die Chance für eine Adhärenz, berichtet Professor Dr. Friedrich Balck in dem neu erschienenen Reader "Psychonephrologie". Der Band bietet dem nephrologischen Team eine große Zahl hilfreicher Hinweise für das tägliche Leben und Arbeiten in der Therapie.

Dr. Gabriele Angenendt und Dr. Thomas Primke postulieren in ihrem Beitrag zum Reader: Alle psychologischen, psychosozialen und psychotherapeutischen Interventionen "haben zum Ziel, die Bewältigungsstrategien der Patienten zu stärken und eine Krankheitsverarbeitung zu unterstützen." Der Fokus liegt nicht auf den Defiziten des Kranken, sondern auf seinen Stärken und Chancen. Die Interventionen sollten sich am ehsten den verschiedenen Phasen der Erkrankung zuordnen lassen. Vier Phasen sind häufig unterscheidbar:

- Initiale Krise; Schock, Schuld, Angst, Ärger, Furcht.
- Honeymoon Periode; Dialyse wird als nicht so schlimm erlebt wie ursprünglich assoziiert.
- Krankheitsverlauf; Patienten müssen ihr Selbstkonzept der Schwere ihrer Erkrankung anpassen; Trauer/Verlusterleben, Frustration, Ärger, Scham
- Akzeptanz; Patienten arrangieren sich mit der Situation, entwickeln neue Selbstkonzepte und Lebenspläne

Die Autoren sehen Psychonephrologie nicht als isoliertes psychologisch-psychotherapeutisches Arbeitsfeld, sondern als Aufgabe des gesamten Teams: Psychoedukation und Entspannungsverfahren helfen dem Patienten, seine Anpassungsaufgaben nach und nach zu lösen: Er muss

- die Anspruchshaltung an sich selbst verändern
- Compliance aufbauen
- Unterstützung in Anspruch nehmen und seine soziale Rolle neu definieren
- den eigenen Körper neu kennen und akzeptieren lernen
- sein Netzwerk neu aufbauen
- Arbeit, Freizeit, Lebenssinn neu definieren

>> Friedrich Balck, Fritz A. Muthny (Hrsg.) Psychonephrologie. Pabst, 244 Seiten, ISBN 978-3-95853-097-3
http://www.psychologie-aktuell.com/shop/einzelansicht.html?tx_ttproducts_pi1%5BbackPID%5D=79&tx_ttproducts_pi1%5Bproduct%5D=1301&cHash=0f5c1298bd

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