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Nachlese: Gruselgarten Villa St. Remo

20.11.201511:57 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes
Bild: Nachlese: Gruselgarten Villa St. Remo
Das Team um den Gruselgarten Villa St. Remo
Das Team um den Gruselgarten Villa St. Remo

(openPR) Erlebnis zu Halloween: Gruselgarten Villa St. Remo in Dresden
Auch im Jahr 2015 ein voller Erfolg: Der Gruselgarten zur Villa St. Remo.
Fast 1300 Besucher haben die Gelegenheit genutzt, das von Jahr zu Jahr perfekter werdende Halloween-Event „Gruselgarten Villa St. Remo“ zu besuchen. Und schon längst hat sich auch außerhalb Dresdens herumgesprochen, dass sich ein Besuch im Garten des Grauens lohnt. Doch was spielt sich im Gruselgarten ab? Der nachstehende Bericht führt durch das Spektakel und zeigt Einzelheiten, die sonst verschlossen bleiben.


Eine Nachlese zum erfolgreichen Projekt des Dresdener Lions-Clubs New Century.

Worum geht es beim Projekt Gruselgarten Villa St. Remo?

Der Gruselgarten findet nunmehr seit drei Jahren rund um die Villa St. Remo in Dresden-Loschwitz statt. Veranstalter ist der Dresdner Lions-Club, der von Sponsoren aus der Region bei der Vorbereitung und beim Ablauf des Events unterstützt wird. In diesem Jahr wird der Erlös zugunsten des Frauenschutzhaus Dresden e.V. ausgerichtet. Selbstverständlich ist Rechtsanwältin Anca Kübler, zugleich Mitglied des Vereinsvorstands, mit zwei Kollegen vor Ort. Die Drei stellen die Projekte des Vereins vor. So gibt es zum einen das Schutzhaus selbst, ein Zufluchtsort für Frauen und deren Kinder, die unter häuslicher Gewalt leiden und der Situation entfliehen wollen. „Unsere Gäste bleiben zwischen einem Tag und einem dreiviertel Jahr“, so Anca Kübler. Eine feste Zeit gäbe es nicht, das wäre auch nicht im Sinne des Projektes. Daten der Betroffenen werden nicht herausgegeben, sie werden in der Zuflucht bestmöglich geschützt. „Ein zweites Projekt ist der Umgang mit Stalking“, erläutert Kübler. Anca Kübler freut sich über die Veranstaltung und die damit verbundene Aufmerksamkeit.

Der Gruselgarten Villa St. Remo – Aufbau der Veranstaltung

Der Gruselgarten, so sagt man, sei im ersten Jahr nichts weiter als eine Ansammlung von Kürbissen gewesen. Darüber kann Markus Mütze, der leitende Techniker hinter der Veranstaltung, nur schmunzeln. „Wir haben uns schon immer große Mühe gegeben“, so Markus Mütze. Während der Veranstaltung ist er für kein Interview zu haben, denn er ist fortwährend im Einsatz. Und das nicht grundlos. Mehr als 500 Meter Kabel wurden in den letzten beiden Tagen verlegt, sie dienen der Beleuchtung der mehr als 60 LED-Spots, der Nebelmaschine, den Lautsprechern und den elektronisch betriebenen Geistern. An strategischen Stellen auf dem Parcours finden sich daher Kabelbrücken, die sich gut versteckt in die Umgebung einfügen. Die technische Zentrale befindet sich ein einem eigens dafür aufgebauten Zelt, hier wird die Eventtechnik gesteuert wird. „Wind kann zum Problem werden“, erläutert Mütze. Im Hintergrund donnert es, und Blitzeffekte lassen die Villa St. Remo gruselig aufleuchten, während die Besucher sich bereits oben in Scharen an der Kasse einfinden.

Doch noch hat der Gruselgarten nicht geöffnet. Organisator Martin Sakraschinsgy, Vorstand der factum Immobilien AG, prüft die für den Nachmittag erwartete Windgeschwindigkeit im Internet. Er erklärt, dass Windgeschwindigkeiten ab 30 km/h die mit Planen überdachten Eventzelte, die Teile des Parcours bilden, gefährden. „Das wirkt sich dann auf die gesamte Veranstaltung aus“, so Sakraschinsgy. Und das wäre fatal, denn es steckt viel Arbeit im Projekt „Gruselgarten Villa St. Remo“.

Insgesamt wird bereits seit sechs Wochen am Gruselgarten gearbeitet, erklärt Martin Sakraschinsgy. Zuerst hat Stefan Neumann mit der Arbeit begonnen, seine Aufgabe war die Modellierung verschiedener Spukgestalten und Kulissen, welche der Besucher passieren muss. Stefan Neumann, Inhaber des Airyc-Designstudios in Heidenau, ist auf Airbrush und Eventgestaltung spezialisiert. Seine Gemälde sind extra für die Veranstaltung gefertigt worden. Etwa 14 Tage vor dem Event wurde mit dem Aufbau der Kulissen begonnen.

„Wir liegen gut in der Zeit“, versichert Sakraschinsgy. Techniker Markus Mütze verzieht sich in das Zelt und gibt letzte Anweisungen. Die sechs Funkgeräte werden an strategischen Stellen verteilt, die Anspannung im Team wird größer.

Wer jetzt noch nicht geschminkt ist, besucht Kristina Wagner. Sie ist Geschäftsführerin des Kosmetikstudios Pure Perfektion und arbeitet konzentriert daran, aus den Schauspielern, die ebenfalls Teil des Parcours sind, lebende Tote oder Hexen zu machen. Mit einem unglaublichen Feingefühl für Details verleiht sie den Protagonisten ein ganz neues „Ableben“. Auch der Autor des Berichtes wurde entsprechend angepasst und sah sich mit großem Erstaunen völlig verändert. „Wir überlassen nichts dem Zufall“, erklärt Martin Sakraschinsgy. Es wird einmal mehr deutlich: Mit einer Amateurveranstaltung hat das Event nicht viel zu gemeinsam.

Zusammen mit Martin Sakraschinsgy und Markus Mütze begeht das Team letztmalig den Parcours, bevor es losgeht. Es ist bereits kurz nach 16:00 Uhr, um 16:30 Uhr sollen die Pforten des Gartens geöffnet werden. Die Technik wird angepasst, in den Tunneln arbeiten Techniker abschließend an den Bewegungen der elektronischen Geister. Schließlich sollen die Computergesteuerten Komparsen den Besuchern ins „Auge“ fallen, und nicht vorbeischauen. Geheul und Gekreische begleitet den Rundgang.
Am Wasserteich schiebt sich ein Protagonist in einen der drei Neoprenanzüge, die für diesen Zweck vom Tauchcenter Steina ausgeliehen worden sind. Zwar ist der Teich beheizt, doch die Umgebungstemperatur und die Wassertemperatur gleichen sich im Laufe des Abends an. Fünf Stunden muss der Darsteller im Wasser verbleiben, dabei gelegentlich Besucher erschrecken. Neben ihm gibt es noch viele weitere Protagonisten, die für die Gruselgefühle der Besucher zuständig sind.
Das Highlight ist auch in diesem Jahr wieder der Kettensägenmann, dargestellt von Dirk Grünberg. „Einen solchen Auftritt lasse ich mir nicht nehmen“, schmunzelt der Rechtsanwalt. In einer ruhigen Ecke lauert er mit der lauten Stihl-Kettensäge und seinen Komparsen auf die Gästegruppen, die vermutlich schon durch die lauten Motorengeräusche angespannt werden. Am Eingang zum sogenannten Verlies wartet John Scheller, Sponsor und Geschäftsführer des Edeka Center Scheller, auf seinen Auftritt als Vampir. Er signalisiert, dass er bereit sei.

Die Uhr zeigt nun 16:40 Uhr, zehn Minuten „liegt“ das Event bereits über der Zeit. Über Funk kommt die Meldung, dass der Andrang an der Kasse größer wird. Die Besucher werden unruhig. „3,- € beträgt der Unkostenbeitrag für Erwachsene, 2,- € für Kinder“, erklärt Sakraschinsgy, „das kann man sich leisten, und schließlich ist es für einen guten Zweck. Aber nun muss es losgehen.“ Der Rundgang endet vor dem Kessel mit Blutsuppe, hier sind die beiden Zombiehexen Andrea und Moni stationiert. Sie sollen die Gäste nach dem Parcours mit Tomatensuppe, sprich der „Blutsuppe“, versorgen. Sie machen das schon seit drei Jahren und freuen sich über ihre „Kunden“. „Es kommen viele Deutsche, aber auch Engländer, Amerikaner und Japaner“, schwärmt Moni. Sie mag interkulturelle Begegnungen, von je weiter weg die Gäste, je lieber ist es ihr. Die Zombiehexen sind bereit. Martin Sakraschinsgy gibt das Startsignal.

16:40 Uhr – Start der Veranstaltung
So wird das Tor geöffnet, und die erste Besuchergruppe schreitet die lange Treppenanlage hinab, begleitet von künstlichem Donner und Blitz. Es dämmert bereits sehr stark, die Atmosphäre wirkt sehr geladen. Man weiß nicht, ob das Gewitter künstlich ist oder real. Das Team von Markus Mütze macht seine Arbeit sehr gut. Es werden ab sofort alle vier Minuten jeweils zehn bis fünfzehn Personen eingelassen, die eine Gruppe bilden.
Unten am Ende der Treppenanlage stoppt Lars Uhlir, ebenfalls im Führungsteam des Edeka-Centers, die Gäste, und hält eine Begrüßungsrede. Er führt sie stimmungsvoll auf das Erlebnis ein, erläutert auch, dass sich „gute Geister“ um die kleinen Gäste kümmern, wenn es angebracht ist, etwa, wenn es durch die besonders gruseligen Passen geht, die nicht für kleine Besucher geeignet sind. Etwas Werbung darf nicht fehlen: Lars Uhlik erklärt auch, dass Joachim Weifels, geschminkt als Zombie, am Ende des Parcours Bilder für die facebookseite des Events erstellt. Dort können sich die Gäste ihre eigenen Bilder dann herunterladen.
Doch bis es soweit ist, erwartet die Gäste ein unglaublich gruseliger und professionell gestalteter Weg durch den Gruselgarten der Villa St. Remo, beginnend beim Fürsten, der ebenfalls einige Worte bereit hält, hindurch zwischen elektronischen und realen Geistern, Kettensägenmördern und Wasserleichen bis hin zur Blutsuppe der Hexenzombies.

Es wird an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Doch es sei gesagt, dass der Autor beim Filmen vor Schreck hingefallen ist, während er mit einer Gruppenführerin darüber diskutierte, dass er das Gruppentempo aufgrund der Bilderstellung nicht mithalten könne. Ein kleiner Waldgeist hat dafür gesorgt, der sich den Moment wohl sehr zurecht gelegt hat, in Erscheinung zu treten.
21:00 Uhr - Ende der Veranstaltung
Erschöpft, aber zufrieden sammeln sich die 43 am Event beteiligten Frauen, Kinder und Männer. Mehr als 1.250 Besucher haben in 90 Gruppen dem Event beigewohnt. Es kam ein beachtlicher Betrag für den guten Zweck zusammen. Und das gute Gefühl, alles richtig gemacht zu haben.

Stimmen zur Veranstaltung:
Katja F. , sechs Jahre alt:

„Es hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die Leiche im Wasser, dass die aufgestanden ist.“

Bastin, 30 Jahre alt, aus Bannewitz:
„Es hat mir toll gefallen. Ich komme zum dritten Mal, bin zehn Kilometer angereist. Wir haben uns wegen des Andrangs vorgedrängelt, aber noch immer zwanzig Minuten gewartet. Doch das war die Mühe wert.“

Mina, 20, aus Dresden:
Es gefällt mir, das ist eine gute Sache. Ich werde auch im nächsten Jahr wiederkommen.

Jan, 41 Jahre, aus Radebeul:
„Im ersten Jahr habe ich nur Kürbisse gesehen, in diesem Jahr ist es ein High-Tech-Event. Ich bin sehr begeistert. Besonders gut ist, dass man seine Kleinen da, wo es besonders gruselig ist, in Obhut geben kann. Wir kommen auch 2016 wieder.“
Fazit
Die Mühe der Protagonisten hat sich auch im Jahr 2015 wieder gelohnt. Ein beachtlicher Betrag ist für den guten Zweck gesammelt worden, und allen Beteiligten hat es sichtlich Freude bereitet, dabei sein zu dürfen. Die Wiederholungsgefahr 2016 dürfte groß sein. Zumindest geht das Gerücht um, Markus Mütze würde bereits nach neuen technischen Effekten Ausschau halten.

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