(openPR) Beifahrer zweiter Wahl, können unsere Nerven rauben und gleichzeitig die Fahrt bunter gestalten. Sie besitzen hierfür ein schier unersättliches Arsenal an Möglichkeiten. Erst mit ihnen an unserer Seite, werden die Fahrten zum Erlebnis. Manchmal wünschen wir uns einen verbauten Schleudersitz im Auto und hoffen kurz darauf, dass die Fahrt doch ewig dauern möge.
Die Eigenheiten der Beifahrer zweiter Wahl
Mitsingen ohne Textsicherheit!
Im besten Fall, begrenzt sich die Auswahl auf wenige Lieblingssongs. Manche Härtefälle, nehmen jedoch annähernd jedes Lied zum Anlass. Lauthals werden ganze Textpassagen so überzeugend entstellt, dass wir kurzzeitig nicht wissen, wer sich gerade irrt – der Sänger oder Beifahrer.
Sind Wegweiser ohne Ortskenntnis!
Seltsamerweise lotsen sie den Fahrer durch vermeintliche Schleichwege und Abkürzungen, ohne überhaupt zu wissen, in welcher Stadt oder Gemeinde sie gerade sind. Sie widersprechen dabei den Anweisungen der Navigationsgeräte und zweifeln an der Richtigkeit von Straßenkarten. Letztlich lotsen sie den Fahrer bis zu einer Stelle an der es heißt: „Ich glaub DU hast dich verfahren“
Schlafen lieber statt dich wachzuhalten!
Beifahrer zweiter Wahl sind wahre Meister des mobilen Schlafs. Gerade während längerer Fahrten, sollten sie den Fahrer unterstützen. Stattdessen verabschieden sie sich bereits nach wenigen Kilometern, in das Land der Träume. Dem Fahrer bleibt meist nur der neidische Blick auf den schlafenden Beifahrer.
Quasseln ununterbrochen!
Für diese Endlossätze, muss es eine besondere Atemtechnik geben. Dem Fahrer zumindest wird bereits beim Zuhören schwindlig. Themen werden willkürlich miteinander vermischt und Antworten auf Fragen gegeben, die nie gestellt wurden.
Sitzen wortkarg daneben!
Im krassen Gegenteil zu den Quasselstrippen, gibt es die wortkargen Beifahrer. Sie machen …nichts. Sie sprechen …nichts. Sie sind einfach nur anwesend, wie eine Katze. Während sich die Fahrer zu Beginn noch um eine Unterhaltung bemühen, wir meist als letzter Ausweg das Radio lauter aufgedreht. Schließlich wirkt ein Monolog recht seltsam, während noch andere Personen anwesend sind.
Besitzen eine imaginäre Bremse!
Weiß der Geier, woher sie die haben. Beifahrer zweiter Wahl, besitzen jedenfalls ein imaginäres Bremspedal. Anders ist es kaum zu erklären, weshalb sie unentwegt gegen das Bodenblech im Fußraum treten, sobald ein Hindernis auftaucht. Häufig folgt der Aktion auch ein kurzer Aufschrei oder angestrengtes Stöhnen. Vielleicht liegt es an deren schlechten Bremswirkung – wer weiß?!
Machen seltsame Geräusche!
Besonders während dem Ein- und Ausparken, kann man dieses Phänomen gut beobachten. Der ausgestoßene Laut sowie die dazu passende Mimik und Gestik, ähnelt stark einem kurzen aber heftigen Zahnschmerz. Es kann auch passieren, dass sie während der Einfahrt in eine Tiefgarage, den Kopf einziehen und leiden, als hätten sie sich diesen gerade an der Raumdecke gestoßen.
Sind heller als das Licht!
Sie nehmen sich sehr viel Zeit und beweise große Ausdauer, wenn es darum geht, den Fahrer zu „korrigieren“. Ungefragt geben Beifahrer zweiter Wahl, ihren Senf dazu: „Ich würde an deiner Stelle …“, „Wenn ich DU wäre, dann …“, „Wenn du mich fragst, solltest du …“
Meistens werden diese nervigen Belehrungen, als Hilfe und Nächstenliebe verkauft. Dabei bleiben sie letztlich doch nur eines – überflüssig.
Verwechseln den Autositz mit einer Therapieliege!
„Wo wir doch gerade ungestört reden können“. Schon befindet sich der Fahrer auf einer Art Therapiefahrt. Hierbei wollen sich die Hobby-Psychologen und Pseudo-Therapeuten beweisen. Der Fahrer wird durch unzählige Fragen überfordert und von Ratschlägen erschlagen. Hierbei werden jedoch keine Probleme gelöst, sondern produziert.
Sehen das, was du nicht siehst!
Plötzlich lachen sie los oder zucken kurz mit einem Ausruf des Erstaunens zusammen. Der Zeigefinger deutet bereits nach hinten und die Frage aller Fragen wird gestellt: „Hast du das gesehen“. Der Fahrer selbst hat, bis auf den eigenen Schreck durch die Reaktion des Beifahrers, meist nicht mitbekommen. Für den Fahrer ist klar, dass gerade etwas Großes geschehen sein muss. UFO-Landung, Gebäudesprengung oder eine Demo der regionalen FKK-Bewegung. Fragt er nach, was er denn verpasst hätte, folgt häufig nur: „Ach, nicht so wichtig, konzentriere dich bitte auf die Straße“
Verwenden das Auto als Sauna oder beschwören die Eiszeit herauf!
Beifahrer zweiter Wahl, kennen nur die Extreme. Es ist ihnen niemals etwas sondern immer VIEL zu warm bzw. kalt. Sie drehen den Temperaturregler auf Anschlag und verschränken demonstrativ die Arme vor der Brust, um ihrer nahenden Erfrierung, mehr Ausdruck zu verleihen. Währenddessen, würde sich der Fahrer am liebsten seiner Kleidung entledigen oder eine Seitenscheibe einschlagen, um überhaupt wieder atmen zu können. Im Hochsommer hingegen, wird der Klimaanlage alles abverlangt, bis der Fahrer auch das letzte bisschen Gefühl, in seinen Füßen verloren hat.
Leiden spontan!
Während einer längeren Fahrt verspüren wir alle irgendwann Durst, Hunger oder benötigen eine Toilettenpause. Der Unterschied beim Beifahrer zweiter Wahl, liegt in der spontanen Notlage. Bei ihnen baut sich kein Hunger- oder Durstgefühl auf. Nein! Sie ringen von der einen auf die nächste Sekunde, ums blanke Überleben. Sie flehen den Fahrer an, am Seitenstreifen zu halten oder die Autobahn zu verlassen, da der nächste Rasthof noch unerträgliche drei Kilometer entfernt ist. Es liegt die Vermutung nahe, dass Begleiter zweiter Wahl, weder einen Magen, noch eine Blase besitzen.
Wer aber sind diese Beifahrer zweiter Wahl?
Beifahrer zweiter Wahl, haben viele Macken und Kanten. Sie sind uns dennoch meist vertrauter, als wir es je vermutet hätten. Ich jedenfalls habe einen Gegenstand gefunden, der hilft, die schlimmsten unter ihnen ausfindig zu machen.
„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der schlimmste Beifahrer im Land“
Viel Spaß beim erfahren













