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CUTE: Erfolg durch Team-Geist

22.05.200614:18 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Unter dem Motto „The Future of Transportation is Clean“ veranstalteten die 26 Projektpartner des zweijährigen Brennstoffzellenbus-Praxistests CUTE („Clean Urban Transport for Europe“) am 10. und 11. Mai einen umfassenden Abschluss-Kongress in Hamburg. Fazit: Die Testergebnisse sind wesentlich besser, als die Teilnehmer zu Beginn des Projekts erwarteten. Trotzdem bleiben viele Herausforderungen für die Zukunft. Die Aufgaben sind jedoch jetzt klar definiert.



Hamburg (eos) – Ein großer Erfolg: der zweijährige Brennstoffzellenbus-Praxistest CUTE. Im Test fuhren 27 neuartige Mercedes-Benz Brennstoffzellen-Citaro, die neun europäische Städte im täglichen Nahverkehr einsetzten. Alle Metropolen bauten eine eigene Wasserstoff-Infrastruktur auf, um die Busse zu betanken. Unter der Überschrift „The Future of Transportation is Clean“ präsentierten die 26 Projektpartner die Ergebnisse des Feldversuchs jetzt während eines Kongresses in Hamburg, den über 150 Teilnehmer aus 21 Ländern besuchten. Sie kamen aus den am Projekt beteiligten Firmen, aber auch aus anderen interessierten Unternehmen, Städten und Verkehrsbetrieben. Auch wissenschaftliche Institute und Universitäten sowie Wasserstoff- und Brennstoffzellenverbände entsandten Vertreter.

EU fördert H2- und Brennstoffzellen-Technik

„CUTE hat deutlich gemacht, dass die Frage nicht mehr lauten muss, ob und wie die neue Technologie funktioniert, sondern wann sie wettbewerbsfähig sein kann“, betonte Alfonso González Finat, der für Energie und Verkehr zuständige Direktor der Europäischen Kommission, und beschreibt damit sehr gut den Meilenstein, den das Projekt für die Anwendung der Brennstoffzellentechnologie und die Einführung von Wasserstoff als Energieträger darstellt. „CUTE war das wichtigste Projekt dieser Art weltweit. Die Partner erhielt europäische Fördergelder von insgesamt 18,5 Millionen Euro.“ Ein Engagement mit dem die Kommission ihr Bekenntnis zu Wasserstoff und Brennstoffzellen als umweltfreundliche Verkehrstechnologie von Morgen unterstreicht.

Test weist den Weg für die Weiterentwicklung

Das Geld hält die EU für gut angelegt. Auch die anderen Partner – Städte, Verkehrsbetriebe, Infrastrukturbetreiber und der Fahrzeughersteller – investierten große Summen in den Praxistest. Die Gesamtkosten beliefen sich schließlich auf 78 Millionen Euro. Doch die Investitionen lohnen sich in vielerlei Hinsicht: „Wir gewannen eine Fülle wertvoller Einsichten, die uns zeigen, wo Verbesserungsbedarf besteht und wie wir ihn erfüllen können“, sagt Prof. Herbert Kohler, Leiter der Forschungsdirektion Fahrzeugaufbau und Antrieb und Umweltbevollmächtigter bei DaimlerChrysler. Diese Erfahrung machten alle am Projekt beteiligten Firmen. Für den Bushersteller heißt das konkret: „Wir brauchen eine höhere Effizienz, d.h. eine höhere Lebensdauer, eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und einen niedrigeren Fahrzeug-Preis.“ Die Konstrukteure und Entwickler haben auch schon genaue Vorstellungen: „Wir werden eine nächste Generation von Brennstoffzellen bauen, die mehr Leistung als heute erbringt. Außerdem“, so kündigte Kohler an, „wollen wir eine Hochleitungsbatterie einsetzen, in welche die beim Bremsvorgang erzeugte Energie wieder eingespeist wird. Das spart Kraftstoff. Die Brennstoffzellen müssen nur den kontinuierlichen Energiebedarf abdecken. Bei Spitzen arbeitet dann die Batterie. Dadurch sparen wir Volumen und Gewicht.“

Investition in eine lebenswerte Zukunft

Günter Elste, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn, findet den Einsatz für die Brennstoffzellen-Technik aus Sicht eines Verkehrsbetriebes sinnvoll: „Noch sind die Preise weit davon entfernt, mit denen herkömmlicher Diesel-Busse konkurrieren zu können. Aber auch für das erste Automobil kaufte Frau Benz das nötige Benzin teuer in der Apotheke. Darauf kommt es nämlich zunächst nicht an. Wir brauchen eine Alternative zu fossilen Energieträgern. Diese sind nicht nur endlich, sondern ziehen unsere Umwelt in unverantwortungsvoller Weise in Mitleidenschaft.“ Daher baute Elste – mit voller Rückendeckung der Stadt Hamburg, die die Hansestadt zur wichtigsten Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Metropole in Europa ausbauen möchte – auf schadstofffrei fahrende Brennstoffzellen-Busse, die nur unter Einsatz von „grünem“ Strom gewonnenen Wasserstoff tanken. Unlängst kaufte er zu den drei vorhandenen noch die Test-Fahrzeuge aus Stuttgart und Stockholm auf und vergrößerte seine Flotte damit auf neun H2-Brennstoffzellen-Busse. Die Hamburger seien begeistert und würden stolz ihre auswärtigen Gäste auf einen Trip mit den Brennstoffzellenbussen auf der Linie 6 Richtung Hafen-City einladen, berichtet Elste.

Wichtig: Akzeptanz in der Bevölkerung

Die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung, die die Busse europaweit erfuhren, freute die Projekt-Partner. Heinrich Klingenberg, Geschäftsführer der Hamburger Hochbahn-Tochter hySOLUTIONS, meint: „Die Busse der CUTE-Flotte zeigten den Menschen, dass Brennstoffzellen für ihr tägliches Leben relevant werden können – für die meisten eine ganz neue Erfahrung.“ Was sie dann häufig nicht verstünden sei, warum nicht mehr dieser sauberen Busse im Einsatz sein. Es sei aber eben noch viel zu tun – bei der Technik und bei den Kosten. Wer am Kongress teilnahm, verstand auch als Außenstehender, welche großen Herausforderungen in den einzelnen Bereichen noch warten.

Wasserstoffgewinnung und Betankung: Es funktioniert!

„So dauerte zum Beispiel die Betankung zu lange und die Anlagen in vielen Städten erwiesen sich als nicht bedienerfreundlich genug“, berichtete Oliver Weinmann, Leiter Innovationsmanagement bei Vattenfall Europe über die Erfahrungen der Infrastrukturbetreiber. Für weitere Projekte möchten die Anbieter der Wasserstoff- und Betankungsanlagen den Support vor Ort erhöhen. „Die Zeiten des Self-Service, den wir bei 'normalen' Tankstellen haben, werden aber auch für Wasserstoff-Tankanlagen kommen“, hieß es.

„Doch wir sind zunächst sehr froh darüber, dass es überhaupt geklappt hat und dass wir die technischen Probleme, die es zum Beispiel bei der Wasserstoffgewinnung durch Erdgasreformierung an einigen Standorten gab, in den Griff bekommen haben“, sagt Weinmann. „Jetzt haben wir eine Basis, von der aus wir weiterarbeiten können.“

CUTE definiert Team-Geist neu

Bei der Lösung der zahlreichen kleinen und großen Problemfälle während der zweijährigen Erprobungszeit bewährte sich, was man als „Spirit of CUTE“ bezeichnen könnte und was auch den Kongress prägte: Der offene Umgang mit Fehlern und Problemen, die konstruktive Zusammenarbeit und der freizügige Wissensaustausch, nicht nur über Ländergrenzen hinweg, sondern auch unter Unternehmen, die sich sonst auf dem Markt Konkurrenz machen. Vasso Tsatsami von BP sagte es so: „Wir wissen, dass wir es nur zusammen schaffen können – und wir sind froh dabei zu sein!“

Hamburg, 17. Mai 2006



Bildmaterial vom Kongress finden Sie unter: www.cute-hamburg.de

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