(openPR) Anlässlich des Welt-Osteoporose-Tages 2015 stellt der OSD Osteoporose Selbsthilfegruppen Dachverband e.V. eine Datenbank mit Osteoporose Selbsthilfegruppen online: "Mit über 500 verzeichneten Selbsthilfegruppen ist unsere Datenbank das größte Online-Verzeichnis für Osteoporose-Gruppen, das es momentan in Deutschland gibt. Darauf sind wir schon ein klein wenig stolz. Und wir freuen uns natürlich auch, vielen Betroffenen so gut wie möglich auf dem Weg und der Suche nach einer neuen Gruppe helfen zu können", so Horst Döllinger, der Senior-Geschäftsführer des OSD.
Aktuell finden sich im Datenbank-Verzeichnis die Gruppen des BfO Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V. und des OSD Osteoporose Selbsthilfegruppen Dachverband e.V. mit den jeweiligen Mitgliedsgruppen und angegliederten Vereinen.
Eine Selbsthilfegruppe finden - der Link zur Webseite bzw. Datenbank:
http://www.osd-ev.org/selbsthilfe/gruppe-suchen/index.php
Osteoporose-Betroffene mit neuer Diagnose des Krankheitsbildes sind meist verunsichert. Selbsthilfegruppen bieten, wie der Name schon nahelegt, Hilfe. Aber: "Das beste Angebot nützt nichts, wenn es keiner kennt." Ein Manko, das in den letzten Jahren zunehmend deutlicher von den Gruppenleitern geäußert wird: die Gruppen haben nicht die fachlichen und finanziellen Möglichkeiten auf sich und ihr Angebot aufmerksam zu machen. Gleichzeitig gib es immer mehr Osteoporose-Betroffene. Immer mehr Menschen, die Hilfe suchen. Nur wo und wie finden sie diese? Der digitale Medien-Wald wächst nicht nur vergleichsweise gegenüber dem Print-Bereich immer höher, er wird auch noch immer dichter. Und die kleinen organisatorischen Einheiten, die Gruppen, geraten immer mehr in den medialen Schatten.
Wir als Verband wollen, um Betroffenen zu helfen, eine Plattform bieten, die einzelne Gruppen vor Ort auch im Internet auffindbar macht. Wir wollen aber auch die regionalen Lücken schließen, die es nach über zwei Jahrzehnten der Selbsthilfe-Arbeit in Deutschland immer noch gibt. Wir wollen neue Gruppen gründen und auch denen helfen, die sich und anderen mit der Gründung einer neuen Gruppe helfen.
Selbsthilfe bei Osteoporose fristet nach wie vor ein Schattendasein. Betroffene sind meist alt und häufig bereit sich mit ihrem Leiden abzufinden. Dabei gibt es vielfältige Unterstützung, sowohl in der Therapie als auch in der Gemeinschaft. Man muß nur wissen wo! Osteoporose ist ein Krankheitsbild, das Medien und Gesellschaft emotional nicht gerade vom Hocker reißt, sofern man nicht selbst betroffen ist. Die Krankheit mit dem Witwenbuckel ist zwar verbreiteter denn je, hat beste Rehabilitationschancen und es gibt für jeden gute Möglichkeiten, mit der Krankheit noch Jahrzehnte gut zu leben. Nur, niemand spricht darüber - leider, denn es betrifft ja nur die Betroffenen. Hier wollen wir mit unserer Arbeit in den nächsten Jahren verstärkt ansetzen: erstens mit unserer Datenbank, die helfen soll bestehende Gruppen zu finden und zweitens mit der Ermunterung neue Gruppen zu gründen.
Neue Gruppen gründen
Erfahrungsgemäß ist eine Entscheidung zum Aufbau einer Selbsthilfegruppe für den Gründer meist mit einer persönlichen Notwendigkeit verbunden: man sucht Hilfe. Und weiter will man eine Gemeinsamkeit aufbauen, aus der heraus man besser und hilfreicher agieren kann, als alleine. Gerade diese Gemeinsamkeit ist die Stärke der Selbsthilfe, wie sie aus der Gruppe kommt. Die Gruppe ist oft in der Lage mehr zu geben, als die Hilfe einzelner, wenn auch die Gruppe aus einzelnen besteht. Der Zusammenschluss in der Gruppe ermöglicht viel – auch manches, was dem Einzelnen oft schwer umsetzbar erscheint. Aktive Selbsthilfe bestimmt sich aus der Gemeinsamkeit: dem Gespräch, der Information sowie möglicherweise gemeinsamen Aktivitäten.
Bei bestimmten Krankheitsbildern, z.B. bei Osteoporose, ist es oft so, dass die Notwendigkeit gemeinsamer Aktivitäten den Impuls für die Gründung einer Gruppe liefert: wenn beispielsweise zur Gesundung ein bestimmtes Training hilfreich ist - ein Training, das es ohne entsprechende Teilnehmerzahl, wie sie die Gruppe bietet, und geleitet von einem ausgebildeten Trainer, vor Ort gar nicht geben würde. Warum? Der Trainer arbeitet nicht zum Vergnügen. Und: Der Trainer und der Trainingsraum muss bezahlt werden und dies rechnet sich erst ab einer gewissen Anzahl von zahlenden Teilnehmern. Auch wenn das Training nichts mit dem eigentlichen Wirken der Selbsthilfe zu tun hat (so wie es die Krankenkassen sehen), ist es genau das, was zur Gründung der Gruppe oft wesentlichen Anteil leistet. Wir wollen eine Brücke schlagen und Chancen zeigen. Wir brauchen mehr Selbsthilfegruppen und wir müssen motivieren!
Schauen sie doch einmal in unsere Datenbank und wenn Sie vor Ort keine Gruppe finden: wir unterstützen Betroffene, Interessierte und Therapeuten bei der Gründung einer neuen Gruppe.
Eine Selbsthilfegruppe finden - der Link zur Webseite bzw. Datenbank:
http://www.osd-ev.org/selbsthilfe/gruppe-suchen/index.php







