(openPR) Neues Forum für Clubkulturelle Zukunftsforschung startet im Ritter Butzke
Wissenstransfer, Diskussionskultur und Zukunftsforschung sind nicht gerade Themen, die gemeinhin mit dem Nachtleben in Verbindung gebracht werden. Dabei befindet sich die Club- und Musikkultur aktuell stark im Wandel. Ein Wandel, der aktiv gestaltet werden kann, wenn sich die Beteiligten aktiv darüber austauschen, ihr Wissen teilen und ihre Fähigkeiten kanalisieren. Dabei geht es nicht nur um Vermarktungsmechanismen und technisches Know-How, sondern auch um soziokulturelle Entwicklungen, Herausforderungen der Digitalisierung und die Macht der Algorithmen im clubkulturellen Umfeld. Es geht um Themen, die den Alltag aller Beteiligten im Nachtleben maßgeblich beeinflussen. Gerade Berlin, das längst zu einem global gültigen Synonym für Klubkultur geworden ist, sollte hier seiner Vorreiterrolle gerecht werden und Möglichkeiten aufzeigen, wie die Zukunft aktiv gestaltet werden kann.
In den Reihen des Clubs Ritter Butzke, der sich seit seiner Gründung vor sechs Jahren zu einem der relevantesten Hubs des Berliner Nachtlebens entwickelt hat, ist daher die Idee von „Music Ahead“ entstanden. Bei Music Ahead geht es darum, Wissen zu teilen und sich auf fachlicher Ebene auszutauschen. Dies passiert auf spontane Weise zwar auch im alltäglichen Clubbetrieb, findet jedoch meist hinter verschlossenen Türen im sogenannten „Backstage“ statt. Der Backstage ist der Bereich, in dem DJs, Produzenten, Musiker und Vermarkter während eines Events spontan fachlich relevante Themen diskutieren, allerdings ohne damit einen Mehrwert zu schaffen. Die Wirkung der oftmals durchaus interessanten Gespräche verpufft nämlich spätestens mit dem letzten Beat der Nacht. Sobald das Putzlicht an ist, geht jeder wieder seiner Wege und wird sich später kaum noch an das Gesagte und Erfahrene erinnern. Music Ahead institutionalisiert daher den Backstage und schafft so eine Plattform, die sich atmosphärisch an den nächtlichen Hinterzimmer-Gesprächen orientiert, dabei aber strukturiert und dokumentarisch vorgeht. Music Ahead lädt relevante Persönlichkeiten aus dem Nachtleben ein, um – moderiert und kuratiert – spezielle Themen aus dem Klubumfeld zu diskutieren. Diese ergebnisoffenen Backstage-Gespräche werden dokumentiert und redaktionell aufbereitet, um sie über eine eigene Online-Plattform einem größeren, interessierten Publikum zugänglich zu machen.
Das Projekt Backstage findet in drei Schritten statt: Zunächst trifft sich ein selektierter Kreis von Fachleuten, um segmentiert in kleinen Gruppen spezifische Themen zu definieren und vorzubesprechen. In einem zweiten Schritt formieren sich diese Kleingruppen zu einem großen runden Tisch, um sich während eines gemeinsamen „Backstage Dinners“ themenübergreifend auszutauschen. Im dritten Schritt wird dann auch die interessierte Öffentlichkeit zum Teil der Plattform. Im Rahmen eines Panels berichten die Profis aus den Workshops, präsentieren erste Lösungsansätze oder stellen weiterführende Fragen zur Diskussion. Dabei geht es nicht um trockene Wissensvermittlung universitärer Prägung, sondern um Gedanken- und Ideenaustausch in entspannter, clubaffiner Atmosphäre.
Alle Inhalte der Music Ahead-Reihe werden redaktionell aufbereitet und multimedial auf der projekteigenen Homepage www.musicahead.org präsentiert. Die Plattform versteht sich dabei ausdrücklich als Forum, an dem sich sowohl Fachleute als auch interessierte Laien aktiv beteiligen können. Music Ahead ist kein fertiges Konstrukt. Es ist ein organisch wachsendes Kompendium an Wissen und eine Basis für clubkulturelle Zukunftsforschung, die in den kommenden Jahren weiter wachsen und in einen internationalen Kontext gestellt werden soll.
Weitere Informationen und Programmdetails unter: www.musicahead.org










