(openPR) Ein ästhetisches Meisterwerk und faszinierendes Biologiebuch ist Gerhard Terstegge gelungen: "Zauberhafte Mikrowelt" - überraschende Einblicke in die Mikrowelt der Biologie (Flora, Tier, Mensch). Das Werk ist das Ergebnis jahrelanger Nacharbeit historischer histologischer Beispiele.
Der Autor, studierter Biologe und Chemiker, hat mit Hilfe moderner Technik die Mikrofotos in ein völlig neues Licht gestellt. Das Buch erhebt nicht den Anspruch eines Lehrbuchs, bietet aber dem Naturinteressierten oder dem mikroskopisch Ambitionierten eine Fülle von Bildern und Daten. Alle Aufnahmen werden sachlich und gut verständlich kommentiert, so dass sie leicht eingehen. Leider wird heute in der Schule die Mikroskopie etwas vernachlässigt; dieses Werk könnte eine Lücke schließen. 2014 wurde der Nobelpreis für Chemie für eine Mikroskopie-Entwicklung vergeben, die es erlaubt, Zellorganellen aufzulösen und in sie "hineinzuschauen": ein Beleg dafür, dass Mikroskopieren ein aktuelles Erkenntnisinstrumentarium bietet und sich technisch ständig weiterentwickelt. Der Bildband von Gerhard Terstegge bietet einen motivierenden Einstieg und bereits eine differenzierte Vertiefung in das Metier. Ich wünsche dem Buch viele aufmerksame BetrachterInnen und LeserInnen.
Professor Dr. med. habil. Karl-Wilhelm Fritz
Bildbeschreibung:
Der Querschnitt durch die Blattknospe der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) zeigt die Anlagen der Laubblätter, die hier noch zusammengefaltet erscheinen. Eingebettet sind sie in einen Haarfilz. Die umhüllenden Schichten der Knospe sind sehr klebrig und damit wasserabweisend.
>> Gerhard Terstegge: Zauberhafte Mikrowelt. 2015, 180 Seiten, Hachinger Verlagsgesellschaft
http://hachinger-verlag.de/buecher/mikroskopie/zauberhafte-mikrowelt.html













