(openPR) Kartoffeln können giftig sein, leichte bis schwerste Gesundheitsprobleme verursachen und u.U. tödlich wirken, warnt Dr. Günter Seyffart in seinem "Giftindex". Die gefährlichen Alkaloide werden v.a. in der Schale und in Keimlingen synthetisiert, um die Kartoffel vor Parasiten zu schützen. Daher sollte die Schale nicht mitgegessen werden.
"Besonders bei Folien- bzw. Ofenkartoffeln und bei Kartoffeln, die Licht ausgesetzt waren," ist das Risiko hoch. Dunkle und kühle Lagerung sind vorteilhaft. Bei Helligkeit bilden sich v.a. die Alkaloide (= Bitterstoffe) Solanin und Chaconin. Grünfärbung oder Keime sind Gefahrenzeichen und ein zwingender Grund, die Kartoffeln zu vernichten.
"Höchste Solaninkonzentrationen finden sich in Milz, Nieren, Leber, Lungen, Fettgewebe, Gehirn, Herz und Blut. Frühe toxische Symptome sind Kopfschmerzen, Erbrechen, Bauchschmerzen und Diarrhöe; bei einigen betroffenen Patienten kommt es zu Fieber und Kreislaufkollaps; neurologische Störungen bestehen aus Apathie, Unruhe, Schläfrigkeit, geistiger Verwirrung, Stupor, Halluzinationen, Schwindel, Zittern, Sehstörungen ..."
Kritisch sehen Fachleute, dass die meisten Supermärkte ihre Kartoffelangebote dem Licht aussetzen und damit die Alkaloidbildung systematisch forcieren ...
>> Günter Seyffart: Giftindex. Die Therapie der akuten Intoxikationen. Pabst, 684 Seiten Hardcover, ISBN 978-3-931660-45-1
http://www.pabst-publishers.de/Medizin/buecher/3931660451.htm












