(openPR) Kennen Sie diese Situation? Sie warten in Ihrem Auto an einer roten Ampel und entdecken währenddessen ein neues Geschäft an der Ecke. Sie nehmen das wirklich abstrakte und irgendwie stylische Logo in knalligen Farben auf der Schaufensterfront wahr. Leider lässt sich daraus nicht ableiten, was genau dort angeboten wird. Ein kurzer Blick zur Ampel gibt Ihnen Gewissheit, dass noch wenige Sekunden bleiben, um es herauszufinden. Und während Sie noch versuchen den viel zu kleinen Text in Folienschrift auf dem Schaufenster zu entziffern, hupt es hinter Ihnen auch schon. Die Ampel ist inzwischen grün, Sie geben Gas und fahren davon.
Wahrscheinlich werden Sie sich kurze Zeit später keine Gedanken mehr darüber machen, was das neue Geschäft mit dem stylischen Logo nun an den Kunden bringen will. Der Besitzer des Ladens denkt unterdessen sehr wohl darüber nach, warum sein Geschäft nicht anläuft, wie er es geplant hatte. Aus seiner Sicht hat er alles Mögliche unternommen, um auf sich aufmerksam zu machen: Er hat ein schickes Logo in seinen Lieblingsfarben entworfen, er hat sein Angebot detailreich auf sein Schaufenster gebannt, den Laden hell gestrichen und sein Angebot in Regale verstaut. Vielleicht hat er sogar einen Flyer erstellt. Den hat er in seinem Geschäft ausgelegt und darin sein umfangreiches Angebot erklärt, so dass kaum mehr Platz für aussagekräftige Bilder blieb. Und möglicherweise besitzt er auch einen Firmenwagen, auf dem er ebenfalls sein Angebot in schriftlicher Form verewigt hat. Warum also rennen ihm die Kunden nicht den Laden ein? Fühlen sich potenzielle Kunden wirklich angesprochen? Ist die Art der Werbung zielführend? Scheinbar nicht.
Wenn man als Inhaber eines Geschäftes eine Schaufensterscheibe zur Präsentation zur Verfügung hat, sollte man sie natürlich nutzen. Und zwar als Kommunikationsmittel! Sie ahnen es sicher längst, dass hierbei nicht gemeint ist, ein zwar künstlerisch gelungenes Meisterwerk als Logo oder einen Monolog auf die Scheibenfront zu bannen, sondern dass Sie mit einem professionellen Logo und kurzen knackigen Werbeaussagen viel eher die Neugierde der Betrachter wecken. Bedenkt man, dass Werbung – und dazu zählt auch die Schaufensterbeschriftung – nur für wenige Sekunden betrachtet wird, kann man sich vorstellen, dass hier das Prinzip „Weniger ist mehr“ besonders umgesetzt werden sollte.
Was kann verbessert werden, damit der Interessent wahrnimmt, dass es hier ein attraktives Geschäft gibt? Fangen wir mit dem Logo an. Ein professionelles und gut gestaltetes Logo ist einprägsam, leicht verständlich und unverwechselbar. Farblich ist es zur Branche passend gestaltet und funktioniert im Großen – auf dem Schaufenster – genauso gut – wie im Kleinen auf der Visitenkarte, dem Flyer oder dem Stempel. Demzufolge ist es auch in Schwarzweiß gut erkennbar. Kurz: das Logo ist ein ganz wesentlicher Teil der Unternehmenskommunikation. Unterstützend kann man sich einen Claim überlegen, einen kurzen Satz, der die Positionierung des Angebotes oder der Marke, ein Versprechen oder auch den Kundennutzen oder das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens beinhaltet.
Sollen tatsächlich viele Informationen an den Interessenten weitergegeben werden, bevor er den Laden betritt, kann der Einsatz von Piktogrammen in der Außenwerbung weiterhelfen, die das Angebot versinnbildlichen. Piktogramme haben den Vorteil, dass sie leicht wahrgenommen und vor allem schnell erfasst werden können – auch an der roten Ampel. Sie können mannigfaltig eingesetzt werden und haben auf dem Flyer genau so ihre Berechtigung wie auf dem Firmenfahrzeug oder der Webseite.
Zum Schluss werfen wir einen Blick auf den Flyer. Ein Flyer sollte kurze Informationen über das Angebot enthalten. Die Kernaussagen sind möglichst knackig formuliert und sollen vor allem neugierig auf das Unternehmen und deren Angebot machen. Auch hier ist der Einsatz von Bildmaterial unbedingt erwünscht und sollte nicht zu sparsam genutzt werden. Besser sind hierbei authentische Bilder aus dem Unternehmen als Fotos aus einer Bilddatenbank, die nichts mit der Firma zu tun haben. Der Kunde hat es verdient im Flyer eine ehrliche Vorstellung des Betriebes zu erhalten, denn das schafft Vertrauen. Ein gedrucktes Werbemittel wie ein Flyer oder ein Faltblatt, darf auch gerne vor dem Laden persönlich überreicht werden und muss nicht nur ein Dasein auf dem Kassentresen fristen.
Nun stellen wir uns vor, das neue Geschäft ändert seinen visuellen Außenauftritt und erleichtert somit dem potenziellen Kunden das Erfassen der Werbebotschaft. Dann beginnt die zielführende Ansprache an den Kunden bereits an der roten Ampel.










