(openPR)
Der Geschäftsverlauf der Bertrandt AG war in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2002/2003 von den anhaltend angespannten gesamtwirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen gekennzeichnet, die auch die Automobilbranche im In- und Ausland berührten. In einem daraus resultierenden harten Marktumfeld stellte sich die Projektlandschaft für das Unternehmen sehr heterogen dar. Aufgrund durchgeführter Restrukturierungsmaßnahmen sowie außerordentlicher Einflüsse im Projektgeschäft bei einer Tochtergesellschaft wurde das Betriebsergebnis durch einmalige Aufwendungen in Höhe von 2,0 Mio. Euro belastet.
Die wichtigsten Finanzkennzahlen stellen sich, basierend auf einem Abschluss nach IAS, wie folgt dar: Der Umsatz in der Bertrandt-Gruppe beläuft sich nach sechs Monaten auf 106,1 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) beträgt nach dem ersten Halbjahr 2,1 Mio. Euro, der Jahresüberschuss 0,3 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf 0,06 Euro. Das Ergebnis bezieht sich auf 10.055.640 Aktien. Die Eigenkapitalquote beträgt 37 Prozent.
Unterschiedliche Auswirkungen hatten die Marktbedingungen in der Berichtsperiode auf die ausländischen Niederlassungen des Unternehmens. Während sich die Geschäftsentwicklung in Frankreich im ersten Halbjahr erwartungsgemäß positiv entwickelt hat, zeichnet sich in Großbritannien ein abschwächendes Marktumfeld ab. In Schweden hat das Unternehmen strukturelle Anpassungen vorgenommen. Nach einem schwierigen Vorjahr greifen die in Spanien eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen und die Geschäftsentwicklung verläuft erwartungsgemäß.
Zum Ende des 2. Quartals beschäftigte die Bertrandt AG 3.090 Mitarbeiter. Aufgrund der derzeitigen Marktbedingungen hat das Unternehmen an einzelnen Standorten seine Kapazitäten angepasst. Hinsichtlich der komplexer werdenden Anforderungen im Projektgeschäft standen Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter im Vordergrund.
Auf der Hauptversammlung der Bertrandt AG im Februar in Sindelfingen folgten die Aktionäre dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, eine Dividende in Höhe von 0,15 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu zahlen sowie den restlichen Bilanzgewinn in Höhe von 2.188.025,99 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. Vorstand und Aufsichtsrat wurden für das Geschäftsjahr 2001/2002 entlastet. Die nächste Hauptversammlung findet am 18. Februar 2004 statt. Des Weiteren hat das Unternehmen im Januar die Zulassung der Deutschen Börse für den Prime Standard erhalten.
Aus Kundensicht ist Bertrandt mit seinem Geschäftsmodell am Markt gut aufgestellt. Perspektiven sieht das Unternehmen insbesondere in der Bearbeitung von Fach- und Spezialthemen sowie der Konzentration auf neue, den gesamten Entwicklungsprozess begleitende Dienstleistungen. Zur effizienten Koordination der Prozessabläufe im Rahmen einer Abwicklung großer und komplexer Aufträge soll die gezielte Einbindung der Bertrandt Projektgesellschaft beitragen.
Aus heutiger Sicht geht Bertrandt weiterhin von einem anhaltenden Outsourcing von Entwicklungsleistungen aus. Ursächlich hierfür sind folgende zwei Haupttrends: eine steigende Modellvielfalt und eine Verkürzung von Entwicklungszeiten. Kurzfristige Auswirkungen auf die Vergabestrategie einzelner Kunden können dabei nur schwer abgeschätzt werden. Eine Belebung des Geschäftsverlaufes hängt im Wesentlichen von einer Verbesserung der derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Im Hinblick auf Ergebnisverbesserungen wurden im Unternehmen ertragssteigernde Maßnahmen eingeleitet.
Bertrandt AG
Imre Szerdahelyi
Pressesprecher Wirtschaft/Finanzen
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