(openPR) Unternehmens-Events sind eine Säule des
integrierten Marketings. Mit etwa 20 spezialisierten
Event-Agenturen und ca. 500 Beschäftigten
ist die Branche im Saarland zwar
relativ klein, groß in Format und Effizienz hingegen
sind sie mit ihrem Knowhow bei vielen
Top-Events von saarländischen Unternehmen
und Dienstleistern.
Hierzu ein Interview mit Peter Richert, Geschäftsführer
der Peter Richert Events und
Incentives aus St. Ingbert, über die Chancen
und die Rentabilität von Firmen-Events.
BN: Herr Richert, wozu brauchen Unternehmen
Events?
Peter Richert: Jedes Unternehmen, ob kleine
Schreinerei oder Technologie-Konzern, ist lokaler
oder regionaler Wirtschaftsfaktor, Arbeitgeber,
Steuerzahler. Kurz: Ab einer bestimmten
Größe kommt das Unternehmen nicht umhin,
sich in seinem Umfeld, an seinem Standort
gesellschaftlich zu positionieren. Die Führungskräfte
haben zu klären: Wie kommt das Unternehmen
in der Öffentlichkeit an? Wie denken
die Entscheider der Konkurrenz, in Politik,
Behörden, Verbänden über das Unternehmen?
Wie präsentiere ich meine Erzeugnisse und
Dienstleistungen?
BN: Das hört sich sehr nach Imagepflege an.
Peter Richert: Ist es auch, aber nicht nur. Event-
Marketing ist weit mehr. Es ist neben dem
klassischen Marketing mittels Printmedien und dem Online-Marketing die dritte Säule einer
integrierten Produkt- und Unternehmenskommunikation. Mit Events erreicht das Unternehmen unterschiedliche Zielgruppen: mal Führungskräfte oder Mitarbeiter, mal die breite
Öffentlichkeit, mal externe Stakeholder wie
Kunden, Lieferanten, Investoren, Behörden, die
Medien – bei größeren Events idealerweise
alle zusammen. Das sind alles Gruppen, die
nicht nur für das Image sondern für das wirtschaftliche Gedeihen und den Fortbestand des
Unternehmens essentiell sind.
BN: Und was leistet der von Ihnen konzipierte
und realisierte Event dabei?
Peter Richert: Events sind Live-Kommunikation
und Live-Begegnung und im Marketing-Mix
unerlässlich. Mit Events bin ich so nah an der
Zielgruppe wie mit keiner anderen Marketingmaßnahme. Als Gastgeber und Unternehmer habe ich das Ohr am Volk, bin im Dialog mit meinen internen und externen Partnern, allesamt wichtige Funktionsträger und Experten
auf ihrem Gebiet. Der Event als Ausdruck der
Unternehmenskultur schafft dazu das Forum.
BN: Wie können Sie sicher sein, dass Sie die
Philosophie des Unternehmens im Event umsetzen,
sozusagen Kopf und Herz sowohl der
Unternehmensleitung als auch der Stakeholder
gewinnen?
Peter Richert: Das ist jedes Mal die spannende
Herausforderung. Wir als Eventagentur wollen
wissen: Was sind Motivation und Zielsetzung
des Unternehmens. Wir müssen auf die individuellen
Bedürfnisse eingehen. Dazu brauchen
wir ausreichend Zeit für das Briefing und den
Kreativprozess des Planens und Gestaltens,
während dessen gewinnt der Event immer konkreter
Form und Farbe. Der Zeitgeist ist im
Wandel begriffen, das Zeit-Handling der Social
Media erweckt die Illusion, dass Alles sofort
gesagt und getan werden kann und muss.
Dieses Phänomen stellt auch uns Event-Agenturen
vor besondere Herausforderungen.
BN: Bekanntermaßen gehen Unternehmen
heute mit ihren Werbe-Budgets sparsamer
um. Ein Nachteil für Event-Agenturen?
Peter Richert: Natürlich, wer würde bei kreativen
Planungen nicht gerne aus dem Vollen
schöpfen können. Aber: Kleinere Budgets zwingen
zu Effizienz- und Mehrwert-Überlegungen:
Welche Konzepte und Elemente sind zielführend?
Spektakel und Shows um der Aaaaahs und
Ooooohs des Moments willen? Nein! Laut, bunt,
teuer? Nicht alles was wir theoretisch aus der
Zauberkiste holen können, ist wünschenswert.
Der Trend ist: Weg von Fun und Festen, hin zu
unternehmensdienlicheren Events. Meine Maxime:
Events müssen im integrierten Marketing
aufeinander abgestimmt, verzahnt sein.
BN: Nicht nur private Unternehmen, auch
öffentliche
Hand kommuniziert mittels
Events. Die hohe Schuldenlast drückt dort
noch mehr die Werbeetats.
Peter Richert: Auch hier gilt: Events sind
gerechtfertigt, wenn Sie einen Mehrwert für
unser Land und seine Bürger bringen. Sehen Sie
das Saarland-Marketing: Meiner Meinung nach
haben die Verantwortlichen effiziente Tools
auf der Grundlage von klugen Analysen entwickelt.
Es geht darum, die Qualitäten des
Saarlandes ganz bestimmten Zielgruppen –
Klammer auf - die Menschen, die ins Saarland
leben, arbeiten, studieren kommen sollen –
Klammer zu – an ausgewählten Standorten
(in weniger zukunftssicheren Städten und
Regionen der Republik) durch zielgruppenadäquate
Events (konkrete und persönliche
Ansprache, Online-Bewerbungsplattform)
nahezubringen. Dieses Konzept ist sehr geeignet,
fremden Menschen Lust auf unser schönes
Land zu machen – diese Events sind wirtschaftlich
rentabel.
BN: Wie sehen Sie die weitere Entwicklung
Ihrer Branche im Saarland?
Peter Richert: Nicht zuletzt wegen ansehnlicher
Erfolge im Sinne der Kunden-Unternehmen
steigen Wertschätzung und Vertrauen
gegenüber uns Event-Agenturen. Der Trend
geht zu Firmen-Events als Elemente des
Gesamt-Marketings. Diesen wachsenden
Bedarf können die Agenturen gut abdecken.
Die wirtschaftliche Entwicklung der Branche
würde ich für die letzten Jahre als stabil bewerten.
Aber da ist für alle noch Luft nach oben.
Ich sehe eine gute Zukunft, wenn unsere Branche
mit dem überzeugen kann, was auch das
Leitmotiv meines Hauses ist: kreative Leistung,
Leidenschaft und persönliches Engagement.
www.peter-richert.de
Das Gespräch für die Business News führte
Michael Manthey, Kommunikationsberater aus
Riegelsberg.











