(openPR) Junge Mediziner bewerten Ausbildung in Klinik und Praxis mit der Schulnote „Gut“
Marburg, 19. April 2006 - Das Medizinstudium in Deutschland sei zu theorielastig – dies war einer der Gründe, die Approbationsordnung im Jahre 2002 in reformierter Form einzuführen. Mit verschiedenen Übergangsregelungen wurde die neue Ausbildungsordnung schrittweise an den deutschen Fakultäten umgesetzt. Scheinbar mit Erfolg: 313 Medizinstudenten und junge Ärzte, die auf der Webseite von MEDI-LEARN eine Beurteilung eines Praktikumsplatzes abgegeben haben, bewerteten die praktische Ausbildung im Durchschnitt mit der Schulnote 1,9.
Die Umsetzung der neuen Approbationsordnung von 2002 scheint erste Früchte zu tragen. Eines der erklärten Ziele war die vermehrte Verzahnung der theoretischen und praktischen Teile der Ausbildung mit einer Stärkung der praktischen Teile des Medizinstudiums. Diese Verzahnung und damit die inhaltliche Aufwertung der praktischen Tätigkeiten spiegelt sich in zahlreichen Klinikbewertungen von Medizinstudenten und jungen Ärzten wider, die auf der Webseite von MEDI-LEARN eine Beurteilung ihres Praktikumsplatzes abgegeben haben. Das neue Tool „Klinikwahrheiten“ bietet jungen Medizinern seit kurzem die Möglichkeit, eine ausführliche Bewertung der praktischen Ausbildung abzugeben. „Nachdem das Tool Klinikwahrheiten am 1. April Online gestellt wurde, gaben über 300 junge Mediziner innerhalb weniger Tage eine Bewertung ihrer Praktikumsplätze ein“, so Christian Weier, Teamleiter der Online-Redaktion. Zukünftige Ärzte haben in dem neuen Online-Tool die Möglichkeit, Pflegepraktikumsstellen, Famulaturstellen, PJ-Stellen, Blockpraktika-Stellen oder Assistenzarztstellen in Praxen und Krankenhäusern zu bewerten. Angeboten wird hierfür eine einfache Eingabemaske, in der mit Hilfe von Schulnoten die verschiedenen Facetten abgefragt werden. „Zu jedem bewerteten Punkt können die Teilnehmer zusätzlich einen Kommentar eingeben und so in Form frei formulierter Texte ihre Bewertung mit konkreten Details unterlegen“, so Jens Plasger, Geschäftsführer von MEDI-LEARN.
Erstaunlich ist nicht nur die Gesamtbewertung von Ausbildungsplätzen mit der Durchschnittsnote 1,9, sondern auch die Benotung der Betreuung der zukünftigen Mediziner: im Mittel bewerteten die Teilnehmer die Betreuung mit einer glatten 2,0. Auch die Ausbildung an sich wurde mit einer Durchschnittsnote von 1,9 bewertet. Die zahlreichen Kommentare über die Ausbildung reichen dabei von „Teaching sehr gut. Man kann alles fragen und bekommt meist detaillierte Antworten“ bis zu „Alle Assistenten waren bemüht, dass man nicht einfach nur zum Blutabnehmen da ist, sondern auch was mitnimmt.“ Dabei scheint sogar das Arbeitsklima zu stimmen, welches die jungen Mediziner auf den Stationen wahrgenommen haben. Dieses wurde im Durchschnitt sogar mit der Schulnote 1,8 bewertet.
Die Bewertungen inklusive der Kommentare im Volltext sind Online bei MEDI-LEARN unter www.medi-learn.de/klinikwahrheiten einzusehen. „Das Tool könnte ähnlich der MEDI-LEARN Prüfungsprotokoll-Datenbank, die bereits seit vielen Jahren ein wichtiger Anlaufpunkt für Examenskandidaten ist, zu einer hilfreichen Infobörse für junge Mediziner werden, die einen praktischen Abschnitt vor sich haben“, erklärt Antje Pfütze, Mitarbeiterin in der Online-Redaktion. Abschließend fügt Janine Ender aus der Redaktion hinzu: „Die Vorbereitung auf die Arbeit in der jeweiligen Klinik oder Praxis wird mit Hilfe der Datenbank einfacher und die Auswahl potentieller Ausbildungsstellen erleichtert.“
Da das kostenlose Tool vom Mitmachen der jungen Mediziner lebt, führt MEDI-LEARN zur Einführung der „Klinikwahrheiten“ ein großes Gewinnspiel unter allen Teilnehmern durch, die eine vollständige Bewertung ihrer Praktikumsstelle eintragen.












