(openPR) Webworks Nürnberg hat zum Beginn des Jahres mit der Entwicklung des Open Source Warenwirtschaftssystems begonnen. Folgende Funktionen sind geplant:
* Produktverwaltung
* Produktion (Projektmanagement)
* Kundenverwaltung
* Rechnungs- und Lieferscheinerstellung
* Lagerverwaltung
* Inventur
* Lieferantenverwaltung
* Auftragsverwaltung
* Sortimentspflege
* Preislisten inkl. Preiskalkulation
* Einkaufslisten
* Warenein- und Ausgang
* Versandabwicklung
* Statistiken
* Angebotserstellung
* Rabatte
* Integrierter Online-Shop
* Anbindung an Versand-Dienstleister
* Einbindung von Online-Bezahlmethoden
* Barcode- und QR-Code-Generierung
* Multi-User-Fähigkeit mit Rechtevergabe und Historie
* Generierung von signierten PDF-Dokumenten
* Dokumentenverwaltung
Durch die Umsetzung als Open Source Projekt lässt sich eine Community von Nutzern und Entwicklern aufbauen und so ein leistungsstärkeres Team zusammen zu bringen, als es in einem kleinen Unternehmen möglich wäre. Das Team entsteht hauptsächlich durch die Weiterverbreitung der Projektidee im Internet. Da davon auszugehen ist, dass nur am Projekt interessierte die Idee weitertragen, wird das Team hauptsächlich aus Personen bestehen, die fachlich und inhaltlich und/oder technisch die erforderlichen Kompetenzen besitzen. Durch die öffentliche Dokumentation und die Offenlegung des Quellcodes sowie das Forum für Community und Anwender ist es auch Interessierten, die nicht über die fachlichen Kenntnisse verfügen, möglich sich einzuarbeiten und wertvolle Ideen einzubringen.
Damit die Arbeit der Community zu einem Erfolg führt und angeleitet wird, ist ein Kern erforderlich, der das Projektmanagement übernimmt. Zum Projektbeginn reicht es, wenn der Kern aus einer Person besteht, ab einer größeren Anzahl an Community-Mitgliedern sollte er aus weiteren Personen bestehen, die sich auch um die Kommunikation kümmern und Hauptansprechpartner für andere Mitglieder sind. Das können etablierte Community-Mitglieder und/oder Mitarbeiter von Webworks Nürnberg sein.
Da Open Source Software grundsätzlich kostenlos jedem zur Verfügung steht, entstehen diesem keinerlei Kosten. Die Software kann jederzeit in der aktuellen Version von SourceForge.net heruntergeladen, installiert und nach Belieben angepasst und verändert werden. Auch das Anbieten einer eigenen Variante, die auf OpenWareHouse basiert und Anbieter erweitert und angepasst wurde, ist möglich, wenn es sich dabei ebenfalls um Open Source Software handelt.
Dadurch und auch durch das unabhängige Entwicklungsteam entsteht keine Abhängigkeit zu einem Hersteller. Webworks Nürnberg ist nicht der Hersteller der Software, sondern Projektinitiator und Projektmanager.
Der Quellcode von Open Source Projekten ist grundsätzlich öffentlich und jederzeit in der aktuellen Version online einsehbar. Das führt dazu, dass kein Teil der Software im Geheimen entwickelt wird. Gerade bei Sicherheitsrelevanten Teilen ist das von Vorteil. Auch auf die Entwickler-Community entsteht dadurch ein größerer Druck, eine qualitativ hochwertige Arbeit abzuliefern, da diese auch als Referenz genutzt werden kann.
Open Source erlaubt es auch, den Quellcode anderer Open Source Projekte einzubinden. So basiert OpenWareHouse auf dem Symfony-Framework, dem Frontend-Framework Bootstrap von Twitter, der jQuery-Bibliothek und diversen anderen Open Source Projekten. Das beschleunigt den Entwicklungsprozess und es ist nicht erforderlich, das Rad ganz oder teilweise neu zu erfinden, denn viele wichtige Teile sind bereits vorhanden und müssen lediglich angepasst werden.
Ein häufiges Argument, dass Unternehmen davon abhält, Open Source Software einzusetzen, ist das Fehlen von Garantie und Support. Das bedeutet, dass es Nutzern der Software nicht möglich, im Falle eines Schadens, der aufgrund eines Software-Mangels oder einer Fehlfunktion entstanden ist, Schadensersatz zu erklagen. Durch den fehlenden Support fehlt dem Nutzer die Möglichkeit, einen festen Ansprechpartner zu Rate zu ziehen.
Lösung:
Zu erwähnen ist, dass der Nutzer beim Einsatz von Open Source Software keine Nutzungs-, Kauf- oder Mietverträge unterzeichnen muss, die ihm das Recht zur Nutzung der Software einräumen, aber gleichzeitig nicht unerhebliche Einschränkungen mit sich bringen. Wie bereits im Punkt 2.1.3 erklärt, ist es aber nicht zwingend erforderlich, dass der Nutzer die Möglichkeit hat, Schadensersatz zu fordern. Laut Punkt 2.1.1 ist es auch jedem Nutzer möglich, auftretende Fehler entweder der Community mitzuteilen oder selbst zu beheben. Die Community kann in der Regel den Fehler sofort beheben.
Zur Lösung des Support- und Gewährleistungs-Problems gibt es zwei Möglichkeiten, die beide zur Verfügung stehen sollten und sich gegenseitig ergänzen:
1. Einrichtung eines öffentlich zugänglichen Forums, in dem Fragen beantwortet und Fehler gemeldet werden können.
2. Anbieten von kostenpflichtigem Premium-Support und einer Variante der Software mit Gewährleistung (Enterprise-Variante, siehe unten).
Im Forum kann jeder Nutzer – egal, ob Unternehmen oder Privatperson, unabhängig von fachlichen und inhaltlichen Kenntnissen und Fähigkeiten – kostenlos Fragen einstellen und von Problemen und Fehlern berichten. Die Community und/oder die Projektleitung wird die Fragen beantworten, Lösungen für die Probleme und Fehler suchen und anschließend dem Nutzer mitteilen. Sämtliche Einträge im Forum stehen auch anderen Nutzern ohne Einschränkungen zur Verfügung, sodass ein immer größerer Wissenspool entsteht.
Zum Projekt: https://www.webworks-nuernberg.de/openwarehouse/









