(openPR) Mutterstadt, den 11. April 2006
Zu Ostern startet beim Pfalzmarkt die Spargelsaison
Alle Jahre wieder erfreut sich das schlanke Edelgemüse enormer Beliebtheit. Ebenso groß ist auch die Faszination, die Spargel immer wieder und durch die Jahrhunderte auf viele Feinschmecker aller Erdteile ausübt. Die angeschlossenen Betriebe der Pfalzmarkt eG, Mutterstadt, beginnen rechtzeitig zum Osterfest mit der diesjährigen Spargelernte. Die Genossenschaft vermarktet jährlich ca. 1 000 Tonnen pfälzischen Spargel. In Deutschland dominiert weißer Spargel den Anbau und die Märkte. Er ist in seinem Aroma feiner als grüner Spargel. Edel und gesund sind beide Sorten. Spargel ist reich an wertvollen Nährstoffen und dabei äußerst kalorienarm. Das macht ihn so geeignet für eine genussvolle leichte Küche.
Der Pfälzer Spargel gedeiht in einer der landschaftlich schönsten Regionen Deutschlands. Zwischen der elsässischen Grenze im Süden, dem Haardtgebirge im Westen, begrenzt im Osten durch den Rhein und bis hinein in den Norden Südhessens herrschen klimatisch besonders vorteilhafte Bedingungen. Ideal für den Anbau von Spargel, der das sonnige, fast mediterrane Klima liebt. Spargel aus der Pfalz ist durch das langsame Wachstum besonders gehaltvoll an Mineralstoffen und Vitaminen. Feinschmecker schätzen den kraftvollen intensiven Geschmack dieser Spezialität.
Je nach Region und Witterung beginnt die Erntesaison Anfang bis Ende April. Knapp zwei Monate haben Spargelliebhaber Zeit, die schmackhaften Stangen zu genießen. Pünktlich zum Johannistag am 24. Juni endet die Ernte, um den Pflanzen eine ausreichende Regenerationszeit zu gönnen. Der Spargel bevorzugt sonniges Klima. Wasserdurchlässiger, sandiger Boden nimmt im Frühjahr die Wärme besonders schnell auf. Schon bei einer Bodentemperatur von etwa 12 Grad Celsius beginnt der Spargel langsam zu wachsen. Mit steigenden Bodentemperaturen im Frühjahr treiben die Wurzelstöcke mehrere weiße Sprosse. Häufig startet die Spargelernte, wenn sich der Boden auf etwa 16 Grad Celsius erwärmt hat.
Bei der Spargelkultivierung wird zwischen Bleich- und Grünspargel unterschieden. Der weiße Spargel ist dadurch gekennzeichnet, dass er durch Erddämme geschützt wird und dadurch etwas milder und lieblicher schmeckt. Seine durchgehend weiße Farbe kommt daher, dass er gestochen wird, bevor die Spitzen die aufgehäuften Erdwälle durchstoßen. Der Grünspargel ist leichter im Anbau und bei der Ernte, aber auch intensiver im Geschmack. Grünspargel wächst ebenerdig, ohne Dämme. Daher ist die Ernte des Grünspargels sehr einfach. Sie beginnt auch etwas früher, als die des Bleichspargels. Durch die Sonneneinstrahlung bildet er den Pflanzenfarbstoff Chlorophyll und erhält so seine typische grüne Farbe. Er muss nicht geschält werden und zudem ist die Kochzeit deutlich kürzer. Grüner Spargel eignet sich für fast alle Gerichte, die für weißen Spargel gelten.
Spargel ist das ideale Gemüse für eine entschlackende Frühjahrskur. Neben den Vitaminen A, B 1, B 2, C, E und Folsäure enthält er reichlich Kalium, Phosphor, Kalzium und Asparagin. Kalium, aber vor allem Asparagin, regt die Nierentätigkeit an. Dadurch wirkt Spargel entwässernd und hilft besonders Menschen, die an krankhaften Wassereinlagerungen im Gewebe oder Übergewicht leiden. Generell werden durch die vermehrte Harnausscheidung Gift- und Schlackenstoffe aus dem Körper ausgeschwemmt, das Blut gereinigt und die Funktion von Leber, Nieren und Lunge unterstützt. Für Diabetiker ist er dank seiner wenigen Kalorien ideal geeignet. Spargel besteht zu 95 Prozent aus Wasser und enthält kein Cholesterin.
Bis der Spargel frisch und knackig beim Verbraucher ankommt, hat er bereits viele Hände durchlaufen. Die Spargelernte auf dem Feld ist reine Handarbeit. Danach wird der Spargel sorgfältig gewaschen, geschnitten und nach Qualitäten sortiert. Da der vorwiegend aus Wasser bestehende Spargel schnell austrocknet, und sich besonders die Schnittflächen verfärben können, ist eine optimale Aufbewahrung und Kühlung von großer Bedeutung. Der Pfalzmarkt hat in den letzten Jahren massiv in die Kühltechnik investiert. Auf einer Gesamtbetriebsfläche von 220 000 m² stehen dem Pfalzmarkt Lagerhallen mit einer Gesamtfläche von ca. 70 000 m² zur Verfügung. Davon entfallen 30 000 m³ auf Kühlräume, wovon wiederum 6 000 m³ CA-Lagerräume (Controlled Atmosphere) sind. Als optimal gelten eine Lagertemperatur von 0,5 bis 2 Grad Celsius und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit von deutlich über 95 Prozent.
Spargel ist mittlerweile die mit knapp 20 000 Hektar flächenmäßig bedeutendste Gemüseart in Deutschland. Im letzten Jahr wurden in Deutschland beinahe 83 000 Tonnen geerntet – Platz Eins in der Europäischen Union. Jeder Bundesbürger isst pro Jahr im Durchschnitt 1,27 Kilogramm des edlen Gemüses. Dabei greifen die Deutschen besonders gern zu Spargel aus deutschen Landen.
Über den Pfalzmarkt
Die Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG aus Mutterstadt ist ein Zusammenschluss von ca. 2 100 Mitgliedsbetrieben aus der Pfalz. Seit der Gründung 1986 bündeln die Erzeuger ihre Stärken in einer gemeinsamen Vertriebs-, Vermarktungs- und Qualitätsgemeinschaft. Das Dienstleistungskonzept des Pfalzmarktes umfasst Erzeugerberatung, Anbauempfehlungen, Bodenuntersuchungen und Rückstandskontrollen. Kontrolliert-integrierter Anbau garantiert höchsten Verbraucherschutz. Die Produktpalette der Genossenschaft umfasst mehr als 80 Obst- und Gemüsesorten. Auf einer Gesamtfläche von über 12 000 ha werden jährlich mehr als 150 000 Tonnen Obst und Gemüse produziert. Auf 220 000 m2 Betriebsfläche stehen 70 000 m2 Lagerhallen zur Verfügung, davon entfallen 30 000 m3 auf Kühlräume. Die flexible Logistikplattform des Systemlieferanten garantiert die termingetreue Abwicklung des Transports von 250 LKW täglich. In ihren Standorten setzt die Genossenschaft die zertifizierten Qualitätsmanagementsysteme QS, EurepGAP und IFS ein. Die Pfalzmarkt eG ist Marktführer in Deutschland und zählt zu den bedeutendsten Gemüsevermarktern Europas.
Weitere Informationen unter www.pfalzmarkt.de
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