(openPR) „Wer immer sich diesen Bandnamen ausgedacht hat, muss ein bisschen gestört sein!“ schrieb Uriah Heep-Gitarrist Mick Box 2010 in seinem Tourblog über die ihm bis dato unbekannte Vorgruppe. Recht hatte er. Paule Popstar, der eigentlich Thomas Lochner heisst, hatte schon in der Vor-Pubertät die Wahnidee, eines Tages als Sänger einer lautstarken Elefantenherde vorzustehen. Es dauerte aber noch bis ins Jahr 2006, bis er die richtigen Musiker mit zusammen mindestens 100 Jahren Banderfahrung eingesammelt hatte, um die Bühnen unsicher zu machen: Gitarrist Robert Dorsch, Keyboarder Jochen Schmidt, Bassist Klaus Schäfer und Drummer Thomas Zimmer.
Nun veröffentlichen die Mannen ihr Debütalbum unter dem Namen "Schundromane und Schabracken".
Ein Album, das einerseits an das Status-Quo-Motto „In Search Of The Fourth Chord“ angelehnt sein könnte, andererseits aber vor Ideenreichtum und Vielfalt in den Arrangements nur so strotzt. Und dennoch klingt das Album organisch und ist unverkannbar aus Hirnschmalz und Schweiß einer gut eingespielten Band entstanden, die eine klare Vorstellung davon hat, was sie will: hochfliegende Träume ganz erdennah zu Musik werden lassen. Zusammengehalten wird das von Lochners markanter Stimme, die für die nötige „Street Credibility“ sorgt. Aufgenommen und gemischt wurde im Studio von Jens Schmidt in Stuttgart, gemastered von Robin Schmidt (nicht verwandt!) bei 24-96 Mastering in Karsruhe – dem Mann, der auch schon Größen wie Xavier Naidoo, den Ärzten, Jake Bugg oder The Gaslight Anthem den letzten Soundschliff verpasste.
62 Minuten „Schundromane & Schabracken“ - der Albumtitel ist Programm: Das sind Momenteindrücke aus dem echten Leben. In deutsch und englisch. Warum? Weil sich jeder Song seine Sprache selbst sucht, davon sind die Elefanten überzeugt. So, wie sich auch jedes Thema die passende Musik sucht. Mit der fetten Classic-Rock-Eröffnung „Zum Trinken brauch' ich kein Besteck“ und ihrem - nicht ganz ernstzunehmenden – Brunftschrei wird eine deutliche Duftmarke und ein klares musiklaisches Statement abgegben. Und ganz nebenbei erfährt der Hörer, dass dieser Band beim Musizieren allweil der Schalk im Nacken sitzt. „Mona Lisa“ mit seinen staubtrockenen Wüstengitarren atmet den Geist von Tito & Tarantula, ohne epigonenhaft zu sein. Mit „Verlange nichts von mir“ ist astreiner Rock'n'Roll deutscher Machart am Start, getragen von behutsam modernisierten Twang-Gitarrensounds!. „Come Home“ ist so funky, wie eine alte Haudegen-Rock-Truppe eben gerade mal kann. „Zeit voller Zärtlichkeit“ macht eine musikalische Rolle rückwärts als Parodie auf Kabarettchansons der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, und im breitbeinig rockenden „That's Your Power“ gibt es (ausnahmsweise) ein Syntheszizer-Solo zu hören, auf das Manfred Mann stolz sein könnte. Mit der Power-Ballade „Ich hab' den Mond gefangen“ haben die Herren einen Extra-Pfeil im Köcher, von dem sie ganz bescheiden meinen: „Das ist doch wohl klar, dass das der deutsche Beitrag zum Eurovision Song Contest 2015... oder 2030... vielleicht, eventuell, sein wird. Nein, muss!“
Das muss man gehört haben!
Also unbedingt zuschlagen und kaufen.
Das Album ist ab dem 12. Dezember überall erhältlich.















