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Ausnahmeanträge lähmen Exportunternehmen

Bild: Ausnahmeanträge lähmen Exportunternehmen

(openPR) Deutsche Unternehmen überfluten derzeit das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (Bafa) mit Ausnahmeanträgen für Russland-Exporte. Denn Güter, die von Wirtschaftssanktionen betroffen sind, können mit Sondergenehmigungen weiterhin ausgeführt werden, beispielsweise wenn sie nicht den Zweck des Embargos erfüllen.



„Das eigentliche Problem besteht darin, dass für jedes Produkt eine eigene Sonderfreigabe angefordert werden muss“, erklärt Marco Lenck, Chef der SAP-Anwender im deutschsprachigen Raum (DSAG). Der bürokratische Aufwand, der damit verbunden ist, hält jedoch die eigentlichen Prozesse auf. „Wir müssen dringend an Lösungen arbeiten, um diese Hürde zu erleichtern. Unternehmen könnten den Genehmigungsprozess schon frühzeitig anstoßen – womöglich schon bevor ein Embargo in Kraft tritt –, wenn sie über Inhalte rechtzeitig informiert würden“, schlägt er vor. „Je flexibler wir als Unternehmen auf neue Umstände reagieren und so Prozesse selbst steuern können, desto weniger begeben wir uns in eine Abhängigkeit.“

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Wie sieht es in den Köpfen der Unternehmer gerade aus?

Lenck: Unternehmen fühlen sich in der aktuellen Situation noch immer allein gelassen und benötigen dringend Sicherheit. Die Art und der Umfang der Wirtschaftssanktionen und damit verbundenen Embargos sind mittlerweile relativ klar. Deswegen ist für Unternehmen jetzt die Frage wichtiger, wie sie damit umgehen können, wenn eigene Güter betroffen sind und Prozesse behindern.

Haben Sie ein Beispiel dafür?

Lenck: Die aktuellen Embargos sind nicht sehr spezifisch, so dass viele Produkte betroffen sind, die gar nicht den Zweck der Sperre erfüllen. Firmen können dann Ausnahmegenehmigungen beantragen. Das zieht jedoch einen enormen bürokratischen Aufwand nach sich. Und der eigentliche Export muss warten, nachgelagerte Produktionsabläufe kommen dann womöglich ins Stocken.

Was macht diesen Umstand so kritisch?

Lenck: Das eigentliche Problem besteht eher darin, dass für jedes Produkt eine eigene Sonderfreigabe angefordert werden muss. Das kostet Zeit und hält gleichzeitig die eigentlichen Abläufe im Unternehmen auf. Steht ein Rad still, wirkt sich das auf alle anderen Prozesse negativ aus.

Was sollte Ihrer Meinung nach passieren?

Lenck: Wir müssen dringend an Lösungen arbeiten, um diese Hürde zu erleichtern. Unternehmen könnten den Genehmigungsprozess schon frühzeitig anstoßen – womöglich schon bevor ein Embargo in Kraft tritt –, wenn sie über Inhalte rechtzeitig informiert würden. Vorstellbar wäre auch, Produktfamilien zusammenzufassen oder Unternehmen insgesamt mit Sondergenehmigungen zu befreien und so die Situation zu vereinfachen. Je flexibler wir als Unternehmen auf neue Umstände reagieren und so Prozesse selbst steuern können, desto weniger begeben wir uns in eine Abhängigkeit.

Wie kann die DSAG Unternehmen in Bezug auf mögliche Sanktionen unterstützen?

Lenck: Wir möchten Standards schaffen, um Situationen wie diese zu erleichtern. Die Sanktionen zeigen, dass wir auch in Sachen IT noch nicht ausreichend gerüstet sind. Damit Prozesse problemlos ablaufen, braucht es flexible Systeme, die sich schnell an veränderte Situationen anpassen lassen. Könnten wir im Unternehmen schneller auf derartige Veränderungen reagieren, würden wir uns einen Handlungsspielraum und damit Sicherheit schaffen, die wir aktuell nicht haben. In diesem Sinne bietet sich für uns auch gerade die Chance, entscheidende Impulse zu geben, um künftig gerüstet zu sein.


Dr. Marco Lenck ist Vorstandsvorsitzender der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) e.V. Wie wichtig aber auch anfällig grenzübergreifende Prozesse für Unternehmen tatsächlich sind, erfährt er täglich als CIO. Durch seine langjährige Erfahrung als Vermittler zwischen den Fachbereichen und der IT global agierender Unternehmen kennt er die nötigen Rahmenbedingungen – sowohl an die Infrastruktur als auch an Sicherheit und Standards – genau.

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