(openPR) Unter dem Motto akustik@work stand am 7. und 8. November 2014 die Veranstaltung Trockenbau spezial der Fachgruppe Trockenbau im Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade Baden-Württemberg (SAF) bei Knauf in Iphofen. Für die rund 80 Teilnehmer – Stuckateur-Fachunternehmer und von ihnen eingeladene Architekten – hatte die Fachgruppe unter ihrem Vorsitzenden Eberhard Ruetz und Geschäftsführer Dr. Roland Falk in Zusammenarbeit mit Knauf ein vielfältiges Programm rund um die Themen Akustik und Schallschutz zusammengestellt.
Welchen Schallschutz der Aufraggeber dem Auftragnehmer schuldet, erläuterte gleich zum Veranstaltungsauftakt die Rechtsanwältin Susanne Locher-Weiß. Jan Mörchel (Forschung und Entwicklung, Knauf Gips KG) veranschaulichte anschließend im Hinblick auf Holzbalkendecken zunächst sehr anschaulich den Unterschied zwischen Luft- und Trittschallschutz. In einem zweiten Themenblock stellte er Leicht- und Massivbauweisen im Hinblick auf Akustik und Schallschutz gegenüber. Um sicher zu gehen, welche Leistungen von einer Konstruktion zu erwarten seien, sollten sich Architekten und Fachunternehmer bei Messungen nicht allein auf Mittelwerte verlassen, sondern vor der Ausführung auch die Einzelwerte beachten, um hier keine Überraschungen zu erleben. Neue Gestaltungsmöglichkeiten mit Gipsfaserplatten stellte Sebastian Mittnacht (Knauf riessler) vor. Die mit fertiger, dekorativer Oberfläche beschichteten Platten sind nicht brennbar (Baustoffklasse A2-s1, d0). Selbst Holzoptiken können so im öffentlichen Bereich verwendet werden – dank feiner Lochung – sogar akustisch wirksam.
Die Zukunft gehört dem energieeffizienten, leichten Bauen, erklärte Harald Hünting, Leiter Technik Trocken- und Leichtbau (Knauf Gips KG). Die Spezialgipsplatte Knauf Comfortboard 23 könne hier Dank PCM (Phase Change Material) als Latentwärmespeicher wertvolle Dienste leisten. Der Leichtbau bietet den Stuckateuren darüber hinaus die Chance, in Kooperation mit Architekten und anderen Gewerken, komplette Gebäude aus einer Hand schlüsselfertig anzubieten.
Peter Karsten, Geschäftsführer der Firma Akustik-Analyse-Service in Braunschweig, erläuterte die Tücken des Schallschutzes in Großraumbüros. Dabei erörterte er die Möglichkeiten, die zu beachten sind, wenn man diese besondere Form des Büros für alle Nutzer akustisch erträglich gestalten will. Zum Abschluss berichtete Hannes Bäuerle (Raumprobe Stuttgart) über aktuell in der Architektur favorisierte Materialien und gab einen Ausblick über kommenden Materialtrends wie zum Beispiel Kupfer und Messing.
Ausgiebiger Raum, die Ereignisse des ersten Tages zu diskutieren, bot sich den Teilnehmern bei einem gemütlichen Festabend unter Tage in der Anhydritgrube Hüttenheim bei einem guten Glas Silvaner und gutem Essen.
„Die Besonderheit von Trockenbau spezial ist der Brückenschlag zwischen Industrie, Architekten und dem Stuckateurhandwerk. Mit der Veranstaltung in Iphofen ist es uns auch in diesem Jahr gelungen, ein für alle Seiten gleichermaßen informatives wie inspirierendes Programm zusammen zu stellen, das besonders für künftige gemeinsame Projekte eine gute Basis bilden kann“, zogen Dr. Roland Falk für die Fachgruppe und Werner Jüngling, Verkaufsleiter Trockenbau-Systeme im Gebiet Süd bei Knauf ein positives Fazit.












