(openPR) Am 1. November 2014, startete zum dritten Mal die Aktion Lichtpunkt des Bundesverbandes Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. (VEID). Höhepunkt bildet das Benefizkonzert am 22. November 2014, dem Cäcilientag.
Das Leipziger Renaissanceensemble Resonantia wird an diesem Abend um 18 Uhr in der Alten Handelsbörse zu Leipzig Ausschnitte aus ihrem Album „Fortune my Foe“ vortragen. „Mit den Kompositionen von John Dowland möchten wir“, so der Leiter und Gründer des Renaissanceensemble Frank Petersen, „die musikalische Stimmung des ausgehenden 16. Jahrhunderts zum Gedenken an die vielen verstorbenen Kinder aufgreifen.“ Die Musik jener Zeit setzte sich mehr als heute mit dem Thema Trauer auseinander. Die Erfahrungen mit dem Tod waren allgegenwärtiger und fanden sich nicht nur in Downlands Liedern wieder. „Wir hoffen, mit dem Konzert etwas zum Verständnis für die Schicksale der Verwaisten Eltern und trauernden Geschwister sowie der Angehörigen und Freunde von verstorbenen Kindern beitragen zu können“, erläutert Frank Petersen das Engagement von Resonantia für den VEID.
Nach seiner Auffassung habe der VEID mit dem 22. November ein passendes Datum für das Benefizkonzert gewählt: den Cäcilientag. Cäcilie ist seit dem 15. Jahrhundert Patronin der Kirchenmusik; der Organisten, Orgelbauer, Instrumentenmacher, Sänger, Musiker und Dichter. „Ein würdiger Rahmen, um einen musikalischen Lichtpunkt als Zeichen der Solidarität und Anteilnahme für die Betroffenen zu setzen.“
Die Musikproduktion „Fortune my Foe“ war nicht nur die erste CD des Ensembles Resonantia, sondern 2013 eine der ersten Produktionen zum 450. Jubiläum John Dowlands. Der englische Lautenvirtuose strebte Zeit seines schöpferischen Lebens danach, die Position des königlichen Lautenisten (Musician for the lute) am Hofe Elisabeth der Ersten einnehmen zu können. Seine Werke, zusammengefasst in drei Büchern (The First Booke of Songs or Ayres – 1597, The Second Booke of Songs or Ayres – 1600, The Third And The Last Book of Songs or Ayres – 1603), stammen jedoch fast ausschließlich aus früheren Jahren. Mit Pilgrim’s Solace legte Dowland, der Anhänger der Bewegung der Melancholiker war, im Jahr seiner Ernennung zum Musician for the lute (28. Oktober 1612) seine letzte Liedersammlung vor. John Dowland, dessen Name sich von der Dohle ableiten lassen soll, hinterließ mit seinem Tod im Jahr 1626 fast 100 Kompositionen für Laute solo, die bis heute erhalten sind und von namhaften Künstlern auf unterschiedliche Weise ausführlich zitiert wurden. Zu den Interpreten gehören die englischen Komponisten Benjamin Britten und Bernard Steven sowie der britische Rock-Musiker Sting (Gordon Matthew Thomas Sumner). Resonantia reiht sich mit dem Album „Fortune my Foe in diesen Kreis würdig mit ein.












