(openPR) In seinem aktuellen Beitrag auf dem Blog Anlage-Wissen.de der Sutor Bank warnt New-York-Times-Autor und -Zeichner Carl Richards vor dem Typen mit dem unschlagbaren Geldanlage-Tipp. Er, der Investment-Guru, erzählt beim Grillabend, auf der Firmenfeier oder bei Familienfesten, wie leicht es ist, Geld mit Aktien zu machen, die besten Investmentfonds auszuwählen und den Dax zu schlagen. Und: Mit seinen Tipps kann es angeblich jeder. Doch der Finanzexperte und Blogger Richards gibt einige Punkte zu bedenken, die jeder beherzigen sollte, der dieser Art von Gurus begegnet.
1) Einen Index zu schlagen ist nicht das finanzielle Ziel
Es ist weder sinnvoll, einen bestimmten Wert zu übertrumpfen, noch besser zu sein als jemand anders (z. B. der Nachbar). Quantitative Werte sind als Ziele im Sport wichtig, aber nicht im Investmentbereich. Viel wichtiger sind Ziele wie ein ausreichendes Polster für den Ruhestand zu haben.
2) Geschick gegen Glück
Nur, weil ein Fonds über ein Vierteljahrhundert den Markt geschlagen hat, heißt das noch nicht, dass ihm das auch in Zukunft gelingt. Niemand weiß, ob das nur Glück war. Um eine verlässliche statistische Aussage treffen zu können, müsste man viel weiter in die Vergangenheit zurück gehen, um genügend Werte zu haben.
Niemand kann also behaupten, dass er (nur) mit Geschick seine Erfolge eingeholt hat.
3) Beim Investieren in den Rückspiegel zu schauen, führt zu Unfällen
Dazu passt der dritte Tipp. Investitionsentscheidungen aufgrund der Wertentwicklung in der Vergangenheit zu treffen, ist schlecht. Was in anderen Bereichen funktioniert, klappt hier nicht. Beim Investieren sagt die frühere Wertentwicklung absolut nichts über die künftige Performance. Darin sind sich Wissenschaftler, Aufsichtsbehörden und die meisten Fachleute einig.
4) Rückkehr zum Mittelwert
Solche Aussagen wie „Wenn ein Investmentfonds im Verlauf von 25 Jahren fast immer den S&P geschlagen hat, dann enthält dieser Fonds Aktien, die eine höhere Rendite als der Gesamtmarkt erzielen“ sind Unsinn. Denn das Gesetz des Durchschnitts besagt, es gibt eine zunehmende Wahrscheinlichkeit, dass ein Fonds, der in der Vergangenheit gut abgeschnitten hat, dies in der Zukunft nicht tun wird. Irgendwann wird er zum Mittelwert zurückkehren. Was also als „heißer Tipp“ verkauft wird, war vielleicht heiß, wird es aber nicht mehr sein.
5) Wenn es zu schön ist, um wahr zu sein, ist es oft genau das
Investment-Gurus mit dem tollen Tipp verschweigen oft die Wahrheit. Wenn jemand am Grill erzählt, er habe eine Rendite von über 12 Prozent geholt, so kann er das nur mit Fonds getan haben, die hauptsächlich in Edelmetalle investieren. Das belegt die Vergangenheit. Und wer setzt sein Alterskapital schon auf Investmentfonds, die in Edelmetall investieren?
Viel wichtiger als der heiße Tipp ist eine realistische Erwartungshaltung beim Investieren. Und die genau kann „dieser Typ“ nicht haben.
Carl Richards sagt: Hören Sie nicht auf „diesen Typen“, wenn es Ihnen mit Ihren finanziellen Zielen ernst ist. Es gibt den ultimativen Tipp oder Trick nicht. Zum Erreichen Ihrer Ziele gehören nun mal langweilige Dinge wie z. B. so viel zu sparen, wie Sie können.











